KNA / Oppitz

Kommentar

Wie am besten wirken?

Läuft die Debatte über Armut in Deutschland in eine falsche Richtung? Ist öffentliche Empörung über die Armutsrisko-Quote in Deutschland kontraproduktiv? Weil sowieso niemand mehr hinhört? Und die Fakten? Bedeuten sie, dass alles nicht so schlimm ist? Wie steht die Caritas in der öffentlichen Armutsdebatte da? mehr

Zwei Männer und eine Frau sitzen vor einer Mauer / KNA / Oppitz

Caritas in NRW – AKTUELL

Sozialbericht NRW

In Nordrhein-Westfalen hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößert. Die Zahlen und Daten des Sozialberichts 2016 der Landesregierung zeigen: Im Jahr 2014 waren rund 2,8 Millionen Menschen von Armut betroffen. Wie Sozialminister Rainer Schmeltzer (SPD) mitteilte, waren darunter 637000 Kinder und Jugendliche. mehr

Interview

Viel Armut schafft Unmut

Porträt: Dr. Frank Johannes Hensel

Porträt: Dr. Frank Johannes Hensel

Einmal in jeder Legislaturperiode muss die Landesregierung einen Sozialbericht veröffentlichen. Das ist jetzt geschehen. Das Ergebnis: Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet. Fragen an den Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel. mehr

Nachricht

Verschärfung statt Vereinfachung

KNA / Oppitz

KNA / Oppitz

Als Rechtsvereinfachung für Verwaltung und die Bezieher von ALG-II-Leistungen ist die Änderung der "Hartz-IV-Gesetze" geplant. Das Gegenteil wird in der Praxis der Fall sein, erwartet Münsters Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann: "mehr Bürokratie und neuen Streit zwischen getrennt lebenden Eltern". mehr

Eine Verarbeitungshalle einer Fleischerei in der an Haken hängende Tierkörper von einigen Arbeitern verarbeitet werden / Udo Böhlefeld/pixelio.de

Porträt

Ein Überzeugungstäter

An Schlagzeilen dachte er nicht an jenem Samstagabend im Altenheim Lohne. Als Monsignore Peter Kossen, Vorsitzender des obersten Aufsichtsrates der Caritas im Oldenburger Land, in einer Predigt vor älteren Menschen zum ersten Mal die Unterbringung rumänischer Leiharbeiter anprangerte. Doch er geriet damit bundesweit in die Medien. mehr

Kommentar

Gerechter Lohn sichert den Lebensunterhalt

Porträt: Heinz-Josef Kessmann

Porträt: Heinz-Josef Kessmann

Papst Pius XI. hatte es noch vergleichsweise einfach, als er in der Enzyklika „Quadragesimo anno“ 1931 den angemessenen Unterhalt der Familie als wichtigstes Kriterium für die Bemessung eines gerechten Lohnes nannte (QA, Nr. 71). Trotzdem, auch 80 Jahre später ist die Frage nach dem „gerechten Lohn" virulent. mehr

Caritas in NRW

Arm trotz Arbeit

Eine Frau und ein Mann sitzen in einem Wartebereich der Agentur für Arbeit / Christoph Meinschäfer

Eine Frau und ein Mann sitzen in einem Wartebereich der Agentur für Arbeit / Christoph Meinschäfer

Erwerbsarmut ist ein Tatbestand, bei dem eine Person trotz Erwerbstätigkeit nicht von Armut verschont ist. Die von Erwerbsarmut betroffenen Personen werden auch als Working poor (arbeitende Arme/arm trotz Arbeit) bezeichnet. In Deutschland werden mit „Working poor" häufig sogenannte Hartz-IV-Aufstocker gemeint. mehr


Caritas in NRW

Ohne Unterstützung geht es nicht

Familie Meßing läuft Hand in Hand über eine Straße / Anna Woznicki

Familie Meßing läuft Hand in Hand über eine Straße / Anna Woznicki

Familie Meßing ist eine „working poor family”. Übersetzt: Eine Familie, die an der Armutsgrenze lebt, obwohl beide Eltern arbeiten und eigenes Geld verdienen. Die Lebensmittel besorgt sich die Familie bei der Tafel. Wenn die Familie essen geht, dann zum Mittagstisch, den die Gemeinde anbietet. mehr

Caritas in NRW

Alt und arm? Jung und arm?

Porträt: Rudi Löffelsend

Porträt: Rudi Löffelsend

In Deutschland haben Minijobs, Teilzeitjobs und prekäre Arbeitsverhältnisse stark zugenommen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes arbeiten 7,3 Millionen Menschen in Deutschland in Mini-Jobs, gut 90 Prozent der Betroffenen für Brutto-Stundenlöhne von weniger als 9,76 Euro im Westen und 7,03 Euro im Osten. Viele sind arm trotz Arbeit. mehr

Ein Mädchen sitzt beim Mittagessen in einer trotzigen Pose vor ihrem halb gefüllten Teller / LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW

Caritas in NRW – AKTUELL

1/2014

Mit konkreten Vorschlägen hat die Caritas auf aktuelle Studien zur steigenden Armutsgefährdung von Kindern und jungen Menschen in Deutschland reagiert. Zur nachhaltigen Verbesserung der Situation gehörten unter anderem eine Überarbeitung des Bildungs- und Teilhabepakets sowie eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze. mehr

Caritas in NRW

"Wir geben Salat"

Eine Ehrenamtliche die zwischen Kisten und Kartons mit Waren steht und einen Salatkopf in den Händen hält. Im Hintergrund sind Kunden und weitere Helfer zu sehen. / Achim Pohl

Eine Ehrenamtliche die zwischen Kisten und Kartons mit Waren steht und einen Salatkopf in den Händen hält. Im Hintergrund sind Kunden und weitere Helfer zu sehen. / Achim Pohl

"Menschen suchen Freundschaft, und wir geben ihnen Salat." Dieser Satz bringt die Ambivalenz vieler Tafeln auf den Punkt. Wie fühlen sich Menschen, die sich mit ihrem ALG-II-Bescheid legitimieren müssen? Was bedeutet es, sich einer Bedürftigkeitsprüfung zu unterziehen, von "existenzunterstützenden Hilfen" (und "Gebern") abhängig zu sein? mehr

Ein Zwiegespräch

Partizipation oder Almosen

Zwei Helferinnen des Warenkorbs der Caritas Ahlen stapeln Kisten mit Lebensmitteln / Harald Westbeld

Zwei Helferinnen des Warenkorbs der Caritas Ahlen stapeln Kisten mit Lebensmitteln / Harald Westbeld

Was leisten die Tafeln? Und wo versagt die gut gemeinte Barmherzigkeit? Ein Zweigespräch zwischen Praxis und Anspruch. mehr

Michaela Hofmann und Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessemann sitzen auf dem Podium der LPK und stellen die Tafel-Studie vor. Neben den Beiden sitzt ein Mann. / Harald Westbeld

Caritas in NRW – AKTUELL

Tafeln spalten Gesellschaft

Wer auf Tafeln, Warenkörbe und Kleiderkammern angewiesen ist, fühlt sich dauerhaft aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Untersuchung der Forschungsgruppe „Tafelmonitor“ von Prof. Stefan Selke (Furtwangen), und Prof. Katja Maar (Esslingen) zur Wirksamkeit existenzunterstützender Angebote. mehr

Kommentar

Armut macht krank

Porträt: Dr. Frank Johannes Hensel

Porträt: Dr. Frank Johannes Hensel

Viele Menschen sind arm, weil sie krank sind, und viele krank, weil sie arm sind. Menschen in prekären Lebenslagen haben nachweislich ein erhöhtes Krankheitsrisiko, sind stärker von körperlichen und psychischen Krankheiten, Unfallverletzungen und Behinderungen betroffen und sterben früher. mehr

Reportage

Prinzip Hoffnung

Wer krank ist, geht zum Arzt. Schließlich hat jeder eine Krankenversicherung. Es besteht ja sogar Versicherungspflicht. Eigentlich. Tatsächlich ist es so, dass auch im reichen Deutschland immer mehr Menschen nicht gegen Krankheit versichert sind. Weil sie es sich schlichtweg nicht leisten können. mehr


Bericht

Welten weit weg

Eine Krankenschwester sitzt am Krankenbett eines Mädchens. Das Mädchen hält sich ein medizinisches Gerät an den Mund. / Ingeborg F. Lehmann

Eine Krankenschwester sitzt am Krankenbett eines Mädchens. Das Mädchen hält sich ein medizinisches Gerät an den Mund. / Ingeborg F. Lehmann

Unfall oder Gewalt, krank oder vernachlässigt? Ein bis zwei Verdachtsfälle auf Kindeswohlgefährdung sehen Dr. Tanja Brüning und ihr Chef Prof. Dr. Michael Paulussen jede Woche in der medizinischen Kinderschutzambulanz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln. Armut ist oft einer von mehreren entscheidenden Faktoren. mehr

Reportage

Gesund kochen mit Mini-Budget

Eine Mitarbeiterin der Caritas-Konferenzen erklärt einer Teilnehmerin etwas zu einem Glasgefäß. / Jürgen Sauer

Eine Mitarbeiterin der Caritas-Konferenzen erklärt einer Teilnehmerin etwas zu einem Glasgefäß. / Jürgen Sauer

„Gut und günstig kochen“ – mit diesem Versprechen werben viele Kochkurse. Dem schlechten Gewissen in punkto gesunder Küche ein Schnippchen zu schlagen und dabei auch noch ein paar Euros zu sparen, wer möchte das nicht? Doch dieser Kochkurs der Caritas-Konferenzen in Herne ist kein nettes Freizeitvergnügen, sondern bittere Notwendigkeit. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Scheren für die Kö

Ein Mann während einer Aktion von Caritas/Nationalen Armutskonferenz auf der Königsallee in D'dorf. Er hält seinen Kopf zwischen eine riesige Holzschere mit der Beschriftung Arm und Reich. / Markus Lahrmann

Ein Mann während einer Aktion von Caritas/Nationalen Armutskonferenz auf der Königsallee in D'dorf. Er hält seinen Kopf zwischen eine riesige Holzschere mit der Beschriftung Arm und Reich. / Markus Lahrmann

Demonstration auf der Luxusmeile: Mit einer überdimensionalen Holzschere haben Caritas und Vertreter der Nationalen Armutskonferenz (nak) auf der Düsseldorfer Königsallee eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich angeprangert. An Passanten verteilten Aktivisten kleine Scheren mit dem Schriftzug: „... und wie schneidest du ab?“ mehr

Caritas in NRW

"Wir können uns Armut nicht leisten!"

Vier Redner bei der Pressekonferenz Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Sozialberichts der NRW-Landesregierung. / Markus Lahrmann

Vier Redner bei der Pressekonferenz Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Sozialberichts der NRW-Landesregierung. / Markus Lahrmann

"Wir können uns Armut nicht leisten" warnen die Wohlfahrtsverbände. Der Sozialbericht 2012 der NRW-Landesregierung enthält erschreckende Fakten: Etwa jeder siebte Einwohner von NRW ist arm, das sind 2,8 Millionen Menschen, unter ihnen 643.000 Jugendliche. Rund 1,6 Mio. Menschen beziehen Hartz IV. Gleichzeitig steigt die Zahl der Reichen. mehr