Zusammen geht was
Das Keyvisual der Kampagne zeigt ein Paar Schuhe – einen großen und einen kleinen Schuh. Es steht für den gemeinsamen Weg von Jung und Alt, für Perspektivwechsel und Solidarität. „Before you judge, try walking a mile in his shoes“ – dieser Gedanke prägt die Kampagne.Grafik: Deutscher Caritasverband
Deutschland erlebt eine demografische Zeitenwende: Mehr Menschen feiern ihren 60. Geburtstag, als Kinder geboren werden. Die Alterung der Gesellschaft stellt soziale Sicherungssysteme, Pflege und Arbeitsmarkt vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig wächst das Risiko von Generationenkonflikten - etwa in der Renten- oder Klimadebatte. Die Caritas setzt hier bewusst auf Dialog und Solidarität: "Nur zusammen geht Zukunft", heißt es im Agendapapier. Alt und Jung sollen nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gemeinsam gestärkt werden.
Die zentralen Themen der Kampagne
Die Caritas benennt acht Handlungsfelder, die für Generationengerechtigkeit entscheidend sind:
- Demografischer Wandel
Die Alterung der Gesellschaft erfordert neue Konzepte für Arbeit, Rente und Pflege. Die Caritas fordert Rahmenbedingungen, die ältere Menschen aktiv einbinden - als Arbeitskräfte, als Engagierte und als Teil einer sorgenden Gemeinschaft.
- Generationengerechtigkeit
Jede Generation hat Anspruch auf faire Chancen. Politische Entscheidungen müssen die Balance zwischen den Bedürfnissen heute lebender und künftiger Generationen wahren. Klimaschutz und soziale Sicherheit gehören zusammen.
- Armuts- und Bildungsfragen
Kinder aus einkommensarmen Familien haben schlechtere Startchancen. Die Caritas fordert gleiche Bildungschancen von Anfang an, frühe Hilfen und eine starke soziale Infrastruktur, um den Kreislauf der Benachteiligung zu durchbrechen.
- Familie
Familien sind Orte generationenübergreifender Verantwortung. Die Caritas setzt sich für verlässliche Betreuungsangebote, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowie eine Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe ein.
- Pflege
Die Pflege steht vor einer doppelten Herausforderung: steigende Bedarfe und Fachkräftemangel. Die Caritas fordert eine nachhaltige Reform der Pflegeversicherung, bessere Unterstützung für häusliche Pflege und schnellere Anerkennung ausländischer Fachkräfte.
- Digitalisierung
Digitale Teilhabe ist gesellschaftliche Teilhabe. Die Caritas will digitale Angebote altersgerecht und barrierefrei gestalten und fordert ein "Recht auf analog", um niemanden auszuschließen.
- Klimaschutz
Klimasozialpolitik muss Freiheitsrechte künftiger Generationen sichern. Die Caritas fordert sozial gerechten Klimaschutz, Ausbau des ÖPNV und krisenfeste soziale Infrastruktur.
- Internationale Verantwortung
Generationengerechtigkeit endet nicht an Landesgrenzen. Die Caritas setzt sich für humanitäre Hilfe, Familiennachzug und globale Solidarität ein - gerade angesichts von Klimawandel und Migration.
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| Grafiken: Deutscher Caritasverband | ||
Politische Botschaft
Die Kampagne ist mehr als ein Appell: Sie fordert konkrete Reformen - von der Pflegeversicherung über Bildungsangebote bis hin zur Klimapolitik. Ziel ist eine "zukunftsmutige und generationenverbindende Gesellschaft", in der Solidarität nicht an Altersgrenzen endet.



