Eine Seniorin sitzt in einem Wohnraumraum auf ihrem Krankenbett. Vor ihr kniet eine junge Pflegerin und hantiert an ihren Füßen. / Foto: Harald Westbeld

Caritas in NRW – AKTUELL

3/2018

Die ambulanten Pflegedienste in Nordrhein-Westfalen klagen über einen akuten Personalnotstand. Derzeit müssten Pflegebedürftige abgewiesen werden, erklärte der Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege, Christian Heine-Göttelmann, in Düsseldorf. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

20 Jahre Aktion Lichtblicke

Ein kleiner Junge sitzt auf dem Boden einer Holzterasse und blickt in die Kamera. Im Hintergrund sitzt ein kleines Mädchen auf einer rot-weißen Schaukel.

Ein kleiner Junge sitzt auf dem Boden einer Holzterasse und blickt in die Kamera. Im Hintergrund sitzt ein kleines Mädchen auf einer rot-weißen Schaukel.

Es war und ist ein ungewöhnliches Bündnis: die 45 kommerziellen Lokalradios in NRW, das „Mantelprogramm“ radio NRW, der Verband Lokaler Rundfunk (VLR) zusammen mit den konfessionellen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie. Sie stemmen gemeinsam die Aktion Lichtblicke – seit nunmehr 20 Jahren. mehr

Kommentar

Grandioser Erfolg

Porträt: Markus Lahrmann / Andre Zelck

Porträt: Markus Lahrmann / Andre Zelck

In diesem Jahr freut sich die Aktion Lichtblicke über ihr 20-jähriges Bestehen. In den letzten zwei Jahrzehnten sind über 50 Millionen Euro an Spenden zusammengekommen, über 45000 Anträge auf Hilfe konnten bewilligt und über 180000 Kindern und Jugendlichen aus NRW konnte mit diesen Geldern geholfen worden. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Online-Petition für gute OGS

Postkarte zur OGS-Kampagne der LAG FW NRW mit dem Motto "Wir bleiben dran! Wir fordern ein Rettungspaket für den Offenen Ganztag!" / LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW

Postkarte zur OGS-Kampagne der LAG FW NRW mit dem Motto "Wir bleiben dran! Wir fordern ein Rettungspaket für den Offenen Ganztag!" / LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW

Vor einem Jahr zogen 2500 Schüler, Eltern und Betreuungskräfte vor den Landtag und forderten: „Gute OGS darf keine Glückssache sein!“ Ein Jahr später haben die Wohlfahrtsverbände eine Online-Petition gestartet– denn kaum etwas hat sich verbessert. mehr

Kommentar

Rechtsanspruch auf Bildung muss her

Porträt: Sabine Depew / Nicole Cronauge

Porträt: Sabine Depew / Nicole Cronauge

Die Offenen Ganztagsschulen haben sich zu einem wichtigen Bildungs-, Betreuungs-und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler in ganz Nordrhein-Westfalen entwickelt. Doch die gesetzlichen Grundlagen (und die Finanzierung) sind mau. mehr

Kurzmeldungen – Oktober 2018

#EineMillionSterne

Am Vorabend des von Papst Franziskus ausgerufenen Welttags der Armen findet die bundesweite Solidaritätsaktion "Eine Million Sterne" statt. Caritas international lädt Caritasverbände, Einrichtungen, Dienste und Pfarrgemeinden ein, ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe zu setzen. Bundesweit erstrahlen dann öffentliche Plätze im Licht von Kerzen. Passend zum Thema "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" stellt Caritas international Projekte der Caritas Ukraine in den Fokus. Sie bieten Hilfe für extrem gefährdete Kinder und Jugendliche, die am Rande der Gesellschaft leben.

Die Aktionen finden am 17. November 2018 statt.

www.einemillionsterne.de

Familiennachzug erlauben

Scharfe Kritik an der Neuregelung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte hat Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes des Erzbistums Paderborn, Domkapitular Dr. Thomas Witt geübt. Das Ergebnis des „hitzigen Gesetzgebungsverfahrens“ werde dem Grund- und Menschenrecht auf Familie nicht gerecht und sei „in menschlicher Hinsicht nicht vertretbar“, sagte er.

Digitalstrategie

Mit einem Positionspapier „Sozial braucht digital“ hat sich die Caritas in NRW an der Online-Diskussion zur Digitalstrategie der NRW-Landesregierung  beteiligt.  Die Caritas plädiert dafür,  sozial benachteiligte Menschen an digitaler Bildung und den Chancen in der digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt teilhaben zu lassen, ethische Fragen beim Einsatz von KI stärker zu berücksichtigen und die Digitalisierung der Sozialwirtschaft zu fördern.

Das Positionspapier finden Sie hier.

www.digitalstrategie.nrw

Austausch mit CDU-Fraktion

Gruppenfoto mit drei Diözesan-Caritasdirektoren aus NRW und zwei Vertretern der CDU-Landtagsfraktion NRW, die in einem Besprechungsraum um einen Tisch sitzenDas „Mega-Thema“ Wohnraummangel, Chancen und Risiken der Digitalisierung in der sozialen Arbeit und die Frage der sogenannten Globaldotation für die Wohlfahrtsverbände waren die Kernthemen. Letztere Frage sei für den Landeshaushalt 2019 gelöst, so Bodo Löttgen (r.), Chef der CDU-Landtagsfraktion NRW, beim Gespräch mit den Diözesan-Caritasdirektoren Heinz-Josef Kessmann (Münster), Dr. Frank Joh. Hensel (Köln), Burkard Schröders (Aachen). Der sozialpolitische Sprecher der CDU, Peter Preuß (2. v. l.), verwies auf die Gundstücksknappheit in den Ballungsräumen als größtem Hindernis für den Wohnungsbau. Beim Thema „Digitalisierung der sozialen Arbeit“ erläuterten die Caritasdirektoren die sich ändernde Beratungsarbeit, klagten über zu häufig noch fehlende Ausstattung und warnten vor den Risiken einer Plattform-Ökonomie. Auch ethische Fragen beim Verhältnis Mensch – Maschine seien stärker zu diskutieren, so die einhellige Überzeugung beim Meinungsaustausch.

Zukunft der OGS

Gruppenfoto mit Vertreter/innen der Caritas in NRW und der SPD-Landtagsfraktion NRW vor einer roten Stellwand der SPDEs geht um die „Bildungskette“ – gerade die Benachteiligten können viel mehr Unterstützung brauchen. Die Caritas in NRW sucht Verbündete unter den politischen Kräften, die im Offenen Ganztag (OGS) mehr sehen als nur ein billiges Betreuungsangebot. Ein Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz für jedes Kind würde die soziale Streuung mindern, Standards müssten das Angebot verbessern, die Re-Finanzierung muss auf andere Füße gestellt werden. Die Fachdiskussionen wiederholen sich (auch hier viel Einigkeit zwischen SPD und Caritasdirektoren) – doch politisch kommt die OGS bisher nicht voran. Unter den jetzigen Bedingungen – so die Träger – kann die Qualität der pädagogischen Arbeit nicht in einer Weise gewährleistet werden, wie es unter fachlichen Gesichtspunkten erforderlich ist. Paul Krane-Naumann (DiCV Paderborn)- Eva-Maria Voigt-Küppers (stellv. Fraktionsvorsitzende), Dennis Maelzer (Sprecher für Familie, Kinder und Jugend), Thomas Kutschaty (SPD-Fraktionschef), Jochen Ott (schulpolitischer Sprecher), Heinz-Josef Kessmann (DiCV Münster), Sabine Depew (DiCV Essen), Dr. Frank Joh. Hensel (DiCV Köln), Dagmar Hardt-Zumdick (DiCV Aachen).

Pflegeausbildung stärken

Vertreter/innen der Caritas in NRW und des MAGS NRW, die in Dortmund vor einer Mauer mit dem Schriftzug "Caritas Bernhard-März-Haus" stehenDie neue Pflegeausbildung ab 2020 schnell und qualitativ gut umsetzen und die Personalausstattung in der Pflege verbessern – das waren Kernthemen bei einem Gespräch zur Gesundheitspolitik zwischen Paderborns Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig und Staatssekretär Edmund Heller vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) sowie weiteren Verantwortlichen in Dortmund (Foto).

Eine „Riesenherausforderung“ für alle Beteiligten werde es sein, die neue Pflegeausbildung ab 2020 reibungslos und in guter Qualität umzusetzen, waren sich Lüttig und Heller einig. Das Land wolle die Pflegeschulen bei der Entwicklung neuer Lehrpläne und didaktischer Konzepte konkret unterstützen, sagte Heller. Die Fachseminare für Altenpflege fördere das Ministerium ab 2019  monatlich mit 380 Euro statt bisher 280 Euro pro Auszubildenden. Ein wichtiger Schritt, aber die Summe sei noch nicht ausreichend, so Brigitte von Germeten-Ortmann, Abteilungsleiterin Gesundheitshilfe beim Diözesan-Caritasverband Paderborn.

Caritas in NRW – AKTUELL 3/2018

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