Demonstranten bei einer Kundgebung bezüglich einer kostendeckenden Finanzierung der Altenpflegeausbildung vor dem Düsseldorfer Landtag am 12.05.2014 / Markus Lahrmann

Caritas in NRW – AKTUELL

Tag der Pflege

Die Anzahl an Pflegebedürftigen steigt, gleichzeitig steigen auch die fachlichen Anforderungen an das Pflegepersonal. Die Wohlfahrtsverbände in NRW warnen vor einem Fachkräftemangel in der Pflege. Denn dem Pflege-Ausbildungsmarkt stehen in den nächsten Jahren erheblich weniger Schulabgänger zur Verfügung. mehr

Kommentar

Generalistik: Nur ein erster Schritt

Porträt: Brigitte von Germeten-Ortmann

Porträt: Brigitte von Germeten-Ortmann

Die gemeinsame Pflegeausbildung von Alten-, Kinder-, und Krankenpflegerinnen ist kurz vor Ende der Legislaturperiode doch noch beschlossen worden. Der große Wurf ist die Reform nicht geworden. Immerhin geht es in die richtige Richtung. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Deutliche Zunahme

Eine Migrantin, die vor einer gelb gestrichenen Wand sitzt und ein Kind auf dem Arm trägt / Ingrid Nagel, SkF Wesel

Eine Migrantin, die vor einer gelb gestrichenen Wand sitzt und ein Kind auf dem Arm trägt / Ingrid Nagel, SkF Wesel

Angekommen sind geflüchtete Frauen auch in der Schwangerschaftsberatung. Die Zahl der Beratungen beim Sozialdienst katholischer Frauen und bei Caritasverbänden in der Diözese Münster ist 2016 gleich um zehn Prozent angestiegen. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Sommersammlung

Plakat zur Sommersammlung 2017 mit dem Motto 'Hinsehen, Hingehen, Helfen" und vielen nebeneinader aufgereihten Smilies

Plakat zur Sommersammlung 2017 mit dem Motto 'Hinsehen, Hingehen, Helfen" und vielen nebeneinader aufgereihten Smilies

"hinsehen, hingehen, helfen" beschreibt nicht nur treffend die Arbeit der Ehrenamtlichen von Diakonie und Caritas in den Kirchengemeinden. Es ist auch das Motto der diesjährigen Sommersammlung. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Zuwenig Ausbildungsplätze

Jugendliche vor einem Tischkicker / Pedro Citoler

Jugendliche vor einem Tischkicker / Pedro Citoler

Die Freie Wohlfahrtspflege hat fehlende Ausbildungsplätze kritisiert. Im letzten Ausbildungsjahr standen NRW-weit 136 400 ausbildungssuchend gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern nur 110 800 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber – was eine Ausbildungslücke von 25 600 Stellen bedeutet. mehr

Kurzmeldungen – Juni 2017

Caritas-Lotterie

Die Caritas-Lotterie der Diözesan-Caritasverbände Aachen, Münster und Paderborn wird auch 2017 fortgeführt. "Helfen & Gewinnen" heißt es wieder in angeschlossenen Kitas, Altenheimen, Jugend- oder Behindertenhilfe-Einrichtungen. Auch ehrenamtliche Caritas-Gruppen profitieren von der Lotterie. Von jedem verkauften Rubbellos (Preis: 1 Euro)  kommen 40 Cent der caritativen Arbeit in der verkaufenden Organisation zugute. Die übrigen 60 Cent werden für Geldgewinne, Werbung und Sachkosten benötigt. Das Gewinnen kommt nicht zu kurz: Pro Lotterie-Serie gibt es einen Hauptgewinn von 1000 Euro und zahlreiche kleinere Geldpreise.

Gelegenheiten, sich ohne großen Aufwand an der Lotterie zu beteiligen, gibt es für die Caritas-Einrichtungen genug: bei Sommerfesten, Jubiläen, Tagen der offenen Tür, auf Betriebsfeiern, Messen, in Fußgängerzonen, im Bekanntenkreis. Die Caritas-Lotterie "Helfen & Gewinnen" endet am 31. Dezember. Lose erhalten Caritas-Einrichtungen bei der Lotteriegeschäftsstelle. Abgepackt sind sie zu je 300 Stück und werden in Kommission zur Verfügung gestellt.

www.caritaslotterie.de

Flüchtlinge mitnehmen

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW bittet erneut alle Ausländerbehörden in NRW, in diesem Jahr jungen Flüchtlingen die Teilnahme an Ferienfreizeiten auch in anderen Bundesländern und im Ausland zu ermöglichen. Die Behörden sollten auf Antrag eine für die Reise befristete Aufenthaltserlaubnis erteilen. Damit ist zum Ende der Freizeit eine Wiedereinreise nach Deutschland möglich. Viele Jugendverbände, Vereine und Initiativen setzen sich jedes Jahr dafür ein, dass junge Flüchtlinge die Chance erhalten, auf Ferienfreizeiten mitzufahren. Denn auch sie haben ein Recht auf Freizeit und Erholung.

Mehr Geflüchtete ausbilden: Bedenken unbegründet

Vielen jungen Geflüchteten bleibt der Zugang zum Berufsleben in Deutschland verwehrt. Das zeigen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zur Halbzeit des laufenden Ausbildungsjahres.

Von 3584 ausbildungssuchenden Menschen mit Fluchthintergrund in NRW haben bisher nur 178 eine Lehrstelle gefunden. Der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel appelliert daher an Arbeitgeber, mehr Geflüchtete auszubilden: "Damit gewinnen die Unternehmen motivierten Nachwuchs, geben jungen Menschen eine Perspektive und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration."

Fremde Kultur, unsichere Bleibeperspektiven, unzureichende Sprachkenntnisse: Viele Unternehmen zögern, die Neuankömmlinge in ihren Betrieben auszubilden. Doch die Bedenken seien häufig unbegründet – das zeigten die Erfahrungen, so Hensel: "Junge Geflüchtete mit einem Ausbildungsplatz bekommen in NRW in der Regel für die gesamte Dauer der Lehre und zwei Anschlussjahre eine Aufenthaltserlaubnis. Sie überzeugen sehr häufig mit hoher Leistungsbereitschaft und Lernfähigkeit.", betonte der Caritasdirektor.

Obdachlosenwallfahrt in Essen

Bischof Franz-Josef Overbeck steht in der Sankt-Gertrud-Kirche (Essen) vor Obdachlosen und redet zu ihnen. Die Obdachlosen stehen mit dem Rücken zur Kamera.Nicole Cronauge | Bistum Essen

Rund 200 Männer und Frauen haben an der nordrhein-westfälischen Obdachlosenwallfahrt in Essen teilgenommen. Dort fand sie erstmals statt, wie das Ruhrbistum mitteilte. An dem Tag unter dem Motto "Maria, Schwester auf der Straße" habe die Goldene Madonna im Essener Dom im besonderen Fokus der Pilger gestanden. Gemeinsam mit Dompropst Thomas Zander feierten die Obdachlosen und ihre Betreuer dort einen Gottesdienst, bevor sie zur Sankt-Gertrud-Kirche in der Nordstadt zogen.

Unterstützt von Betreuungseinrichtungen aus dem ganzen Land, waren viele der aktuellen oder ehemaligen Obdachlosen in Gruppen mit Plakaten, Kreuzen oder Transparenten nach Essen gekommen. Am Nachmittag mischte sich Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck unter die Pilger. "Wir beten gemeinsam, wir teilen den Tisch – und wir kümmern uns umeinander", betonte er.

OGS auf Sparflamme: Bessere Förderung nötig

Das Interesse an der Offenen Ganztagsgrundschule ist groß, die Anmeldezahlen wachsen stetig. Aber die Finanzierung ist eine Glückssache. "Vermögende Kommunen können die magere Landesförderung ergänzen, aber wenn sie in der Haushaltssicherung sind, dürfen sie es nicht", beschreibt Marita Haude vom Diözesan-Caritasverband Münster die Misere.

Rund 80 Prozent der OGS-Plätze werden von den Wohlfahrtsverbänden angeboten. Das Land schießt 994 Euro zu den jährlichen Kosten dazu, der Pflichtanteil der Kommunen beträgt 435 Euro. Für einen gut ausgestatteten OGS-Platz werden jedoch mindestens 3000 Euro im Jahr benötigt, hat der Direktor der Duisburger Caritas, Ulrich Fuest, für seine OGS errechnet. Nur dann könne ein hochwertiges Bildungsangebot in gut ausgestatteten Räumen mit ausgebildeten Fachkräften angeboten werden. Entsprechend sei eine deutliche Erhöhung der Förderbeträge notwendig. Mit Aktionen vor Ort machen die Träger auf den Mangel aufmerksam. Für den 12. Juli ist eine gemeinsame Schlusskundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf geplant.

Caritas in NRW – AKTUELL 3/2017

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Gruppenfoto mit Dr. Frank Joh. Hensel, Andreas Johnsen und Hermann Zaum vor einer Stellwand der LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW / Isolde Weber/LAG FW NRW

Caritas in NRW – AKTUELL

2/2017

Was eine gelungene oder eine verfehlte Sozialpolitik erreicht oder anrichtet, erfahren die Wohlfahrtsverbände täglich. Unter dem Motto „Gemeinsam. Sozial. Für NRW.“ fordern sie mit Wahlprüfsteinen die Parteien auf, zu drängenden sozialen Fragen in NRW Stellung zu beziehen. mehr

Kommentar

Soziale Gerechtigkeit ist kein Zufall

Porträt: Dr. Frank Johannes Hensel

Porträt: Dr. Frank Johannes Hensel

Soziale Gerechtigkeit ist die Basis für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Es geht um das Gefühl, nicht dauerhaft abgehängt zu sein. Armut ist heilbar, soziale Gerechtigkeit durchsetzbar - es sind politische Entscheidungen, die nötig sind. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Gute OGS darf keine Glückssache sein!

Ein junger Betreuer in einer OGS sitzt mit einigen Kindern an einem Tisch. Ein Mädchen umarmt ihn von hinten. Ein Junge beugt seinen Kopf nachhinten und blickt in die Kamera. / Andre Zelck

Ein junger Betreuer in einer OGS sitzt mit einigen Kindern an einem Tisch. Ein Mädchen umarmt ihn von hinten. Ein Junge beugt seinen Kopf nachhinten und blickt in die Kamera. / Andre Zelck

Die Qualität der Ganztagsschulen hängt vorrangig von den freiwilligen Leistungen der einzelnen Kommunen ab. Große regionale Ungleichheiten bei Finanzierung, Ausstattung und Qualität sind die Folge. mehr


Kommentar

Es geht um die Kinder in der OGS

Porträt: Simone Segin / DiCV Paderborn

Porträt: Simone Segin / DiCV Paderborn

Die Wohlfahrtsverbände haben eine Kampagne für einheitliche Standards und eine bessere Finanzierung des Offenenen Ganztags gestartet. Die ist notwendig, weil die die Politik absichtlich vergessen hat, die Rahmenbedingungen zu verbessern. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Köln: Kampagne zur Wahl

Plakat der Kampagne 'Zusammenhalten für NRW' des DiCV Köln. Darauf abgebildet sind vier Teile unterschiedlicher Gesichter (zwei Frauen und zwei Männer), die zusammen ein Gesicht ergeben. / DiCV Köln

Plakat der Kampagne 'Zusammenhalten für NRW' des DiCV Köln. Darauf abgebildet sind vier Teile unterschiedlicher Gesichter (zwei Frauen und zwei Männer), die zusammen ein Gesicht ergeben. / DiCV Köln

„Zusammenhalten für NRW“ – so lautet der programmatische Titel einer Kampagne der Caritas im Erzbistum Köln im Vorfeld der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 14. Mai. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Soziale Ungleichheit kann zu Populismus führen

Caritaspräsident Prälat Peter Neher sitzt bei einer Pressekonferenz auf einem Podium und redet / Nicole Cronauge | Bistum Essen

Caritaspräsident Prälat Peter Neher sitzt bei einer Pressekonferenz auf einem Podium und redet / Nicole Cronauge | Bistum Essen

Die katholische Kirche sieht eine starke Einkommens- und Vermögens-ungleichheit in Deutschland. Diese könne zu zunehmenden sozialen Spannungen und zu wachsendem Populismus führen und den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährden, warnte Sozialbischof Franz-Josef Overbeck in Bergisch Gladbach. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Caritas wirbt erneut für Reform der Pflegeausbildung

Eine Pflegerin gibt einer alten Frau ihre Medikamente. / Deutscher Caritasverband e.V./KNA

Eine Pflegerin gibt einer alten Frau ihre Medikamente. / Deutscher Caritasverband e.V./KNA

Die Caritas in NRW fordert, die ins Stocken geratene Reform der Pflegeausbildung endlich umzusetzen. Sie unterstützt eine Petition auf www.change.org, die an die politischen Entscheidungsträger appelliert, die Reform jetzt zu beschließen. mehr

Veranstaltung

02.
April
42659 Solingen

Über die Wupper gehen?

Die Caritas in NRW läd anlässlich der Landtagswahl im Mai 2017 zu einer politischen Kaffeetafel ein. mehr


Kurzmeldungen – März 2017

Kritik an Abschiebungen nach Afghanistan

Der Flüchtlingsbeauftragte des Erzbistums Paderborn, Domkapitular Dr. Thomas Witt, hält Abschiebungen nach Afghanistan angesichts der gegenwärtigen Sicherheitslage in diesem Land für nicht konform mit dem geltenden Asylrecht in Deutschland. "Laut Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen ist Afghanistan eindeutig kein sicheres Herkunftsland", betont Dr. Witt, der zugleich Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn ist. Der UNHCR hatte in seinem jüngsten Lagebericht von einer desaströsen Sicherheitslage gesprochen, die sich im zweiten Halbjahr 2016 verschlechtert habe. Selbst das Auswärtige Amt rate seit Ende 2016 dringend von Reisen nach Afghanistan ab.

"Niemand darf nach deutschem Asylrecht in eine Krisenregion zurückgeschickt werden, in der lebensbedrohliche Situationen entstehen können oder Menschenrechtsverletzungen drohen", sagt Witt.  Diese Rechtslage dürfe nicht schöngeredet oder ausgehöhlt werden.

vorsitzender@caritas-paderborn.de

Caritas beklagt Anfeindungen gegen Mitarbeiter

Der Deutsche Caritasverband beklagt zahlreiche Anfeindungen gegen Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe. Betroffen seien hauptberufliche und ehrenamtlich tätige Kollegen, sagte Präsident Peter Neher in Bergisch Gladbach. Vereinzelt seien Veranstaltungen für Freiwillige in der Flüchtlingshilfe aufgrund von Beschimpfungen und Hetze abgesagt worden, führte der Präsident aus. Zudem habe es Steinwürfe und Schmierereien gegen Migrationsberatungsstellen gegeben.

Dennoch müssten Kirche und Caritas weiterhin Flagge zeigen, so Neher – etwa indem sie "an der Seite der Schwachen stehen und ‚Nein‘ sagen, wenn Menschen bedroht, diffamiert und ausgegrenzt werden". Sie widersetzten sich dem "Gift der einfachen Lösung", mit dem Populisten Lösungen anböten.

Der Fall einer im Februar in Ahaus erstochenen 22-jährigen  Flüchtlingshelferin ist laut Neher ein "völlig untypischer Einzelfall" und nicht charakteristisch für die Anfeindungen. Hier habe es sich nach seinen Informationen um eine Beziehungsgeschichte gehandelt. Tatverdächtig ist ein 27-jähriger Asylbewerber aus Nigeria.

KNA

AfD für Christen wählbar?

Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, warnte davor, potenzielle Wähler der AfD pauschal "mit dem Stigma des Nicht-Christlichen zu versehen". Zugleich müssten Kirche und Caritas immer an der Seite der Schwachen stehen und sich dem "Gift der einfachen Lösung" der Populisten widersetzen.

KNA

Hilfe bei Energieschulden

Banner der Aktion 'Spenden Sie Wärme und Licht!' des OCV Altena-Lüdenscheid mit dem Slogan und einer von der Decke hängenden GlühbirneImmer mehr Menschen wenden sich an die Caritas in Altena-Lüdenscheid, weil sie ihre Strom- und Heizungsrechnungen nicht mehr bezahlen können. Die Caritas wirbt mit der Aktion "Spenden Sie Wärme und Licht" um Unterstützung. Der Kreis der Hilfesuchenden erstrecke sich nicht nur auf Hartz-IV-Empfänger, sondern auch auf Familien und ältere Menschen, teilte der Verband mit. Nach einer Bedürftigkeitsprüfung übernehme die Caritas einen Teil der Nachzahlung, sagte der Caritasvorsitzende Hans-Werner Wolff. Das ermögliche die Grundlage für eine Ratenvereinbarung mit dem Energieversorger. Mit der Spendenaktion in den Gemeinden konnten in den vergangenen acht Jahren rund 86000 Euro eingenommen werden. 410 Einzelpersonen oder Familien wurden mit Beträgen zwischen 40 und 600 Euro unterstützt. Mehr als 19000 Euro wurden als Darlehen gewährt und zwischenzeitlich zurückgezahlt.

Brillen für Arme gefordert

Die Vinzenz-Konferenzen und die Initiative youngcaritas im Erzbistum Paderborn fordern weiterhin die Finanzierung von Brillen für bedürftige Menschen unabhängig von deren Sehleistung. Kürzlich hatte der Bundestag die Krankenkassen dazu verpflichtet, Brillen ab einer Glasstärke von sechs Dioptrien bzw. bei einer Hornhautverkrümmung ab vier Dioptrien zu zahlen.

"Trotz dieser Verbesserung bleibt ein großer Teil des Problems bestehen", betont Linda Kaiser, youngcaritas-Referentin im Erzbistum Paderborn. "Armutsgefährdete Menschen, die unterhalb dieser Dioptrien-Werten liegen, müssen ihre Brille immer noch selbst finanzieren, ob sie können oder nicht." Auch fehle eine systematische Erfassung der Zahl der Betroffenen, hieß es.

www.openpetition.de/!durchblick

Mehr Entschlossenheit gefordert

Mehr politische Entschlossenheit im Kampf gegen Kinderarmut hat der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln gefordert. Die Caritas unterstützt den Aufruf eines breiten Bündnisses aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden zur Unterzeichnung der Petition "Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut."

Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. "Die Hartz-IV-Sätze für Kinder sind zu gering. Sie basieren auf ungenauen Berechnungen und willkürlichen Abschlägen", kritisierte der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel. Er forderte, arme Familien mindestens in gleicher Weise zu fördern, wie Familien mit höheren Einkommen entlastet werden. Wer Kinderarmut bekämpfen wolle, müsse vor allem Alleinerziehende unterstützen. "Nötig sind flexiblere Betreuungsangebote. Damit helfen wir Alleinerziehenden, dauerhaft einen Weg heraus aus Armut und zurück in unsere Gesellschaft zu finden", so Hensel.

Die Petition finden Sie hier.

Caritas in NRW – AKTUELL 2/2017

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Eine Familie bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern gehen einen Weg entlang. Im Vordergrund ist eine Pfütze zu sehen. Das Foto wurde schräg von unten aufgenommen. / Stefan Kalscheid

Caritas in NRW – AKTUELL

1/2017

Die Kirche äußert sich in Sachen Politik eher grundsätzlich. Doch vor der bevorstehenden Landtagswahl warten die Bistümer in NRW mit konkreten Forderungen und Kritik auf – und zwar im Sinne von Familien. mehr

Kommentar

Politik in NRW muss mehr für Familien tun

Eltern gehen mit Kind spazieren / DCV/ Margit Wild

Eltern gehen mit Kind spazieren / DCV/ Margit Wild

Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen fordert eine stärkere Ausrichtung der Landespolitik auf die Belange von Familien. Diese leisteten einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben und müssten von daher mehr unterstützt werden, heißt es in dem Papier "Nachhaltig Landesfamilienpolitik stärken!" mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Reform oder Rolle rückwärts

Reinhard Wiesner steht vor einem Pult und hält eine Rede. Hinter ihm ist ein Roll-up und eine Holzwand zu sehen. / Harald Westbeld

Reinhard Wiesner steht vor einem Pult und hält eine Rede. Hinter ihm ist ein Roll-up und eine Holzwand zu sehen. / Harald Westbeld

Die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ist erst einmal auf Eis gelegt. Doch die Diskussionen in der Fachwelt gehen weiter. Ein Arbeitsentwurf für das neue Gesetz zeigt die mögliche Richtung an. mehr


Kommentar

Krankenhäuser: Investieren aus Verantwortung

Porträt: Burkard Schröders

Porträt: Burkard Schröders

Krankenhäuser sind unter Druck. Unzureichende Investitionen in Medizintechnik und Gebäude gefährden zunehmend die Versorgungsqualität und letztendlich die Standorte. Ausbaden müssen das die Patienten. es ist an der Zeit, dass die Politik ihrer Verantwortung nachkommt. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Hartz-IV-Bezieher als Sparopfer

KNA / Oppitz

KNA / Oppitz

Der aktuelle Arbeitslosenreport NRW der Freien Wohlfahrtspflege NRW kritisiert die drastischen Kürzungen bei den Eingliederungsleistungen für Hartz-IV-Bezieher. Von einem Teil des Wenigen, was geblieben ist, stopfen die Jobcenter ihre Etat-Löcher. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

„Armutszeugnis für Europa“

Als „Armutszeugnis für Europa“ bewertet Domkapitular Dr. Thomas Witt, Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen im Erzbistum Paderborn, die Empfehlung der EU-Kommission, ab März für Griechenland wieder das sogenannte Dublin-Verfahren beim Flüchtlingszuzug anzuwenden. mehr

Kurzmeldungen – Januar 2017

Krankenhausfinanzierung: Politisches Fachgespräch

Unter der Titel "Investieren aus Verantwortung" veranstalten evangelische und katholische Kirche sowie Caritas in NRW und Diakonie RWL mit Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) und Abgeordneten des Landtags am 14.02.2017 in Düsseldorf ein politisches Fachgespräch.

Sehen Sie dazu auch den Kommentar Krankenhäuser: Investieren aus Verantwortung aus der selbigen Ausgaben unseres Infodienstes sowie Informationsseite zur Veranstaltung.

AG Junge Flüchtlinge NRW: Jubiläum

"Komm, wir reißen Zäune ein!" Das ist der Leitspruch der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, die sich seit 25 Jahren landesweit für die Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen starkmacht.

Auf der Jubiläumsveranstaltung in Hamm bedankte sich Jan Christoph Lamontain für das NRW-Jugendministerium für diesen  Einsatz. "Wenn man auf die letzten 25 Jahre zurückblickt, kann ich guten Gewissens sagen, dass durch und mit Ihrem Engagement viel erreicht wurde", sagte Lamontain für die verhinderte Ministerin Kampmann.

http://bit.ly/2jKXf7S

Sammlungstermine

Die Termine der Caritas-Sammlungen  2017 stehen fest. Die Sommersammlung findet vom 3. bis 24. Juni statt, die Adventssammlung vom 18. November bis 9. Dezember. Das jeweilige Leitwort zur Sammlung lautet: "hingehen – hinsehen – helfen" (wie schon 2016). Der Caritas-Sonntag findet am 17. September statt. Das Thema ist gleichlautend mit der Caritas-Jahreskampagne: "Zusammen sind wir Heimat."

Test zur Grundsicherung

Zur Selbsteinschätzung der Regelleistungen bei der Grundsicherung hat der Caritasverband für das Bistum Aachen einen aktuellen Testbogen herausgebracht. Er dient dazu, sich einen Überblick über Leistungen und Ansprüche auf Grundsicherung für Arbeitsuchende zu verschaffen. Ein weiterer Testbogen gibt einen Überblick über Leistungen und Ansprüche auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Regelleistungen in der Grundsicherung (SGB II) wurden zum 1. Januar angehoben. Die Caritas hält die Regelsätze dennoch für zu niedrig und fordert eine deutliche Erhöhung.

www.caritas-ac.de

Infobroschüre Pflegereform

Titelbild einer Informationsbroschüre der Caritas in NRW zu PflegereformSeit Januar ist die Pflegereform in Kraft. Fünf Pflegegrade ersetzen die bisherigen drei Pflegestufen. Einfach erklärt werden die Änderungen in der Broschüre „So funktioniert die Pflegereform“. Sie wendet sich an Patienten und Angehörige und ist erhältlich bei Sozialstationen und Caritas-Einrichtungen.

Des Weiteren steht die Broschüre hier zum Download zur Verfügung.

Bistum Essen: Beteiligungsgesellschaften fusionieren

Das Bistum Essen fusioniert seine Beteiligungsgesellschaften im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die für die Kliniken gegründete Kosmas und Damian Gesellschaft (K+D) und das Caritas-Trägerwerk im Bistum Essen (CTW) im Altenhilfe- und Pflegebereich gehen in der neuen Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen (BBE) auf. Damit wolle das Bistum Synergien nutzen, um die Nachhaltigkeit und Existenz der Gesellschaften, an denen die BBE beteiligt sein werde, bestmöglich zu unterstützen.

Die Verschmelzung wird rückwirkend zum 1. Januar 2017 wirksam. Der Caritasverband für das Bistum Essen, bislang mit 40 Prozent an dem CTW beteiligt, gebe seine Anteile an das Bistum ab, das damit alleiniger Gesellschafter werde. Ziel der Übertragung sei auch, Aufsicht und Beratung der Einrichtungen voneinander zu trennen, so das Bistum. Die Caritas übernehme weiterhin die politische Vertretung von katholischen Altenhilfeeinrichtungen und Krankenhäusern sowie die wirtschaftliche und fachliche Beratung von Altenheimen im Bistum Essen.

www.kd-essen.de

Caritas in NRW – AKTUELL 1/2017

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Newsletter Caritas in NRW - AKTUELL

Caritas in NRW – AKTUELL informiert sechsmal im Jahr mit aktuellen Nachrichten und Kommentaren zu sozialen und politischen Themen in NRW.

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