Pilgern verbindet Generationen
Die Wanderstiefel schnüren kann man beim Caritas-Pilgerprojekt unter dem Motto "Zusammen geht was".Foto: Miriam Konietzny
Mit dem Pilgerprojekt wollen wir bundesweit zeigen, dass Gemeinschaft dort entsteht, wo Menschen sich Zeit füreinander nehmen und einander begegnen - unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation", sagt Virginia Grevsmühl-Oeftering, die die Jahreskampagne auf Bundesebene organisiert. "Pilgern ist dafür ein starkes Bild: Wir gehen gemeinsam, hören einander zu und erleben, was uns verbindet."
Pilgern ist dabei weit mehr als ein spirituelles Angebot. Es ist ein bewusst niedrigschwelliger Weg, der Generationen zusammenführt. Kinder aus Kitas, Familien, Berufstätige und ältere Menschen aus Pflegeeinrichtungen begegnen sich auf Augenhöhe. Caritas-Orte werden so zu lebendigen Treffpunkten, an denen Erfahrungen geteilt, Geschichten erzählt werden und gegenseitiges Verständnis gestärkt wird.
Ein zentrales Element des Projekts ist das bundesweit gespannte Netz zahlreicher Stempelstationen. Rund 50 Caritas-Einrichtungen beteiligen sich bereits deutschlandweit. Die dafür eingesetzten Pilgerstempel werden in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Paderborn hergestellt und können im Caritas-Onlineshop bestellt werden.
Pilgerausweis der St. Jakobus-Gesellschaft
Den passenden Camino-Pilgerausweis können Interessierte über die Kampagnenwebsite der Caritas direkt bei der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft bestellen. Er gilt auch für internationale Camino-Pilgerwege und ermöglicht den Zugang zu entsprechenden Pilgerherbergen. Zur Auswahl stehen Modelle für Einzelpilgerinnen und -pilger, für Paare sowie für Gruppen, etwa Familien, Freundeskreise oder generationenübergreifende Initiativen. So wird deutlich: Jede und jeder geht den eigenen Weg - und doch entsteht Gemeinschaft, wenn man ihn teilt.
Ein besonderes Zeichen setzt auch das Projekt "Sozialraum Bahnhof", das sich mit fast 30 Standorten deutschlandweit als Stempelstation an der Pilgeraktion beteiligt. "Bahnhöfe sind Orte, an denen sehr unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinandertreffen", sagt Dr. Anna-Maria Pedron, Koordinatorin des Projekts. "Dass diese Standorte Teil des Pilgerprojekts sind, zeigt: Caritas ist dort präsent, wo Menschen unterwegs sind - mitten im Alltag."
Mit dem Pilgerprojekt macht die Caritas deutlich: Generationenzusammenhalt wächst dort, wo Menschen sich gemeinsam auf den Weg machen - Schritt für Schritt und offen füreinander.
Link mit Infos: www.caritas.de/magazin/kampagne/caritas-verbindet-generationen/pilgerreise