Drei Frauen und ein Mann mit Rollator halten eine rote Karte hoch / Marie-Luise Schulze-Jansen

Caritas in NRW – AKTUELL

2/2018

Mit Entsetzen und Bestürzung hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Caritas-Werkstatträte auf eine Bundestagsanfrage der AfD zum Thema "Schwerbehinderte in Deutschland" reagiert. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Zusätzliche Ausbildungsplätze in der Pflege eingerichtet

Sieben Pflegeschülerinnen und ein Pflegeschüler stehen an zwei Krankenbetten und führen Übungen an zwei Puppen durch / Caritas

Sieben Pflegeschülerinnen und ein Pflegeschüler stehen an zwei Krankenbetten und führen Übungen an zwei Puppen durch / Caritas

Gute Nachrichten für alle, die einen Ausbildungsplatz suchen: Die katholischen Schulen für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege in Nordrhein-Westfalen werden kurzfristig ihre Ausbildungskapazitäten erhöhen, nachdem das Land NRW die Rahmenbedingungen geändert hat. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Junge Geflüchtete suchen einen Ausbildungsplatz

Zwei Männer arbeiten an einem Auto mit geöffneter Motorhaube / Birgit Betzelt

Zwei Männer arbeiten an einem Auto mit geöffneter Motorhaube / Birgit Betzelt

Vielen jungen Geflüchteten ist der Zugang zu Arbeit und Qualifizierung noch verschlossen. Ende Mai suchten NRW-weit 4266 von ihnen einen Ausbildungsplatz. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Gespräch über Sozialthemen

Vetreter/innen der Grünen-Fraktion NRW und Caritas in NRW sitzen in einem Sitzungsraum des Düsseldorfer Landtags an einem runden Tisch und reden miteinander / Markus Lahrmann

Vetreter/innen der Grünen-Fraktion NRW und Caritas in NRW sitzen in einem Sitzungsraum des Düsseldorfer Landtags an einem runden Tisch und reden miteinander / Markus Lahrmann

Wie können die Kitas auskömmlich finanziert werden und gleichzeitig die Qualität der Betreuung und Bildung gesichert werden? – Das war eines der Themen beim Gespräch der Grünen-Fraktion NRW mit Diözesan-Caritasdirektoren. mehr

LfM-Hörfunkpreis

Wohlfahrtspflege lobt Sozialpreis aus

Logo der Landesanstalt für Medien NRW (LfM NRW)

Logo der Landesanstalt für Medien NRW (LfM NRW)

Die Lokalradios sind mit ihren Beiträgen stets ganz nah am Hörer. Zum zweiten Mal würdigt die Freie Wohlfahrtspflege NRW würdigt die Berichterstattung zu sozialen Themen in den Lokalsendern mit einem „Sozialpreis NRW“ im Rahmen des LfM-Hörfunkpreises. mehr

Kurzmeldungen – Juli 2018

Flüchtlingskinder auf Ferienfreizeiten mitnehmen

Viele Kinder und Jugendliche mit Flucht​erfahrungen leiden unter ihren oft traumatisierenden Erlebnissen. Gemeinschaftliche Ferienfahrten mit deutschen Kindern können ihnen da helfen und vor allem auch die Integration fördern. Doch dem stehen ausländerrechtliche Hürden entgegen, wenn die Ziele in anderen Bundesländern oder im Ausland liegen. Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge ruft die Ausländerbehörden dazu auf, hier ihre Möglichkeiten der Ermessensentscheidungen zu nutzen.

Haben die Kinder nur eine Duldung, ist eine Reise ins Ausland erst einmal unmöglich, da die Wiedereinreise mit diesem Aufenthaltsstatus nicht erlaubt wäre. Zudem schränkt die häufig verhängte Residenzpflicht die Bewegungsfreiheit nur auf eine Kommune oder einen Landkreis ein.

In beiden Situationen können aber Ausnahmeregelungen angewandt werden. Beispielsweise kann eine Duldung von der Ausländerbehörde aus dringenden humanitären oder persönlichen Gründen durch eine kurzfristige Aufenthaltserlaubnis für den Zeitraum der Reise aufgehoben werden.

Bildungswerk setzt auf eLearning

Das Caritas Bildungswerk Ahaus ist für seine Online-Lernplattform für angehende Altenpflegerinnen und Altenpfleger ausgezeichnet worden. Verliehen wurde der „eLearning Award 2018“ durch eine Jury des eLearning Journals bereits im Februar auf der Bildungsmesse didacta in Hannover.

Auch beim Ideenwettbewerb zur Digitalisierung, den der Diözesan-Caritasverband Münster initiiert hatte, gewann die Lernplattform. Den ersten Preis in Höhe von 15.000 Euro überreichte Münsters Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann. Das Caritas Bildungswerk Ahaus betreibt allein acht Bildungszentren und staatlich anerkannte Fachseminare für Altenpflege.

www.caritas-bildungswerk.de

Eine Million Sterne

Am Samstag, dem 17.11.2018, findet die bundesweite Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ statt. Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, ruft an diesem Tag dazu auf, öffentliche Plätze in strahlende Lichtermeere zu verwandeln und gemeinsam ein Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen. Die Solidaritätsaktion wird an bis zu 100 unterschiedlichen Standorten von Caritasverbänden, Einrichtungen, Diensten und Pfarrgemeinden durchgeführt. Im Fokus der Aktion 2018 steht die Ukraine. Seit 2014, dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine, haben dort mehr als 2,5 Millionen Menschen ihr Zuhause verloren. Rund 1,6 Millionen von ihnen leben seither als Binnenflüchtlinge im eigenen Land.

www.einemillionsterne.de

Neues Präsidium bei den Vinzenz-Konferenzen

Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn, ist zum neuen Geistlichen Beirat der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands gewählt worden. Bei der Hauptratstagung in München wurde zudem Matthias Krieg (Paderborn), Geschäftsführer der Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn, zum Vizepräsidenten gewählt.

Die Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands (VKD) ist ein Fachverband im Deutschen Caritasverband und umfasst 160 Konferenzen und Helfergruppen. Als Generalsekretär neu gewählt wurde Burkhard Hölzer aus Solingen, der Anfang Dezember 2018 Reiner Klaes ablöst, der in den Ruhestand geht.

www.vinzenz-konferenzen.de

Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung gefordert

Der Aachener Diözesan-Caritasdirektor Burkard Schröders hat die Politik aufgefordert, einen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung unabhängig vom Einkommen der Betroffenen gesetzlich zu verankern. Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland sei seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen. Es seien mehr als 6,9 Millionen Menschen überschuldet oder hätten nachhaltige Zahlungsprobleme. Schröders sprach von einem alarmierenden Trend. Die Probleme beträfen Menschen unabhängig von ihrem Einkommen. Neben finanziellen Schwierigkeiten seien oft soziale Probleme für überschuldete Menschen die Folge. Schuldnerberatung trage dazu bei, dass überschuldete Menschen wieder das Heft des Handelns in die Hand bekämen.

Schwerbehinderte Fachkräfte ohne Chance

Sie sind engagiert, hochqualifiziert und dennoch arbeitslos: Knapp 60 Prozent der rund 47000 schwerbehinderten Arbeitslosen in NRW könnte die Wirtschaft als Fachkräfte einsetzen. Doch vor allem private Arbeitgeber zahlen lieber eine Ausgleichsabgabe, als Stellen zu schaffen, kritisiert der Diözesan-Caritasverband Paderborn. „Die Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen muss verbessert werden“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig. Er bezog sich auf den Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege in NRW.

Darin belegen die Autoren, dass arbeitslose Schwerbehinderte nicht im gleichen Maße von der positiven Gesamtentwicklung am Arbeitsmarkt profitieren wie nicht schwerbehinderte arbeitslose Menschen. Und das, obwohl sie im Schnitt besser qualifiziert sind als Arbeitslose ohne Schwerbehinderung. „Obwohl Deutschland schon vor neun Jahren die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat, die einen inklusiven Arbeitsmarkt verlangt, ist eine Schwerbehinderung noch immer ein gravierendes Vermittlungshindernis“, kritisierte Lüttig. Einerseits beklage die Wirtschaft, keine qualifizierten Fachkräfte auf dem Bewerbermarkt zu finden. Andererseits nutzten vor allem private Unternehmen das Potenzial von Menschen mit Behinderungen nicht und zahlten stattdessen lieber eine Ausgleichsabgabe. Denn ab einer Größe von 20 Arbeitsplätzen ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, wenigstens fünf Prozent seiner Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen oder eine Ausgleichsabgabe zu zahlen.

Ausgleichsabgabe erhöhen

Der Arbeitslosenreport weist nach, dass private Arbeitgeber 2016 mehr als ein Viertel dieser sogenannten Pflichtarbeitsplätze unbesetzt ließen. Von insgesamt 204000 Pflichtarbeitsplätzen blieben 54000 Stellen offen. Sollte zukünftig keine deutliche Verbesserung bei der Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen auf Seiten der Arbeitgeber erkennbar sein, fordert die Freie Wohlfahrtspflege dazu auf, ernsthaft über die Höhe der „Ausgleichsabgabe“ nachzudenken und damit zusätzliche Beratung für Unternehmen zu finanzieren.

Caritas in NRW – AKTUELL 2/2018

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