Porträt: Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der auf dem CiNW-Europaforum vor einem Roll-up steht / Markus Lahrmann

Caritas in NRW – AKTUELL

Europaforum

Der Präsident der europäischen Bischofskonferenzen (COMECE), Luxemburgs Erzbischof Jean-Claude Hollerich, und der ehemalige EU-Parlaments-Präsident Klaus Hänsch forderten mehr Einmischung der Caritas in die europäische Politik. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Ehrung für Sammlerinen und Sammler

Ein Gruppenfoto mit vier Schüler/innen der kath. Grundschule am Buschweg in Pulheim und Vertreter/innen der Aktion Lichtblicke. Eine Schülerin hält einen Scheck in deb Händen. / Foto: Markus Lahrmann

Ein Gruppenfoto mit vier Schüler/innen der kath. Grundschule am Buschweg in Pulheim und Vertreter/innen der Aktion Lichtblicke. Eine Schülerin hält einen Scheck in deb Händen. / Foto: Markus Lahrmann

„Polar-Soccer“ aus Essen, Landwirte aus Borken, Rotarier, die mit ihrer Aktion „Sternstrahlen“ sammeln, Auto-Tuner aus Siegen, Abenteurer aus Emsdetten, die auf einem Bulli-Dach über die Ems bis zur Nordsee geschippert sind, dazu Kinder, die musizieren, Grundschüler, die mit dem Sponsorenlauf Geld sammeln ... mehr

Kommentar

Neue Chancen für Langzeitarbeitslose

Porträt: Heinrich Westerbarkey

Porträt: Heinrich Westerbarkey

Das neue Teilhabechancengesetz sollte Perspektiven und Verbesserungen für Langzeitarbeitslose bringen. Einige Korrekturen und Ergänzungen auf den letzten Metern haben den Gesetzentwurf verbessert. Jetzt hat der Bundestag das Gesetz beschlossen. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Wie Innovationen die soziale Arbeit verändern können

Eine Frau aus dem Publikum des Barcamps Soziale Arbeit am 25. und 26.10.2018 in Siegburg steht vor ihrem Stuhl und hält ein Mikrofon in der Hand. / Marco Eschenbach

Eine Frau aus dem Publikum des Barcamps Soziale Arbeit am 25. und 26.10.2018 in Siegburg steht vor ihrem Stuhl und hält ein Mikrofon in der Hand. / Marco Eschenbach

Von Robotik über Entrepreneurship bis Sharing Economy: Gerade sozial braucht in Zukunft auch digital. Wie das aussehen kann, zeigte das dritte Sozialcamp der Diözesan-Caritasverbände. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

"Welten treffen aufeinander"

Logo des ESF-Projekts "win-win für Alle!"

Logo des ESF-Projekts "win-win für Alle!"

Mit Entwicklungen in der Ehrenamtskoordination am Beispiel der Geflüchtetenhilfe befassten sich die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens Ehrenamtskoordination. Das Netzwerktreffen resultiert aus dem NRW-weiten Projekt "win-win" der Caritas in NRW. mehr

Kurzmeldungen – Dezember 2018

Mit Licht gemalt

Die Weihnachtsmarke 2018, die auf einer Staffelei in der Mainzer Stephanskirche vorgestellt wurde. Das Motiv zeigt ein in blauen Farben gehaltenes Kirchenfenster von Marc Chagall aus dieser Kirche.Sascha Kopp/Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.

So einfach es klingt, so einfach ist es tatsächlich auch. Mit Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken leistet jeder verschickte Brief und jede versendete Postkarte einen Beitrag zur Unterstützung sozialer Projekte und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege.

Das Motiv der diesjährigen Weihnachtsbriefmarke ist ein Ausschnitt aus den von Marc Chagall geschaffenen Kirchenfenstern von St. Stephan in Mainz. Nach der völligen Zerstörung im 2. Weltkrieg und dem folgenden Wiederaufbau wurde St. Stephan zu einem Symbol christlich-jüdischer und deutsch-französischer Versöhnung. Der in Russland geborene, im Krieg vor den Deutschen geflohene und schließlich in Frankreich lebende jüdische Künstler Marc Chagall gestaltete dort von 1976 bis 1985 neun künstlerisch wie theologisch einmalige Kirchenfenster. Sie tauchen die Kirche in ein ruhiges, geheimnisvolles blaues Licht.

Die Gesamtkonzeption führt auf die drei Fenster hinter dem Altar hin, die von Gottes liebender Zuwendung zum Menschen erzählen. In beeindruckender Weise sind hier Szenen des Alten und des Neuen Testaments miteinander verwoben, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass der Glaube an den einen Gott Juden und Christen unlösbar miteinander verbindet.

Die Kirchenfenster sind in ihrer künstlerischen Ausgestaltung ein Bild der Versöhnung zwischen Gott und Menschen wie auch der Versöhnung der Menschen untereinander.

An dieses Bild anknüpfend  wünscht die Redaktion allen Leserinnen und Lesern ein friedvolles Weihnachtsfest und ein frohes Jahr 2019!

Protestbündnis für bezahlbaren Wohnraum

Derzeit formiert sich ein breites Protestbündnis aus Sozialverbänden, Gewerkschaften und Deutschem Mieterbund NRW. Geplant ist eine landesweite Kampagne zum Erhalt von bezahlbarem Wohnraum und zum Schutz von Mieterrechten. Auch die Caritas in NRW beteiligt sich, nachdem sie bereits das ganze Jahr 2018 über unter dem Motto "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" das Thema öffentlich diskutiert hat.

Denn Verfügbarkeit und Schutz angemessenen Wohnraums sind das Recht eines jeden Menschen. In NRW sind die Mieten in den letzten Jahren in nahezu fast allen Regionen gestiegen – nicht nur in den Großstädten. Für Menschen in mittleren und unteren Einkommensgruppen wird es deshalb immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Mitte Januar will das Aktionsbündnis konkrete Forderungen veröffentlichen. Neben Informations- und Diskussionsveranstaltungen auf politischer Ebene will das Bündnis vor allem in den nachgefragten Städten mit Aktionen vor Ort die breite Öffentlichkeit auf das Problem der Wohnraumversorgung aufmerksam machen.

#ZuhauseFuerjeden

Caritas: Asylstufenplan nachbessern

Einen Namen gibt es noch nicht für sie. Sicher ist nur, dass die geplanten zentralen Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen nicht wie in Bayern "Ankerzentren" heißen sollen. Auch sind die im Entwurf des Asylstufenplans dafür vorgesehenen Regelungen eine "Lightversion" der süddeutschen Zentren. Doch der Ansatz bleibt für die Caritas falsch: "Es geht zunehmend um Abschreckung statt Integration", wirft der münstersche Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann der Politik vor. Kessmann stellte auf einer Diskussionsveranstaltung klar, dass sein Verband zentrale Unterbringungseinrichtungen ablehnt: "Als Caritas dürfen wir keine Kompromisse machen bezüglich der Menschen, die zu uns kommen." Zum Asylstufenplan gebe es viele Fragen, und es müsse an diesem Gesetz noch gearbeitet werden. Generell müsse wieder mehr über Chancen geredet und nicht mit ängstlicher Abschottung reagiert werden.

Höhere Folgekosten befürchtet

Dabei sei Nordrhein-Westfalen bislang in der Integrationspolitik auf einem guten Weg gewesen, stellte Andreas Johnson, Vorstand AWO Mittelrhein, für die Freie Wohlfahrtspflege NRW fest. Flüchtlinge künftig zunächst zentral unterzubringen und bei unsicherer Bleibeperspektive oder ablehnendem Bescheid dort zu behalten, solle den Kommunen Kosten sparen. "Ich bezweifle allerdings die Entlastung", sagte Johnson. Würden Menschen zwei Jahre zentral und ohne Perspektive untergebracht und erst dann an die Kommunen überwiesen, sei mit höheren Folgekosten infolge psychischer Erkrankungen zu rechnen. Das könne in vielen Fällen geschehen, weil sich mittlerweile 40 Prozent der Entscheidungen des BAMF als rechtswidrig erwiesen.

Johnson und Heinz-Josef Kessmann forderten die Politik auf, sich "nicht immer weiter zum Büttel der Rechtspopulisten zu machen". Es gebe eine große, wenn auch stille Mehrheit, die Einwanderung begrüße. Weiterhin engagierten sich rund acht Millionen Bürger ehrenamtlich für Flüchtlinge, und das seien mehr, als die AfD bei der Bundestagswahl Stimmen bekommen habe.

Kerzen bekunden Solidarität

Eine große Zahl von Kerzen, die im Rahmen der Aktion "Ein Million Sterne" auf dem Lamberti-Kirchplatz in Münster entzündet wurden. Auch sind eine Menschenmenge und die historischen Fassaden zu sehenHarald Westbeld

Tausende Kerzen leuchteten Mitte November als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Angezündet wurden sie im Rahmen der Aktion "Eine Million Sterne" von Caritas international. Unter dem Motto der Caritas-Jahreskampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" wurden dabei Spenden für vom Bürgerkrieg betroffene Kinder und Jugendliche und für lokale Hilfsprojekte gesammelt. Aufgrund des Krieges haben 2,5 Millionen Menschen ihr Zuhause verloren mit Folgen vor allem für Kinder und Jugendliche. Die Caritas dort will ihnen bessere Lebensperspektiven eröffnen mit Hausaufgabenhilfen sowie medizinischer und psychosozialer Betreuung.

www.einemillionsterne.de

Auf Obdachlose achten

Mit Blick auf die kalte Jahreszeit ruft der Caritasverband für das Erzbistum Köln zu besonderer Achtsamkeit für Obdachlose auf. "Wer hilflose Menschen bei Eis und Schnee beobachtet, kann sich bei der Kölner Winterhilfe melden", teilte der katholische Wohlfahrtsverband mit. Diese ist unter Tel. (02 21) 47 45 55 45 über eine 24-Stunden-Hotline erreichbar. "Wir alle sind aufgefordert, genau hinzusehen, und müssen dafür sorgen, dass in den kalten Nächten niemand  erfriert",  sagte  der  Leiter  der  Abteilung  Gefährdetenhilfe  im  Diözesan-Caritasverband, Andreas Sellner. In der Domstadt gebe es für Obdachlose im Rahmen der traditionellen Winterhilfe 170 zusätzliche Notschlafstellen, hieß es.

Hilfe für bedürftige Syrer

Für die Ausstattung einer medizinischen Ambulanz im syrischen Kamischli haben der Diözesan-Caritasverband und die Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn 20.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld dient der Anschaffung eines mobilen Röntgengeräts sowie der Einrichtung eines kleinen Labors. Die Ambulanz, die bedürftigen Menschen kostenlose medizinische Hilfe anbietet, war 2017 mit Unterstützung des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn deutlich erweitert worden und wird seitdem auch bei den laufenden Kosten für Personal und Medikamente unterstützt.

Ausgezeichnete Reporterleistung

Christian Heine-Göttelmann (Vorsitzender der LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW) und Matthias Scherff (Dortmunder Lokalradio 91,2) stehen zusammen. Matthias Scherff hält seine Preis in der Hand. Landesanstalt für Medien NRW

Matthias Scherff (re.) vom Dortmunder Lokalradio 91,2 hat den Sozialpreis beim LfM-Hörfunkpreis gewonnen. Ausgezeichnet wurde sein Beitrag "Obdachlose und die Kälte", der im März ausgestrahlt worden war. "Sie haben ein schwieriges Thema angefasst, neue Informationen recherchiert und gute O-Töne eingeholt", würdigte ihn Christian Heine-Göttelmann, Vorsitzender der LAG Freie Wohlfahrtspflege, die den Preis gestiftet hat. Der Reporter Scherff habe selbst mit den Menschen gesprochen, über die sonst nur gesprochen werde. "Sein Radiobeitrag kratzt nicht an der Oberfläche, sondern ermöglicht einen tieferen Einblick und spricht Mißstände an", so Heine-Göttelmann. Das sei eine ausgezeichnete Reporterleistung.

Mittlerweile habe die Stadt auf die Problematik der Obdachlosen reagiert, sagte Scherff bei der Preisverleihung in Düsseldorf. "Die Berichterstattung hat die Kritik von Obdachlosen und von freien Initiativen im Sinne der Betroffenen anwaltlich aufgenommen", so der Journalist.

Die Freie Wohlfahrtspflege NRW hatte den "Sozialpreis NRW" im Rahmen des Hörfunkpreises der Landesanstalt für Medien (LfM) gestiftet, um Hörfunkbeiträge zu sozialen Themen im Lokalradio besonders auszuzeichnen. Eine Jury hatte drei Beiträge nominiert: "Selbsthilfe hat Stimme" von Christina Hüllweg für Radio Hochstift, "1. Dezember: Welt-Aids-Tag" von Marcel Kleer für Radio Essen und den letztendlichen Gewinnerbeitrag von Matthias Scherff.

"Als Freie Wohlfahrtspflege freuen wir uns, dass der Sozialpreis zunehmend Resonanz findet", erklärte Christian Heine-Göttelmann, der auch Vorsitzender der Sozialpreis-Jury war. "Die nominierten Beiträge zeichnen sich durch hohe Qualität aus." Soziale Themen seien Lebensthemen für alle Bürger.

Verleihung des Sozialpreises NRW am 30. November 2018

Caritas in NRW – AKTUELL 4/2018

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