Demonstranten bei einer Kundgebung bezüglich einer kostendeckenden Finanzierung der Altenpflegeausbildung vor dem Düsseldorfer Landtag am 12.05.2014 / Markus Lahrmann

Caritas in NRW – AKTUELL

Tag der Pflege

Die Anzahl an Pflegebedürftigen steigt, gleichzeitig steigen auch die fachlichen Anforderungen an das Pflegepersonal. Die Wohlfahrtsverbände in NRW warnen vor einem Fachkräftemangel in der Pflege. Denn dem Pflege-Ausbildungsmarkt stehen in den nächsten Jahren erheblich weniger Schulabgänger zur Verfügung. mehr

Kommentar

Generalistik: Nur ein erster Schritt

Porträt: Brigitte von Germeten-Ortmann

Porträt: Brigitte von Germeten-Ortmann

Die gemeinsame Pflegeausbildung von Alten-, Kinder-, und Krankenpflegerinnen ist kurz vor Ende der Legislaturperiode doch noch beschlossen worden. Der große Wurf ist die Reform nicht geworden. Immerhin geht es in die richtige Richtung. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Deutliche Zunahme

Eine Migrantin, die vor einer gelb gestrichenen Wand sitzt und ein Kind auf dem Arm trägt / Ingrid Nagel, SkF Wesel

Eine Migrantin, die vor einer gelb gestrichenen Wand sitzt und ein Kind auf dem Arm trägt / Ingrid Nagel, SkF Wesel

Angekommen sind geflüchtete Frauen auch in der Schwangerschaftsberatung. Die Zahl der Beratungen beim Sozialdienst katholischer Frauen und bei Caritasverbänden in der Diözese Münster ist 2016 gleich um zehn Prozent angestiegen. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Sommersammlung

Plakat zur Sommersammlung 2017 mit dem Motto 'Hinsehen, Hingehen, Helfen" und vielen nebeneinader aufgereihten Smilies

Plakat zur Sommersammlung 2017 mit dem Motto 'Hinsehen, Hingehen, Helfen" und vielen nebeneinader aufgereihten Smilies

"hinsehen, hingehen, helfen" beschreibt nicht nur treffend die Arbeit der Ehrenamtlichen von Diakonie und Caritas in den Kirchengemeinden. Es ist auch das Motto der diesjährigen Sommersammlung. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Zuwenig Ausbildungsplätze

Jugendliche vor einem Tischkicker / Pedro Citoler

Jugendliche vor einem Tischkicker / Pedro Citoler

Die Freie Wohlfahrtspflege hat fehlende Ausbildungsplätze kritisiert. Im letzten Ausbildungsjahr standen NRW-weit 136 400 ausbildungssuchend gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern nur 110 800 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber – was eine Ausbildungslücke von 25 600 Stellen bedeutet. mehr

Kurzmeldungen – Juni 2017

Caritas-Lotterie

Die Caritas-Lotterie der Diözesan-Caritasverbände Aachen, Münster und Paderborn wird auch 2017 fortgeführt. "Helfen & Gewinnen" heißt es wieder in angeschlossenen Kitas, Altenheimen, Jugend- oder Behindertenhilfe-Einrichtungen. Auch ehrenamtliche Caritas-Gruppen profitieren von der Lotterie. Von jedem verkauften Rubbellos (Preis: 1 Euro)  kommen 40 Cent der caritativen Arbeit in der verkaufenden Organisation zugute. Die übrigen 60 Cent werden für Geldgewinne, Werbung und Sachkosten benötigt. Das Gewinnen kommt nicht zu kurz: Pro Lotterie-Serie gibt es einen Hauptgewinn von 1000 Euro und zahlreiche kleinere Geldpreise.

Gelegenheiten, sich ohne großen Aufwand an der Lotterie zu beteiligen, gibt es für die Caritas-Einrichtungen genug: bei Sommerfesten, Jubiläen, Tagen der offenen Tür, auf Betriebsfeiern, Messen, in Fußgängerzonen, im Bekanntenkreis. Die Caritas-Lotterie "Helfen & Gewinnen" endet am 31. Dezember. Lose erhalten Caritas-Einrichtungen bei der Lotteriegeschäftsstelle. Abgepackt sind sie zu je 300 Stück und werden in Kommission zur Verfügung gestellt.

www.caritaslotterie.de

Flüchtlinge mitnehmen

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW bittet erneut alle Ausländerbehörden in NRW, in diesem Jahr jungen Flüchtlingen die Teilnahme an Ferienfreizeiten auch in anderen Bundesländern und im Ausland zu ermöglichen. Die Behörden sollten auf Antrag eine für die Reise befristete Aufenthaltserlaubnis erteilen. Damit ist zum Ende der Freizeit eine Wiedereinreise nach Deutschland möglich. Viele Jugendverbände, Vereine und Initiativen setzen sich jedes Jahr dafür ein, dass junge Flüchtlinge die Chance erhalten, auf Ferienfreizeiten mitzufahren. Denn auch sie haben ein Recht auf Freizeit und Erholung.

Mehr Geflüchtete ausbilden: Bedenken unbegründet

Vielen jungen Geflüchteten bleibt der Zugang zum Berufsleben in Deutschland verwehrt. Das zeigen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zur Halbzeit des laufenden Ausbildungsjahres.

Von 3584 ausbildungssuchenden Menschen mit Fluchthintergrund in NRW haben bisher nur 178 eine Lehrstelle gefunden. Der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel appelliert daher an Arbeitgeber, mehr Geflüchtete auszubilden: "Damit gewinnen die Unternehmen motivierten Nachwuchs, geben jungen Menschen eine Perspektive und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration."

Fremde Kultur, unsichere Bleibeperspektiven, unzureichende Sprachkenntnisse: Viele Unternehmen zögern, die Neuankömmlinge in ihren Betrieben auszubilden. Doch die Bedenken seien häufig unbegründet – das zeigten die Erfahrungen, so Hensel: "Junge Geflüchtete mit einem Ausbildungsplatz bekommen in NRW in der Regel für die gesamte Dauer der Lehre und zwei Anschlussjahre eine Aufenthaltserlaubnis. Sie überzeugen sehr häufig mit hoher Leistungsbereitschaft und Lernfähigkeit.", betonte der Caritasdirektor.

Obdachlosenwallfahrt in Essen

Bischof Franz-Josef Overbeck steht in der Sankt-Gertrud-Kirche (Essen) vor Obdachlosen und redet zu ihnen. Die Obdachlosen stehen mit dem Rücken zur Kamera.Nicole Cronauge | Bistum Essen

Rund 200 Männer und Frauen haben an der nordrhein-westfälischen Obdachlosenwallfahrt in Essen teilgenommen. Dort fand sie erstmals statt, wie das Ruhrbistum mitteilte. An dem Tag unter dem Motto "Maria, Schwester auf der Straße" habe die Goldene Madonna im Essener Dom im besonderen Fokus der Pilger gestanden. Gemeinsam mit Dompropst Thomas Zander feierten die Obdachlosen und ihre Betreuer dort einen Gottesdienst, bevor sie zur Sankt-Gertrud-Kirche in der Nordstadt zogen.

Unterstützt von Betreuungseinrichtungen aus dem ganzen Land, waren viele der aktuellen oder ehemaligen Obdachlosen in Gruppen mit Plakaten, Kreuzen oder Transparenten nach Essen gekommen. Am Nachmittag mischte sich Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck unter die Pilger. "Wir beten gemeinsam, wir teilen den Tisch – und wir kümmern uns umeinander", betonte er.

OGS auf Sparflamme: Bessere Förderung nötig

Das Interesse an der Offenen Ganztagsgrundschule ist groß, die Anmeldezahlen wachsen stetig. Aber die Finanzierung ist eine Glückssache. "Vermögende Kommunen können die magere Landesförderung ergänzen, aber wenn sie in der Haushaltssicherung sind, dürfen sie es nicht", beschreibt Marita Haude vom Diözesan-Caritasverband Münster die Misere.

Rund 80 Prozent der OGS-Plätze werden von den Wohlfahrtsverbänden angeboten. Das Land schießt 994 Euro zu den jährlichen Kosten dazu, der Pflichtanteil der Kommunen beträgt 435 Euro. Für einen gut ausgestatteten OGS-Platz werden jedoch mindestens 3000 Euro im Jahr benötigt, hat der Direktor der Duisburger Caritas, Ulrich Fuest, für seine OGS errechnet. Nur dann könne ein hochwertiges Bildungsangebot in gut ausgestatteten Räumen mit ausgebildeten Fachkräften angeboten werden. Entsprechend sei eine deutliche Erhöhung der Förderbeträge notwendig. Mit Aktionen vor Ort machen die Träger auf den Mangel aufmerksam. Für den 12. Juli ist eine gemeinsame Schlusskundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf geplant.

Caritas in NRW – AKTUELL 3/2017

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Newsletter Caritas in NRW - AKTUELL

Caritas in NRW – AKTUELL informiert sechsmal im Jahr mit aktuellen Nachrichten und Kommentaren zu sozialen und politischen Themen in NRW.

Newsletter abonnieren