Wir schaffen etwas – gemeinsam!
Stockbrot über der Feuerschale.Foto: Kathrin Schmidt
Der Wunsch nach Vernetzung zwischen Pfarrei, Altenzentrum und youngcaritas entstand im Herbst 2024. Kathrin Schmidt, Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes im Altenzentrum St. Josef, berichtet, dass bei einem ersten Treffen zunächst ausgelotet worden sei, wer welche Stärken einbringen könne - und schnell sei die Idee des Generationentreffs geboren worden. Räume für Begegnung und gemeinschaftliches Tun sind im Altenzentrum vorhanden, doch oft fehlt es den Mitarbeitenden an Zeit, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen oder handwerkliche Aktivitäten anzubieten. Für die junge Generation wiederum bot sich eine Chance, ihre Fähigkeiten und Ideen einzubringen. "Die Jugendlichen waren sofort Feuer und Flamme für das Projekt", erinnert sich Schmidt.
Kleine Smartphone-Hilfe am Nachmittag – das kann so wichtig sein!Foto: Kathrin Schmidt
Im April 2025 startete das erste Treffen, das seither jeden Monat stattfindet. Bewohnerinnen und Bewohner arbeiteten Hand in Hand mit Jugendlichen an Vogelhäusern und Insektenhotels. Zwischen Holz, Farbe und Gesprächen sei das Gefühl aufgekommen: "Wir schaffen etwas - gemeinsam", sagt Schmidt. Bei der "Smartphone-Sprechstunde" erklärten junge Menschen den Seniorinnen und Senioren den Umgang mit digitalen Geräten. Dabei sei deutlich geworden: "Technik kann trennen - aber auch verbinden." Im Sommer sorgten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit ihren Familien für Lagerfeuerstimmung mit Stockbrot, Bratwurst und gemeinsamer Singrunde. Darüber hinaus wurde getöpfert, ein Kleidermarkt veranstaltet und Spielekonsolen ausprobiert. Die Anzahl der teilnehmenden Bewohnerinnen und Bewohner variiere - je nach Angebot - zwischen 30 und 60.
"Berührungsängste seitens der Jugendlichen gibt es kaum", so die Erfahrung der Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes. Im Gegenteil, man spüre eine tiefe Verbundenheit auf beiden Seiten. "Eine tolle, beispiellose Aktion, die auf jeden Fall auch 2026 monatlich stattfinden wird. Ich bin allen Beteiligten unendlich dankbar für die Offenheit und das Engagement", lobt Schmidt, die ein durchweg positives Fazit zieht: "Diese Treffen zeigen: Wenn Generationen sich begegnen, entsteht etwas, das bleibt - gemeinsame Erinnerungen, die verbinden."