Wohnungsnot bekämpfen
Foto: Markus Lahrmann
Soziale Gerechtigkeit beginnt beim Wohnen. Wer keine stabile Wohnung hat, kann weder Schulden abbauen noch am gesellschaftlichen Leben teilhaben", betonte Jentgens anlässlich des Tages der sozialen Gerechtigkeit. Die Caritas fürchtet, dass Wohnungsnot für noch mehr Menschen zur sozialen Falle werden könnte, wenn nicht konsequent gehandelt wird.
"Wohnen ist ein Menschenrecht. Für viele der Klientinnen und Klienten der Schuldnerberatungen ist es längst zu einem kaum lösbaren Problem geworden", unterstreicht Roman Schlag, Fachreferent für Schuldnerberatung beim Caritasverband für das Bistum Aachen. Besonders Menschen, die von Überschuldung betroffen seien, hätten immer schlechtere Chancen auf dem Wohnungsmarkt. "Hohe Mietpreise, niedrige Einkommensgrenzen und zunehmend strenge Auswahlkriterien führen dazu, dass selbst finanziell entlastende Schritte oft nicht ausreichen, um eine Wohnung zu finden", so Schlag weiter.
Der Caritasverband für das Bistum Aachen fordert daher mehr öffentlich geförderten und sozial gebundenen Wohnraum, eine deutliche Beschleunigung von Bau- und Genehmigungsverfahren, mehr Hilfsangebote für überschuldete Menschen, um Vermietern Sicherheit zu geben, sowie eine stärkere Regulierung von Mietsteigerungen in angespannten Wohnlagen.
