Innovationen im Rampenlicht
Am 20. Mai 2026 hieß es bereits zum zweiten Mal "What’s Up?!" für engagierte Experten in der Arbeitsmarktintegration. Über 40 Teilnehmende, diesmal nicht nur aus NRW sondern aus dem gesamten Bundesgebiet kamen digital zusammen, um innovative Praxisansätze sichtbar zu machen und den fachlichen Austausch zu fördern.
Eingeführt wurde die Veranstaltung durch den Paderborner Diözesan-Caritasdirektor Ralf Nolte, der das Thema Integration durch Arbeit sozialpolitisch für die Caritas in NRW vertritt. In seiner Begrüßung unterstrich er die Bedeutung dieses Formats als Impulsgeber für die Vernetzung und Weiterentwicklung innerhalb der Arbeitsmarktintegration. Er berichtete von seinen Besuchen bei Projekten und den Begegnungen mit Teilnehmenden in Programmen zur Arbeitsmarktintegration. Menschen fühlten sich dort wieder gesehen, wertvoll und angenommen, so Nolte, und damit stabilisiere sich ihr Leben. Nicht selten gelinge sogar die Integration in den Ersten Arbeitsmarkt.
Vielfältige Impulse für die Praxis
Das Ziel bei diesem Veranstaltungsformat ist klar: Die oft im Verborgenen stattfindende, innovative Arbeit der Caritas-Einrichtungen soll eine Bühne erhalten. In verschiedenen Blöcken wurden fünf wegweisende Projekte vorgestellt:
- Seitenwechsel! (Kellerladen e. V., Köln): Ein analog-digitales Kompetenzlabor, das Jugendlichen hilft, ihre Talente zu entdecken und den Weg in die Ausbildung zu ebnen.
- AMELIA (SkF Langenfeld): Ein Projekt, das Frauen in schwierigen Lebenslagen durch soziale Stabilisierung und beschäftigungsbezogene Perspektiven unterstützt.
- ChancenRaum (Caritasverband Düsseldorf): Ein ganzheitlicher Ansatz, der Familien durch Beratung und aufsuchende Arbeit stärkt, um die Teilhabechancen von Kindern nachhaltig zu verbessern.
- RESTART (Caritas Witten): Ein Qualifizierungsprogramm, das Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gezielt auf den (Wieder-)Einstieg in die Pflegebranche vorbereitet.
- Netzwerk Rollentausch (KMFV München): Als "Gastbeitrag" aus Bayern wurde gezeigt, wie Arbeitstherapie durch die Reparatur von Koffern ("Reparieren statt wegwerfen") Selbstwirksamkeit vermittelt.
Vernetzung über den Tag hinaus
Neben den Präsentationen boten Q&A-Runden Raum für Fragen und Diskussionen. Die Resonanz der Teilnehmenden verdeutlichte, wie wertvoll dieser "Blick über den Tellerrand" für die tägliche Arbeit in der Beschäftigungsförderung und Jugendberufshilfe ist.

