Düsseldorf/Köln - Die Caritas in Nordrhein-Westfalen verurteilt den Brandanschlag auf die Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal auf das Schärfste. Am Donnerstag war an einem Nebeneingang des Gebäudes ein Feuer gelegt worden. Die Flammen konnten von Mitgliedern der Gemeinde rasch gelöscht werden. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest; der Staatsschutz ermittelt.
"Wir sind erschüttert über diesen Anschlag und stehen solidarisch an der Seite unserer jüdischen Kolleginnen und Kollegen sowie aller Menschen jüdischen Glaubens", erklärt Dr. Frank Johannes Hensel, Sprecher der nordrhein-westfälischen Diözesan-Caritasdirektoren. "Jüdisches Leben gehört selbstverständlich und sichtbar in die Mitte unserer Gesellschaft. Wer eine Synagoge angreift, greift nicht nur ein Gebäude an. Er greift Menschen in ihrem Glauben, ihrer Freiheit und ihrer Würde an."
Der Anschlag wolle damit die Grundlagen eines friedlichen und vielfältigen Zusammenlebens treffen. "Gotteshäuser und Orte des Glaubens und der Religion sind Orte, an denen Menschen Gemeinschaft erfahren, Hoffnung schöpfen und ihrem Glauben Ausdruck geben. Anschläge auf diese Orte sind Anschläge auf alle", so Hensel. "Wir dürfen nicht zulassen, dass jüdische Menschen in unserem Land Angst haben müssen, ihren Glauben sichtbar zu leben."
Die Caritas in NRW verbindet ihre Solidarität mit der klaren Forderung, Antisemitismus und jeder Form von religiös motiviertem Hass entschieden entgegenzutreten. "Unsere Gesellschaft muss gerade jetzt zeigen, dass sie zusammensteht. Wir lassen nicht zu, dass Hass und Gewalt darüber bestimmen, wer sich in unserem Land sicher fühlen darf", betont Hensel.
Die Caritas in NRW ist in der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege seit vielen Jahren eng mit jüdischen Gemeinden und Verbänden verbunden und setzt sich für ein friedliches, respektvolles und solidarisches Zusammenleben ein.