Mai 2013

Sozialpreis für Krankenhaus

Berlin/Recklinghausen – Das Projekt „Integration von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in das Berufsleben“ am Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen, einem Hospital im Verbund der St. Franziskus-Stiftung Münster, hat den Sozialpreis „Initiativ für mehr Gesundheit“ des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands (KKVD) erhalten. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde beim 3. Caritas-Kongress in Berlin von Caritas-Präsident Peter Neher überreicht. In dem  Projekt absolvieren Jugendliche ohne Schulabschluss oder mit sehr schlechten Noten ein sechsmonatiges Praktikum in der Pflege. Dies geschieht im Rahmen einer zweijährigen berufsvorbereitenden Maßnahme. Dabei erwerben sie Qualifikationen, die ihnen helfen, anschließend einen Ausbildungsplatz anzutreten.


Mai 2013

Junge Flüchtlinge beteiligen

NRW – Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW bittet erneut alle Ausländerbehörden in NRW, auch in diesem Jahr jungen Flüchtlingen die Teilnahme an Ferienfreizeiten in andere Bundesländer und ins Ausland zu ermöglichen. Die Behörden sollten auf Antrag eine für die Reise befristete Aufenthaltserlaubnis erteilen. Damit ist zum Ende der Freizeit eine Wiedereinreise nach Deutschland möglich. Viele Jugendverbände, Vereine und Initiativen setzen sich jedes Jahr dafür ein, dass junge Flüchtlinge die Chance erhalten, auf Ferienfreizeiten mitzufahren, denn auch sie haben ein Recht auf Freizeit und Erholung.


Mai 2013

CV Olpe: Bester Arbeitgeber

Olpe/Berlin – Gleich doppelt ausgezeichnet wurde der Caritasverband Olpe beim diesjährigen Wettbewerb „Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen“ in Berlin: Zusätzlich zum Titel „Bester Arbeitgeber“ erhielt der Caritasverband den Sonderpreis für die Qualifizierung der Mitarbeiter.


Mai 2013

Kritik am Bildungspaket

Köln – Mehr als zwei Jahre nach Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes fällt die Bilanz aus Sicht der Caritas verheerend aus. „Die Sozialleistungen erreichen oft noch nicht einmal die Hälfte derjenigen, die sie in Anspruch nehmen könnten“, sagte der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Frank J. Hensel aus Anlass der von der Bundesregierung vorgestellten Zwischenbilanz. Die Caritas sieht immer noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. 280 Millionen Euro, rund 40 Prozent der bereitgestellten Mittel, hätten nicht den Weg zu den Kindern und Jugendlichen gefunden, die sie dringend benötigt hätten. „Das Gesetz bleibt politisches Flickwerk, es ist gescheitert und muss dringend reformiert werden“, sagte Hensel. Er forderte weniger Verwaltungsaufwand und besseren Zugang zu Leistungen.


Mai 2013

Familienpflege: Verhandlungen geplatzt

NRW – Die Verhandlungen der LAG Freie Wohlfahrtspflege mit den Krankenkassen über die Vergütung der Familienpflege sind in NRW endgültig gescheitert. Zuletzt hätten die Kassen ein nicht akzeptables Angebot mit einem Stundensatz von 16,99 Euro vorgelegt, teilte der Diözesan-Caritasverband Essen mit. Unter diesen finanziellen Rahmenbedingungen sei die Arbeit nicht weiter aufrechtzuerhalten. In der Folge müssen die ambulanten Pflegedienste jetzt für jede einzelne Familienpflege in Einzelverhandlungen mit den örtlichen Krankenkassen um eine Refinanzierung der Leistungen kämpfen.


Mai 2013

Caritas Köln fordert mehr Hilfen für Langzeitarbeitslose

Köln – Der Caritasverband für das Erzbistum Köln drängt auf mehr Hilfen für Langzeitarbeitslose. Die Kürzungen der Bundesregierung bei der Eingliederungshilfe im Jahr 2012 hätten die Lage der Langzeitarbeitslosen massiv verschlechtert, kritisierte Diözesan-Caritasdirektor Frank J. Hensel vor Journalisten in Köln. Die Zahl der Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen sei 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent zurückgegangen; dies entspreche nicht den gesunkenen Arbeitslosenzahlen.

Laut Hensel sind in Deutschland 48 Prozent der Menschen ohne Job langzeitarbeitslos. Damit gebe es in der Bundesrepublik im EU- und OECD-Vergleich überdurchschnittlich viele Langzeitarbeitslose. Diese Menschen hätten oft gesundheitliche Einschränkungen, keine Schul- oder Berufsabschlüsse, schlechte Deutschkenntnisse und seien von früheren Suchterkrankungen, ehemaliger Wohnungslosigkeit und Straffälligkeit in der Vergangenheit betroffen. Sie benötigten passende Qualifizierungsangebote.
Laut Hensel verzeichnete die Kölner Caritas 2010 rund 2400 sogenannte Arbeitsgelegenheiten (AGH). Diese Zahl sei auf aktuell 970 und damit innerhalb von zweieinhalb Jahren um 60 Prozent gesunken, ohne dass von der Politik Alternativen geschaffen worden seien.

Die Caritas will laut Hensel die AGH-Stellen nicht einfach wieder etablieren. Vielmehr müsse ein „sozialer Arbeitsmarkt“ geschaffen werden, der eingeschränkt Leis-tungsfähigen tariflich entlohnte Jobs mit Beiträgen zu den Sozialkassen ermögliche. Die Unternehmen müssten als Ausgleich Lohnkostenzuschüsse erhalten. Diese könnten finanziert werden, indem die Kos-ten zur Sicherung des Lebensunterhaltes umgewandelt würden.

Die Bundesregierung hatte die Pauschalen für Träger von Wiedereingliederungsmaßnahmen bereits 2010 und 2011 um jeweils 20 Prozent gekürzt. 2012 wurden sie um weitere 10 Prozent reduziert.