Stabile Ehrensamtquote
Mehr als jede zweite volljährige Person in NRW engagiert sich ehrenamtlich: Die Engagementquote liegt 2026 bei 53 Prozent. Gleichzeitig investieren Ehrenamtliche mit durchschnittlich 224 Stunden pro Jahr deutlich mehr Zeit als noch 2024, wodurch der wirtschaftliche Wert des Ehrenamts auf rund 24,5 Milliarden Euro steigt. Der neue EhrenamtAtlas 2026 von WestLotto zeigt jedoch auch, dass Bürokratie, Personalmangel und fehlende finanzielle Mittel das Engagement zunehmend erschweren.
Der EhrenamtAtlas NRW 2026 von WestLotto basiert auf einer repräsentativen forsa-Befragung von 10683 Menschen in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens. Die Ergebnisse zeigen: Das Ehrenamt bleibt ein tragender Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Gleichzeitig werden die Herausforderungen deutlicher sichtbar. Ehrenamtliche nennen vor allem Personalmangel, bürokratische Hürden, mangelnde Digitalisierung, fehlende Zeitressourcen und unzureichende finanzielle Mittel als zentrale Belastungsfaktoren. Ehrenamtsforscherin Prof. Dr. Andrea Walter von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW hat die Erstellung des EhrenamtAtlas NRW 2026 erneut wissenschaftlich begleitet. Laut ihrer Forschung sind finanzielle Hilfen für das Ehrenamt essenziell. "Leider sind Fördermöglichkeiten für das Ehrenamt oftmals unbekannt, oder das Antragsverfahren ist zu komplex. Dabei können schon kleine Summen wirklich helfen", sagt Walter.
Gerade Mikroförderungen, die mit möglichst geringem Aufwand beantragt werden können, sind besonders gefragt. Mit der neuen Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW gibt es eine neue Möglichkeit, ehrenamtliche Projekte unkompliziert finanziell zu unterstützen.
Franziska Lindfeld