Juli 2010

Caritas Aachen: Heftige Kritik an Kürzungen bei Familien

Aachen – Der Caritasverband für das Bistum Aachen hat beim Sparpaket der Bundesregierung besonders die Kürzungen für Familien kritisiert. „Was in der letzten Legislaturperiode noch als Teil nachhaltiger Familienpolitik gefeiert wurde, wird nun im Zuge der Bemühungen um die Konsolidierung des Bundeshaushaltes wieder eingeschränkt“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Burkard Schröders. Die Streichung des Elterngeldes treffe arme Familien gerade in der Phase des Familienaufbaus besonders hart.


Juli 2010

JobPerspektive vor dem Aus

Es war eines der erfolgreichsten Förderprogramme für Langzeitarbeitslose: Mit der „JobPerspektive“ haben allein in NRW rund 12 500 Betroffene einen Arbeitsplatz gefunden. Ermöglicht wurde dies durch Lohnkostenzuschüsse für die Dienstgeber. Nun steht die „JobPerspektive“ faktisch vor dem Aus. „Im laufenden Jahr hat die Bundesregierung die geplante und erforderliche Förderung gekappt“, kritisierte der Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege in NRW, Essens Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes. Von den ursprünglich angezielten 100 000 geförderten Stellen konnte erst knapp die Hälfte eingerichtet werden. Meiwes forderte die Politik auf, ihr Versprechen auch gegenüber Langzeitarbeitslosen zu halten. „Es ist mehr als ärgerlich, wenn jetzt aus koalitionstaktischen und parteipolitischen Gründen auf Bundesebene ein vor zwei Jahren allseits und überparteilich gefeiertes Programm praktisch eingefroren wird“, sagte er. Das zerstöre die Hoffnungen vieler Langzeitarbeitsloser auf eine sinnvolle Arbeit. Meiwes appellierte an das Bundesarbeitsministerium, das Programm wie ursprünglich geplant auszubauen, um weitere 50 000 Stellen zu schaffen und die bestehenden mit bis zu 75 Prozent der Lohnkosten zu fördern.


Juli 2010

Roma-Abschiebung stoppen

Münster – Solange es im Kosovo keinen angemessenen Schutz gibt, darf es keine Abschiebungen geben: „Eine Rückkehr in Sicherheit und Würde ist für die rund 10 000 Roma in Deutschland zurzeit ausgeschlossen“, erklärte Münsters Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann vor den Caritas-Flüchtlingsberatern in NRW auf ihrer Jahrestagung in Münster. Es müsse über eine Bleiberechtsregelung für die seit vielen Jahren in Deutschland lebenden Roma nachgedacht werden, die „keine tatsächliche Reintegrationsperspektive“ im Kosovo hätten, sagte Kessmann. Die „Aktion 302“ in Münster gegen die Abschiebung der Roma sowie die Verabschiedung einer Resolution dazu im Rat der Stadt Münster wurden von den rund 40 Caritasmitarbeitern begrüßt, Ähnliche Aktionen sind auch für andere Orte in NRW geplant.

cpm


Juli 2010

Lichtblicke: Neuer Rekord

Oberhausen – Einen neuen Spendenrekord verzeichnet die Hilfsaktion Lichtblicke von Caritas und Diakonie mit den NRW-Lokalradios. Zum 30. Juni sind über 3,2 Millionen Euro an Spenden für Kinder und Familien in Not eingegangen. Im Stichtagsvergleich zum Vorjahr ist das wieder ein Plus von rund 270 000 Euro. In der laufenden Spendensaison hat die Aktion schon etwa 2 750 Anträge auf Förderung bearbeitet. Rund 8 000 Kindern und Jugendlichen oder ihren Familien in schwierigen Lebenslagen konnte geholfen werden.


Juli 2010

Fachtagung Spiritualität und Sucht

Am 9. Dezember 2010 veranstaltet die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Sucht (KLAGS) im Katholischen Centrum in Dortmund eine Fachtagung zum Thema: „Sucht und Spiritualität“. Hauptreferent ist der Prior der Abtei Königsmünster in Meschede, Pater Marian Reke. Spiritualität ist Hilfe zum Atmen und damit zum Leben. Die Fachtagung beschäftigt sich mit der Frage, wie Spiritualität suchtkranken Menschen helfen kann.

Weitere Informationen unter Tel. 0 52 51/2 09-2 30 oder per E-Mai: klags@caritas-paderborn.de. Ansprechpartner ist Winfried Kersting.