Moderator Markus Lahrmann und Umweltstaatsekretär Peter Knitsch stehen bei der Abschlussveranstaltung des Projekts "NRW bekämpft Energiearmut" zusammen auf einer Bühne / Petra Stommel

Caritas in NRW

Stromspar-Check

Politik trifft Praxis - unter diesem Motto besuchte der nordrhein-westfälische Umweltstaatsekretär Peter Knitsch das Projekt "NRW bekämpft Energiearmut" in Köln-Chorweiler. Im Rahmen dieser Initiative können sich Haushalte mit geringem Einkommen kostenlos und zuhause zum Thema Energieeffizienz beraten lassen. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Wir betreuen 10000 Flüchtlinge

Porträt: Thomas Berding

Porträt: Thomas Berding

Der neue Landesgeschäftsführer des Malteser Hilfsdienstes gibt Gas mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

"Stille Nacht"

Banner mit der Weihnachtsmarke aus 2015 mit dem Motiv der alten, verschneiten St.-Nikolai-Kirche in Oberndorf bei Salzburg, in der die Kirchengemeinde gemeinsam das Lied „Stille Nacht“ singt

Banner mit der Weihnachtsmarke aus 2015 mit dem Motiv der alten, verschneiten St.-Nikolai-Kirche in Oberndorf bei Salzburg, in der die Kirchengemeinde gemeinsam das Lied „Stille Nacht“ singt

Auf der Weihnachtsmarke 2015 ist die alte, verschneite St.-Nikolai-Kirche in Oberndorf bei Salzburg angedeutet, in der die Kirchengemeinde gemeinsam das Lied „Stille Nacht“ singt. mehr

Frau an der Nähmaschine / KNA / Oppitz

Pressemitteilung

Aufruf

Gemeinsamer Aufruf von Kirchen und Sozialverbänden mehr

Newsticker – Dezember 2015

Kinderrechte auch für Flüchtlingskinder

Caritas fordert medizinische Betreuung von Kindern in Unterkünften

Essen - Für das Recht auf Privatsphäre auch für Flüchtlingskinder setzt sich die Caritas im Ruhrbistum ein. "Kinderrechte gelten uneingeschränkt auch für Flüchtlingskinder in jedem Land, in dem sie sich aufhalten, egal ob sie registriert sind oder nicht. Auch in deutschen Unterkünften werden diese Rechte oft nicht eingehalten, obwohl gerade Kinder und Jugendliche besonders schutzbedürftig sind", sagte Andreas Meiwes,
Direktor der Caritas im Bistum Essen.

Familien mit Kindern und Jugendlichen müssten schnell angemessenen Wohnraum bekommen, damit ihre Privatsphäre gewahrt werden könne, forderte Meiwes.

Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention schreibt den Zugang von Kindern zu notwendiger ärztlicher Hilfe und Gesundheitsfürsorge vor. Meiwes: "Hinter diesem Anspruch bleiben wir weit zurück. Jede Unterkunft braucht eine medizinische Bereitschaft rund um die Uhr. Fehlende gesundheitliche Versorgung hat nicht nur direkte organische Auswirkungen, sondern auch psychosoziale Folgen, die umso schädlicher sein können, je jünger die betroffenen Kinder sind." Der Caritasdirektor begrüßte ausdrücklich die neu geplante Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention, die auf Empfehlung der Vereinten Nationen nun endlich auch in Deutschland eingerichtet wird.

Steuern gegen Armut

Köln - Die Nationale Armutskonferenz (nak) fordert eine Zweckbindung von Erbschafts- und Vermögenssteuer, um Armut in Deutschland zu bekämpfen. "Es gibt bei vielen Erben durchaus ein Einsehen, enorme Vermögen bei ihrer Weitergabe an die nächste Generation etwas stärker zugunsten klarer, sozial nachvollziehbarer Verwendungen heranzuziehen", sagte der Sprecher der Nationalen Armutskonferenz und Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank J. Hensel. Nach Angaben der nak wächst in Deutschland jedes fünfte Kind in einer einkommensarmen Familie auf. Mitverantwortlich dafür macht die nak die unzureichenden Hartz-IV-Regelsätze.

Hensel appellierte an die Politiker, endlich politische Entschiedenheit an den Tag zu legen: "Wir dürfen keine weiteren Jahre mehr verlieren."

Mehr Geld für Behinderte nötig

Düsseldorf - Für die geplante Gleichstellung behinderter Menschen in Nordrhein-Westfalen verlangen die Wohlfahrtsverbände von der rot-grünen Landesregierung mehr finanzielle Mittel. Zwar sei der Entwurf für ein Inklusionsstärkungsgesetz grundsätzlich zu begrüßen; er müsse aber noch deutlich präzisiert werden, heißt es in einer Stellungnahme der Freien Wohlfahrtspflege NRW an den Landtag. Die Wohlfahrtsverbände fordern vom Land für die gesellschaftliche Beteiligung gehandicapter  Menschen mehr Finanzmittel für barrierefreie Kommunikation, Mobilität, Verwaltungsaufwand, Assistenz sowie Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche. Zudem müsse die Landesregierung auf die Städte und Gemeinden einwirken, dass die Belange Behinderter in  den Kommunal-Satzungen festgeschrieben würden, so die Wohlfahrtsverbände. Zur stärkeren Einbindung der Verbände bei der Gleichstellung behinderter Menschen werde vom Land das Instrument der Zielvereinbarung bisher zu wenig genutzt. Dazu gehöre auch eine entsprechende "Wirkungskontrolle".

Aufwertung der Beratung gelobt

Essen - Die Caritas im Bistum Essen hat die Aufwertung der Beratung im nun verabschiedeten Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) begrüßt. Zugleich kritisiert der Verband, dass diese auch nach der Gesetzesnovelle unterfinanziert bleibe – und das bei steigendem Bedarf. „In der Praxis bedeuten die nun vom Bundesministerium für Gesundheit gepriesenen Anhebungen der Beratungsvergütung gerade mal einen Euro mehr, wie eine Vergleichsberechnung zeigt. Wenn es an die Bezahlung geht, ist der Gesetzgeber eher kleinlich“, konkretisiert Pflege-Experte Frank Krursel. So könnten in den Pflegegraden 2 und 3 statt früher 22 Euro nun bis zu 23 Euro und in den Pflegegraden 4 und 5 statt zuvor 32 Euro nun bis zu 33 Euro abgerechnet werden. „Wir werden weiter politisch dafür eintreten, dass dieser Bereich auch in der Finanzierung höhere Anerkennung erfährt. Auch in der Beratung beweist sich Pflegequalität“, erklärt der Direktor der Caritas im Bistum Essen, Andreas Meiwes.

Caritas in NRW – AKTUELL 6/2015

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Eine große, geöffnete Schere mit Ständer, die auf der belebten Domplatte mit dem Kölner Dom im Hintergrund. Auf der einen Hälfte der Schere steht der Schriftzug 'Arm', auf der anderen 'Reich'. / Jo Schwartz

Caritas in NRW – AKTUELL

5/2015

Zum zweiten Mal nach 2012 hat die Nationale Armutskonferenz (nak) einen Schattenbericht zur Armut in Deutschland vorgelegt. Er trägt den Titel "Zehn Jahre Hartz IV – zehn verlorene Jahre". Die nak forderte mehr Entschiedenheit bei der Bekämpfung von Armut: "Keine weiteren Jahre verlieren!" mehr

Pressemitteilung

Thema Demenz nicht verschweigen

Burkard Schröders, Prof. Dr. Hans Georg Nehen und Barbara Steffens stehen vor dem Podium bei der Fachtagung 'Daheim und unterwegs – was Menschen mit Demenz brauchen!' in Krefeld zusammen und reden. / Christian Heidrich

Burkard Schröders, Prof. Dr. Hans Georg Nehen und Barbara Steffens stehen vor dem Podium bei der Fachtagung 'Daheim und unterwegs – was Menschen mit Demenz brauchen!' in Krefeld zusammen und reden. / Christian Heidrich

Caritas will mehr gesellschaftliche Teilhabe für Demenzkranke erreichen. Fachtagung beleuchtet Hemmnisse für inklusiven Umgang mit Demenzkranken. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Ziel: "erfüllende Arbeit"

Arbeitgeber können Berufsanfängern der Sozialen Arbeit den Einstieg erleichtern, wenn sie ihnen fachliche Einbindung und Unterstützung bieten. Das war eines der Ergebnisse einer Befragung angehender Fachkräfte, die Prof. Ulrich Deller und Clemens Platzköster von der Katholischen Hochschule Aachen vorstellten. mehr

Pflegerin reicht älterer Dame ihre Tabletten / DCV/KNA

Caritas in NRW – AKTUELL

Wegwerf-Vorschrift für Medikamente bleibt

Die Bundesregierung plant keine Gesetzesreform, um die Weiterverwendung unverbrauchter Medikamente in Hospizen zu erlauben. Hospize sind weiterhin gesetzlich dazu verpflichtet, Medikamente verstorbener Patienten zu vernichten. Der Kölner Diözesan-Caritasverband kritisiert diese Wegwerf-Vorschrift. mehr

Newsticker – November 2015

"Asylgesetz verfassungswidrig"

Paderborn – Der Diözesan-Caritasverband Paderborn hält das neue Asylgesetz für verfassungswidrig. Insbesondere die Beschneidung des menschlichen Exis-tenzminimums in bestimmten Fällen widerspreche einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2012, sagt Marie-Luise Tigges, Referatsleiterin "Integration und Migration". "Das Bundesverfassungsgericht hat 2012 klargestellt, dass dieses Existenzminimum allen Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zukommt. Es darf nicht beschnitten werden." Die neuen Regelungen – etwa die drastische Leistungsreduzierung für vollziehbar Ausreisepflichtige – sollten Flüchtlinge offenbar abschrecken. Doch genau dies erlaube das Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht, sagt Tigges. Weiterhin kritisierte die Caritas das vorgesehene Arbeits- und Weiterbildungsverbot für Geduldete, das zu einer völligen Perspektivlosigkeit führe. Auch den Vorrang von Sachleistungen in Erstaufnahmeeinrichtungen lehnt die Caritas ab. Allerdings gibt es dabei auch eine Ausnahmeklausel des "vertretbaren Verwaltungsaufwandes". NRW wird von der Regelung keinen Gebrauch machen und weiterhin Bargeld auszahlen.

Christliches Profil erkennbar

Münster – Vier von fünf befragten Mitarbeitern in den 57 katholischen Kliniken in der Diözese Münster sehen ein erkennbares christliches Profil ihrer Häuser. Andererseits üben sie aber Kritik daran, dass ihr Wunsch nach Anerkennung und Respekt von Vorgesetzten und Kollegen nicht eingelöst wird. Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser im Caritasverband für die Diözese Münster hatte online alle rund 25000 Mitarbeitenden befragt. Mit 2104 Rückmeldungen sind die Ergebnisse repräsentativ. Ziel war, ihre Einschätzung zum christlichen Profil zu erfahren und daraus entsprechende Angebote zu entwickeln.

Download unter: www.caritas-muenster.de

Entbürokratisierung der Pflege

Rheine – Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat die Caritas im Bistum Müns-ter für ihren Beitrag zur Entbürokratisierung der Pflege gelobt. "Ohne die Caritas wären wir noch nicht so weit", erklärte der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Der katholische Wohlfahrtsverband habe sich kontinuierlich gegen eine überbordende Dokumentation in der Pflege eingesetzt, sagte Laumann. Die Caritas setzt mit dem Projekt "PracSIS" auf die strukturierte Informationssammlung (SIS) und konnte damit eine Reduzierung der Dokumentation von 70 auf 20 Seiten erreichen. Bundesweit beteiligen sich inzwischen 7000 Einrichtungen an dem neuen Verfahren zur Entbürokratisierung. Auch der Diözesan-Caritasverband Köln hat es mit einem ähnlich strukturierten Projekt geschafft, den Dokumentationsaufwand in der Pflege erheblich zu reduzieren – ohne Qualitätseinbußen.

KNA

Kita-Schließungen befürchtet

Düsseldorf - Wegen akuter Finanzprobleme sind aus Sicht der Wohlfahrtsverbände derzeit 3600 der 9600 Kindergärten in Nordrhein-Westfalen von Schließung bedroht. Bei den Kirchen und freien Trägern arbeite jede zweite Kita defizitär, sagte die Expertin für Tageseinrichtungen bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW (LAG FW), Marita Haude, im Düsseldorfer Landtag.

Viele Kitas seien gezwungen, ihr Personal auf die gesetzliche Mindestausstattung herunterzufahren. Für die Qualität der Betreuung sei dies "bitter". Das Düsseldorfer Parlament beriet jüngst einen Antrag der CDU-Opposition, die hälftig von Land und Kommunen finanzierten Kindpauschalen an die freien Träger jährlich um 2,5 Prozent zu erhöhen. Im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ist eine Anhebung von nur 1,5 Prozent pro Jahr festgeschrieben. Die Erhöhung eines Prozentpunktes kostet Land und Kommunen 40 Millionen Euro.

Die Vertreter der beiden großen Kirchen plädierten bei der Anhörung für ein neues Gesetz, um die Finanzierung auf "eine solide Grundlage" zu stellen. Die derzeitige jährliche Anpassung entspreche nicht der tatsächlichen Personal- und Betriebskostenentwicklung.

Der Leiter des Katholischen Büros NRW, Antonius Hamers, erklärte, immer mehr Pfarreien fühlten sich mit der Finanzierung ihrer Einrichtungen erheblich überfordert. So verzeichne die katholische Kirchengemeinde im westfälischen Coesfeld ein Defizit von jährlich 107.000 Euro für ihre fünf Kindergärten. Dies sei etwa ein Fünftel des gesamten Pfarrei-Etats. Die Kirche gebe ungern Kindergärten auf, weil sie in ihnen einen "wichtigen sozialen und pastoralen Auftrag" sehe, betonte Hamers. Gerade in Zeiten hoher Zuwanderung komme ihnen der wichtige Auftrag zu, für Flüchtlingskinder Bildungs- und Chancengerechtigkeit herzustellen.

In NRW gibt es laut NRW-Familienministerium derzeit 9600 Kindergärten mit 620000 Betreuungsplätzen. Etwa 3700 dieser Einrichtungen werden von den beiden großen Kirchen unterhalten.

Spendenrekord für Lichtblicke

Oberhausen – Die Aktion Lichtblicke hat im Geschäftsjahr 2014/2015 mit 3,84 Millionen Euro ihr bislang bestes Spendenergebnis erzielt. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres sogar um 370.000 Euro übertroffen. Mit den Spendengeldern konnten rund 8.400 bedürftige Kinder und Jugendliche sowie deren Familien unterstützt werden. Auch die Anzahl der Spender stieg auf aktuell 21.709 an. "Das Mitgefühl mit den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien in NRW, die in Not geraten sind, ist enorm und steht für Zusammenhalt und Solidarität einer starken und intakten Gesellschaft", sagte Dr. Frank Johannes Hensel, Vorstandsvorsitzender der Aktion Lichtblicke e. V. Lichtblicke ist eine gemeinsame Aktion von Caritas und Diakonie und den Lokalradios in NRW.

Caritas in NRW – AKTUELL 5/2015

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

zwei Männer beim Möbel packen / Pedro Citoler

Caritas in NRW – AKTUELL

4/2015

Immer mehr Hartz-IV-Empfänger haben Schulden beim Jobcenter. Ein nicht ausreichender Regelsatz zwinge Arbeitslose dazu, sich Geld zu leihen, so die Freie Wohlfahrtspflege NRW, die das Versagen der Arbeitsmarktpolitik anprangert. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Betreuungsvereine gefährdet

Beratung einer Frau / KNA / Oppitz

Beratung einer Frau / KNA / Oppitz

Eine bessere Finanzierung der Betreuungsvereine in NRW fordert die Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege (LAG FW) und unterstützt ausdrücklich einen Antrag der CDU-Opposition im Landtag. Die Finanzierungslücke der vom Land geförderten Vereine beträgt nach Angaben der LAG inzwischen 2,6 Millionen Euro. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Nebelkerzen einer Krankenhausreform

Porträt: Burkard Schröders

Porträt: Burkard Schröders

Fachleute befürchten für Nordrhein-Westfalen die Schließung von nahezu jedem dritten Krankenhaus, wenn die geplante Krankenhaus-Reform Gesetz wird. Bleibt die Frage: Wer soll die gesundheitliche Versorgung auf dem Land leisten, wenn immer mehr Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen? mehr

Ein junger Migrant im grauen Hemd steht in einem Wohnraum und blickt in die Kamera. Im Hintergrund steht eine Frau. / Caritas

Pressemitteilung

Leben in der Warteschleife ist unzumutbar

Caritas in NRW fordert ein schnelleres Anerkennungsverfahren für Flüchtlinge in Deutschland mehr

Newsticker – September 2015

Christliches Profil gut erkennbar

Münster - Die gute Nachricht: Vier von fünf befragten Mitarbeitern in den 57 katholischen Kliniken in der Diözese Münster sehen ein erkennbares christliches Profil ihrer Häuser. Andererseits üben sie aber Kritik daran, dass ihr Wunsch nach Anerkennung und Respekt von Vorgesetzten und Kollegen nicht eingelöst wird. Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser im Caritasverband für die Diözese Münster hatte online alle rund 25000 Mitarbeitenden befragt. Mit 2 104 Rückmeldungen sind die Ergebnisse repräsentativ. Ziel war, ihre Einschätzung zum christlichen Profil zu erfahren und daraus entsprechende Angebote zu entwickeln.

Die Studie finden Sie unter www.caritas-muenster.de/wirhelfen/menschenbeikrankheit/krankenhaeuser/

Eine Million Sterne

Freiburg - Zum neunten Mal ruft Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, zur Teilnahme an der Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ auf. Am 14. November 2015, dem bundesweiten Aktionstag, werden in ganz Deutschland öffentliche Plätze im Lichterglanz erstrahlen.

Thematisch geht es um die Caritas-Kampagne „Stadt –Land – Zukunft“. Die anhaltende Abwanderung der erwerbsfähigen Bevölkerung aus dem ländlichen Raum zieht viele Probleme nach sich. Die Caritas lädt dazu ein, den Wandel aktiv mitzugestalten.

„Armut ist menschenunwürdig“

Paderborn - Armut in Form von wirtschaftlicher Not, sozialem Elend und kultureller Verarmung sei menschenunwürdig und müsse mit allen Mitteln überwunden werden. Das hat Weihbischof (em.) Manfred Grothe, Apostolischer Administrator des Bistums Limburg, in  einem Pontifikalamt zum Caritas-Tag im Hohen Dom in Paderborn betont. Vor rund 800 Mitarbeitern aus caritativen Initiativen, Diensten und Einrichtungen sagte er, Jesus habe deutlich gemacht, dass Gott auf der Seite dieser Armen stehe und dass er von allen, die sich zu ihm bekennen, erwarte, dass sie in seinem Namen den Armen helfen. Darin liege auch der christliche Einsatz für soziale Gerechtigkeit begründet.

Europäische Solidaritäts-Tagung

NRW - Die letzte Teilnehmerin des CAPSO-Projektes ist Ende Mai wohlbehalten von ihrem Studienaufenthalt zurückgekehrt. Damit ist das grenzübergreifende Projekt „Caritas in Europe – Promoting Together Solidarity“ (CAPSO) formal abgeschlossen. Innerhalb des Projektzeitraumes von zwei Jahren reisten 30 Caritas-Kolleginnen und -Kollegen aus Deutschland für zwei Wochen zu Caritas-Organisationen in ganz Europa, um die dortige Caritas und das Sozialsystem kennenzulernen. Zum Abschluss des Projektes und zum Start in neue Kooperationen wird am 29. September 2015 eine Abschlusskonferenz in Berlin stattfinden. Wer an europäischen Partnerprojekten interessiert ist oder sich innerhalb Deutschlands und Europas mit anderen Caritas-Organisationen vernetzen will und zudem an dem Themenkomplex „Soziale Herausforderungen und Solidarität in Europa“ interessiert ist, der sollte diesen Termin nicht verpassen!

Informationen und Anmeldung bei Johanna Hendrich unter Tel. 0 89/5 44 97-1 81 oder per Mail unter johanna.hendrich@caritas-bayern.de

Caritas in NRW – AKTUELL 4/2015

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Alte Dame und junge Pflegerin / KNA / Oppitz

Caritas in NRW – AKTUELL

3/2015

Angesichts einer alternden Bevölkerung warnen die nordrhein-westfälischen Wohlfahrtsverbände vor einem drohenden Pflegenotstand. Die Diözesan- Caritasverbände in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich am Internationalen Tag der Pflege (12.Mai) gemeinsam an der Initiative der Freien Wohlfahrtspflege unter dem Motto „Wir für Sie“. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Streit mit verdi-Chef Bsirske

verdi-Chef Frank Bsirske steht bei einer Veranstaltung im Haus der Unternehmer in Duisburg vor einem Pult und hält eine Rede / Michael Kreuzfelder

verdi-Chef Frank Bsirske steht bei einer Veranstaltung im Haus der Unternehmer in Duisburg vor einem Pult und hält eine Rede / Michael Kreuzfelder

Erstmals trat Verdi-Chef Frank Bsirske auf einem Caritas-Podium an, um seine Kritik am Dritten Weg loszuwerden. Die Gewerkschaft will das Streikrecht auch für die meisten kirchlichen Arbeitsnehmer erkämpfen. Beim 2. Kirchlichen Dienstgebertag in Duisburg verteidigten kirchliche Arbeitgeber das geltende Arbeitsrecht der Kirchen. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Bürokratisches Ungetüm BuT

Junge bei den Hausaufgaben / KNA / Oppitz

Junge bei den Hausaufgaben / KNA / Oppitz

Vor vier Jahren wurde das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) eingeführt, um Kinder in Hartz-IV-Familien zu fördern. Jetzt zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung: Armut hemmt die Entwicklung von Kindern weiterhin. mehr

Newsticker – Juni 2015

Schnelle Deutschkurse für alle Flüchtlinge nötig

Köln – Caritas fordert das Land NRW auf, Sprachkurse unabhängig von der Anerkennung des Aufenthaltsstatus zu ermöglichen.

Die Caritas im Erzbistum Köln fordert für Asylbewerber und Flüchtlinge sofortigen Zugang zu öffentlich geförderten Sprachkursen. „Wesentliche Voraussetzungen für eine gelungene Integration sind das Erlernen der deutschen Sprache und der Zugang zum Arbeitsmarkt“, so Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel. Flüchtlinge dürfen in Nordrhein-Westfalen zwar nach drei Monaten arbeiten, haben aber bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens keine Chance, einen öffentlich geförderten Deutschkurs zu besuchen. Das müsse geändert werden. Werde diese sinnvolle und notwendige Grundinvestition nicht schnell getätigt, drohe ein Vielfaches an Folgekosten.

Neues kirchliches Arbeitsrecht

Essen – Das neue kirchliche Arbeitsrecht tritt in den nordrhein-westfälischen Bistümern zum 1. August in Kraft.

Wie in den Bistümern Köln, Münster, Paderborn und Aachen werde die Grundordnung zu diesem Termin auch in der Diözese Essen wirksam, teilte das Ruhrbistum mit. Die Bischöfe hatten eine modernisierte Fassung der kirchlichen Grundordnung veröffentlicht. Danach sollen Wiederverheiratung oder das Eingehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft nur noch in schwerwiegenden Fällen arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung haben. Die Reform legt darüber hinaus fest, dass Gewerkschaften am Zustandekommen kirchlicher Arbeitsvertragsbedingungen zu beteiligen sind. Streiks lehnen die Bischöfe weiter ab. Der Essener Bischof Franz Josef Overbeck würdigte den Beschluss als das „Ergebnis eines jahrelangen Abwägungsprozesses“. Mit dem Ergebnis sei er zufrieden.

Kirchenasyl verteidigt

Berlin – Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat das „Kirchenasyl“ für Flüchtlinge nachdrücklich verteidigt. Die Kirchen wollten sich dadurch „nicht über das herrschende Recht stellen“, sagte er beim Jahresempfang des Deutschen Caritasverbandes (DCV) in Berlin. Vielmehr machten sie damit im Einzelfall auf unzumutbare Härten aufmerksam, betonte Woelki, der die Caritaskommission der Deutschen Bischofskonferenz leitet.

Derzeit gewähren die Kirchen bundesweit rund 430 von Abschiebung bedrohten Flüchtlingen Asyl, um eine eingehendere Prüfung von Härtefällen zu ermöglichen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte dies im Februar als rechtswidrig scharf kritisiert. Woelki räumte ein, es könne vorkommen, „dass die Kirchen zu Maßnahmen greifen, die von staatlicher Seite Missbilligung hervorrufen“. Dennoch müssten Staat und Kirchen „um der Menschen willen“ zusammenarbeiten, forderte der Kölner Erzbischof.

KNA

Arbeitsmarkt reformieren!

Köln – Die Caritas im Erzbistum Köln fordert von der Bundesregierung mehr Hilfen für die bundesweit rund 480 000 Langzeitarbeitslosen. Der Verband kritisierte, dass der Bund das Budget für „Leistungen zur Eingliederung in Arbeit“ zwischen 2010 und 2013 von 6,6 auf 3,9 Milliarden Euro gekürzt habe. Heute werde nur noch jeder elfte Hartz-IV-Empfänger mit einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme gefördert, 2010 sei es noch jeder siebte gewesen. Wenn überhaupt, fänden Langzeitarbeitslose meist nur kurzfristig eine oft prekäre Beschäftigung, etwa in Minijobs oder in der Zeitarbeit, auf die bald wieder die Arbeitslosigkeit folge. „Seit Jahren konzentriert sich die Politik auf die schnelle Vermittlung von marktnahen Arbeitslosen. Menschen mit brüchigen Berufsbiografien und sozialen Schwierigkeiten bleiben draußen“, kritisierte Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel. „Die politischen Entscheidungen müssen endlich zugunsten auch derjenigen fallen, die nicht so leicht vermittelbar sind.“ Gebraucht werden nach Einschätzung der Caritas wieder mehr Möglichkeiten, um Langzeitarbeitslose mit psychosozialer Begleitung und beruflichen Qualifizierungen wirksam zu unterstützen.

Gegen Monetarisierung des Ehrenamts

Münster – Mit einem Positionspapier zur Monetarisierung im bürgerschaftlichen Engagement treten die Wohlfahrtsverbände in NRW für eine klare Begrifflichkeit beim Ehrenamt ein. Die Verbände betonen, dass freiwilliges Engagement, Ehrenamt oder bürgerschaftliches Engagement grundsätzlich unentgeltlich sei. Außer dem möglichen Ersatz von Fahrt- oder Sachkosten werde dort keine finanzielle Entschädigung gewährt. Die Unentgeltlichkeit solchen Engagements bedeute eine eigene Qualität.

Man dürfe nämlich nicht in den Verdacht geraten, untertarifliche abhängige Be-schäftigung mit dem Titel Ehrenamt zu beschönigen, heißt es in dem Papier. Solchen Engagementformen, die beispielsweise geringfügig bezahlt würden, lägen eine andere Begründung und andere Rahmenbedingungen zugrunde.

www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de

Gute Idee mit fahlem Nachgeschmack

Ein doppelseitiger Mülleimer aus Metall, an dem ein oranger Pfandring befestigt ist, der einige Pfandflaschen enthält. Der Mülleimer steht an einer Straßenecke.© 2013 Pfandring by Paul Ketz /
Fotos: Markus Diefenbacher

NRW – 2012 wurde die Idee eines Pfandringes, der an Mülleimern angebracht wird, um dort Pfandflaschen einzustellen, mit einem Designpreis ausgezeichnet. Inzwischen findet der Pfandring in verschiedenen Großstädten Resonanz. Beworben wird er als ökologisch, ökonomisch und sozial. „Mit dem Pfandring wird die sonst weggeworfene Flasche zum Geschenk für die, die es wirklich brauchen“ (www.pfandring.de) und eine Stadtteilzeitung in Düsseldorf formulierte jüngst, „bedürftige Menschen“ müssten dann nicht in den Mülleimer greifen und könnten sich somit an den Scherben nicht verletzen. Wie fürsorglich, möchte man hinzufügen.

Ökologisch und ökonomisch ist der Pfandring gewiss eine gute Idee.  Beim Wort „sozial“ sollten wir aber zumindest daran denken, dass hier Armutsökonomie betrieben wird. Ein fahler Nachgeschmack bleibt deshalb. Er erinnert an die Debatten über die Notwendigkeit von „Tafeln“.

Bruno W. Nikles

Zustimmung zum Kita-Streik

NRW – Aus den Kirchen gibt es Zustimmung zum Kita-Streik. Die Interessenvertretungen der Beschäftigten in katholischen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen schlossen sich der Forderung nach mehr Anerkennung und höheren Löhnen an.

Kirchlichen Mitarbeitern ist das Streikrecht verwehrt. „Auch wir brauchen unbedingt mehr gesellschaftliche Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung der sozialen Arbeit“, erklärten die Mitarbeitervertreter bei den Caritasverbänden und in den fünf Diözesen in Nordrhein-Westfalen. Die Gewerkschaften wollen für die Erzieher-/innen in kommunalen Einrichtungen und Sozialarbeiter eine bessere tarifliche Eingruppierung, die durchschnittlich zehn Prozent mehr Einkommen entspricht.

Die Dienstgeber der Caritas warnten allerdings kürzlich genau davor: „Wenn die Erzieher-/innen in kommunalen Kindertagesstätten künftig im TVöD vier Lohngruppen höher eingestuft werden, bringt der Dominoeffekt das Gehaltsgefüge beispielsweise unserer Einrichtungen der Behindertenhilfe aus dem Lot“, sagte Lioba Ziegele, Sprecherin der Dienstgeberseite der AK Caritas.

Caritas in NRW – AKTUELL 3/2015

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

zwei Frauen mit Mädchen / KNA / Oppitz

Caritas in NRW – AKTUELL

2/2015

Die Caritas in NRW fordert ein landeseinheitliches Gesetz, um den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Familien zu verbessern. „Ein solches Präventionsgesetz ist längst überfällig und notwendig“, sagte Heinz-Josef Kessmann, Sprecher der nordrhein-westfälischen Diözesan-Caritasdirektoren. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Schutz für Flüchtlingskinder gewährleisten

Mit großer Sorge sieht der Diözesan-Caritasverband Paderborn Pläne der Bundesregierung, künftig unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bundesweit gleichmäßig auf die Kommunen zu verteilen. Bislang werden diese meist nur in wenigen Städten betreut. Dort hat man Erfahrung und kann sich gut um sie kümmern - und sie angemessen schützen. mehr

Internetportal

Steigender Bedarf an Pflegekräften

Pflegerin misst einer älteren Dame den Blutdruck  / KNA / Oppitz

Pflegerin misst einer älteren Dame den Blutdruck  / KNA / Oppitz

Angesichts des steigenden Bedarfs an Pflegekräften ist in Nordrhein-Westfalen ein Internetportal für Pflegeberufe gestartet. Unter www.pflegeberufe-nrw.de werben Arbeitgeber und Berufsverbände in der Pflege gemeinsam um Auszubildende für diesen gesellschaftlich wichtigen Beruf. mehr

Newsticker – März 2015

Internationaler Tag der Pflege

Münster – Den 12. Mai, den internationalen Tag der Pflege, werden die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW nutzen, um auf drängende Fragen hinzuweisen.

Unter dem Motto "Wir für Sie" wollen die Verbände die Leitungen der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege in die Öffentlichkeit bringen. Unter dem Schlagwort der Quartiersentwicklung fordern die Verbände eine ausreichende Versorgung mit ambulanten und stationären Pflegeangeboten. Sie demonstrieren aber auch für das Anliegen, mehr Geld in die Ausbildung von Pflegekräften zu investieren.

Der Internationale Tag der Pflege geht zurück auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale, die als Pionierin auf dem Gebiet der Pflege gilt. Der 12. Mai soll als Auftakt und zentraler Tag für Aktionen und Veranstaltungen in ganz NRW dienen, die bis zum 19. Mai dauern können.

Bischöfe loben "Preis gegen Fremdenfeindlichkeit" aus

Bonn – Mit Blick auf steigende Flüchtlingszahlen und aus Sorge vor Fremdenfeindlichkeit lobt die Deutsche Bischofskonferenz in diesem Jahr erstmals den "Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus" aus.

Ziel sei es, öffentliche Aufmerksamkeit für die Integration von Flüchtlingen zu mobilisieren, zum Engagement zu ermutigen und neue Projekte und Initiativen ins Leben zu rufen, sagte der Vorsitzende der Migrationskommission der Bischöfe, der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden können. Er soll am 16. November in Berlin verliehen werden.

Der Jury gehören unter anderem der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der Journalist Heribert Prantl und Caritas-Präsident Peter Neher an.

Jungen Flüchtlingen Ausbildung und Studium ermöglichen

Köln – Die Caritas im Erzbistum Köln fordert, jungen Flüchtlingen trotz ungeklärter Herkunft der Eltern Ausbildung oder Studium zu ermöglichen.

Diözesan-Caritasdirektor Frank Johannes Hensel begrüßte eine Bundesratsinitiative, die darauf abzielt, jungen geduldeten Ausländern den Zugang zu Arbeitsmarkt und Universitäten zu erleichtern. Bislang dürfen junge Asylbewerber in Deutschland trotz guter Schulabschlüsse weder eine Ausbildung machen noch ein Studium aufnehmen, wenn die Herkunft ihrer Eltern nicht geklärt ist. "Es ist nicht hinzunehmen, dass Kinder von Flüchtlingen quasi sippenhaftbar gemacht werden, wenn familiäre Herkunftsfragen ungelöst sind", sagte Hensel. Betroffen sind allein in Nordrhein-Westfalen Hunderte Kinder von Flüchtlingen."Es kann nicht sein, dass diese Kinder zwar der Schulpflicht unterliegen, aber anschließend keinen Beruf erlernen dürfen", kritisierte Hensel und verwies auf die UN-Kinderrechtskonvention, die allen Minderjährigen unabhängig vom Aufenthaltsstatus einen Anspruch auf Bildung und Ausbildung sichert. Mit der Bundesratsinitiative wird sich nach Prüfung und Stellungnahme durch die Bundesregierung der Bundestag beschäftigen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich bereits skeptisch zu dem Vorschlag geäußert und Gespräche mit den Ländern angekündigt.

cpd

Kindergrundsicherung gefordert

Münster – Eine finanzielle Stärkung von Familien mit geringem Einkommen fordert die Caritas in der Diözese Münster. Da sich der derzeit gezahlte Kinderzuschlag als unzureichend erweist, schlägt sie einen Ausbau zu einer einkommensabhängigen Kindergrundsicherung vor. Zwar sei der Zuschlag ein wirksames Instrument, die Existenz von Familien und Kindern zu sichern, "aber die Einkommensgrenzen sind zu eng gefasst", kritisiert Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann. Die Caritas hat eigene Berechnungen angestellt und einen Vorschlag erarbeitet. Mit einem Mehraufwand von etwa 168 Millionen Euro pro Jahr könnten 113000 Familien zusätzlich unterstützt werden. Zudem hätten 38 Prozent mehr Alleinerziehende einen Anspruch.

Die aktuellen starren Regelungen führen dazu, dass Familien den Anspruch auf den Zuschlag von 140 Euro pro Kind monatlich verlieren, wenn ihr Einkommen nur wenige Euro über der Verdienstgrenze liegt. Im Ergebnis verfügen sie damit über deutlich weniger Geld. "So verfehlt diese Hilfe ihre Absicht, Familien vor Armut zu bewahren", sagt Kessmann. Die Entscheidung für Kinder dürfe auch nicht dazu führen, "dass Familien auf Hartz IV angewiesen sind, um ihre Existenz zu sichern".

cpm

Armen eine Stimme geben

Köln – Die Nationale Armutskonferenz (nak) fordert, im 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung auch Arme selbst zu Wort kommen zu lassen. Der Bericht wird Anfang 2016 erscheinen. Das Ansinnen der nak wurde vom verantwortlichen Sozialministerium mit der Begründung zurückgewiesen, das Konzept stehe bereits. "Wenn schon wieder die Menschen, die die eigentlichen Experten sind, weil sie Armut persönlich kennen, ungehört bleiben, wird dieser Bericht abermals viel zu kurz greifen", kritisierte postwenden der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Frank Joh. Hensel, der Sprecher der nak ist. Er appelliert an Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD), den Armen endlich eine Stimme zu geben. Der Armuts- und Reichtumsbericht erscheint einmal in jeder Legislaturperiode und soll Auskunft geben über die soziale und wirtschaftliche Situation der Menschen in Deutschland.

Interreligiös und katholisch

Münster – Interreligiös und "katholisch sein": Wie soll das zusammenpassen? "Die gestiegene kulturelle Vielfalt in Deutschland spiegelt sich auch in den Kitas wider", erklärte Irmgard Frieling vom Diözesan-Caritasverband Münster auf einer Fachtagung. Zwar seien immer noch 60 Prozent der Kinder in den 726 katholischen Kitas im Bistum Münster katholischen Glaubens, doch die weiteren 40 Prozent verteilten sich auf unterschiedlichste Konfessionen, Religionen und Kulturen. Mit acht Prozent stellen muslimische Kinder dabei eine der größten Gruppen in den katholischen Kitas.

Das ist nicht verwunderlich: "Muslimische Eltern suchen sich bewusst katholische Einrichtungen für ihre Kinder aus", erklärte die Konflikttrainerin Fatma Özdemir aus Münster. Dort fänden sie in ihrer Wahrnehmung nicht nur eine bestimmte religiöse Haltung, sondern auch Respekt gegenüber Religionen vor“, erklärte Özdemir.

cpm

Leben und Sterben in Würde und Selbstbestimmung

Akademietag: Aktuelle Fragen zu Sterbebegleitung, Sterbehilfe, (assistiertem) Suizid und Tötung auf Verlangen

Köln – Aus Angst vor dem Sterben und Angst vor Leid und Schmerz beschäftigen sich immer mehr Menschen mit "Apparatemedizin" und Sterbehilfe. Individuelle Entscheidungen werfen die Frage nach gesellschaftlichem Druck auf.

Angesichts wachsender Möglichkeiten der Medizin etwa für eine Lebensverlängerung, aber auch bei Schmerztherapie und Symptomkontrolle werden berufsständische und gesetzliche Regulierungen gesucht, um auf moralisch und rechtlich abgesichertem Grund agieren zu können. Der Deutsche Bundestag will noch in diesem Jahr Rahmenbedingungen für das Lebensende, rechtlich Erlaubtes und Verbotenes, gesetzlich regeln. Es geht um assistierten Suizid, Tötung auf Verlangen, organisierte Sterbehilfe, aber auch um den Ausbau von Palliativmedizin und Hospizangeboten.

Es stellen sich Fragen:

  • Wie weit reicht das menschliche Recht auf Selbstbestimmung?
  • Ist der Gesetzgeber klug beraten, hierzu Vorschriften zu erlassen?
  • Gibt es klare rechtliche und moralische Beschränkungen?
  • Wie viel existenzielle Verfügbarkeit ist angesichts des christlichen Selbstverständnisses vertretbar?
  • Wie sind die Gefahren der Überschreitung rechtlicher Grenzen einzuschätzen?
  • Was dürfen und was müssen Ärzte? Verändert sich möglicherweise das Arzt-Patienten-Verhältnis?
  • Wie viel Potenzial können die Palliativmedizin und hospizliche Versorgung aufbieten?

Es geht um Grundfragen unserer eigenen menschlichen Existenz: Was wünschen wir uns selbst für unser Lebensende? Wie weit sorgen hier christlicher Glaube, humanistische Wertvorstellungen oder auch Medizin und Pflege für haltgebende Entscheidungshilfen?

Dazu veranstalten die Diözesan-Caritasverbände in NRW und die Caritas-Akademie Hohenlind einen Akademietag.

  • Zielgruppe: Ärzte und andere verantwortliche Mitarbeiter im Gesundheitswesen
  • Kostenbeitrag: 40 Euro inklusive Imbiss und Getränken
  • Mittwoch, 10. Juni 2015, 16.00 bis 19.00 Uhr
  • Caritas-Akademie Köln-Hohenlind, Werthmannstraße 1a, 50935 Köln
  • Anmeldung und Infos: www.caritas-akademie-koeln.de

Beste Arbeitgeber

Gruppenfoto der Preisträger des 'Great Place to Work'-Wettbewerbs 'Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2015' vom Caritasverband in OlpeStrahlende Sieger aus Olpe (v. l. n. r.): Björn Bohusch (Personalentwicklung), Julie Peez (stellvertretende Assistentin der Geschäftsführung), Christoph Becker (Vorstand Caritasverband Olpe), Paul Ernst (Vorsitzender der Mitarbeitervertretung Caritasverband), Christoph Rinke (Vorsitzender der Mitarbeitervertretung Alten- und Krankenhilfe der Caritas), Caterina Breuer (Caritas-Zentrum Olpe), Nicolai Quast (Caritas-Zentrum Olpe), Wolfgang Hunold-Schneider (focus-Fachdienst Ambulant Betreutes Wohnen), Annegret Hunold (AufWind), Werner Henzgen (Geschäftsleitung).Caritasverband Olpe

Caritasverband Olpe und Seniorendienste St. Gereon ausgezeichnet

Olpe/Hückelhoven – Der Caritasverband Olpe erreichte beim bundesweiten "Great Place to Work"-Wettbewerb "Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2015" den 1. Platz in der Kategorie "Trägergesellschaft". Im Bereich "Pflege" erreichte die St. Gereon Seniorendienste aus dem nordrhein-westfälischen Hückelhoven einen ersten Platz. Für "Vereinbarkeit von Beruf & Privatleben" erhielt die St. Gereon Seniorendienste zudem einen Sonderpreis.

Das Gütesiegel "Bester Arbeitgeber" steht für eine glaubwürdige, respektvolle und faire Zusammenarbeit der Führungskräfte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, für eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit ihrer Tätigkeit und für einen starken Teamgeist. Insgesamt wurden 23 Unternehmen aus der Gesundheits- und Sozialbranche für ihre besondere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber ausgezeichnet. 235 Einrichtungen aus der gesamten Gesundheits- und Sozialbranche hatten sich bei der Benchmark-Untersuchung "Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2015" beteiligt und sich einer unabhängigen Überprüfung ihrer Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber auf Basis einer Mitarbeiterbefragung sowie einer Managementbefragung gestellt.

Das besondere Miteinander von Dienstgeber und Dienstnehmer im sogenannten Dritten Weg der Kirche finde mit der Auszeichnung und dem gemeinsamen Feiern Anerkennung und sei einer der besonderen Erfolgsfaktoren beim Caritasverband Olpe, hieß es in einer Mitteilung.

Alle Infos unter www.greatplacetowork.de

Caritas in NRW – AKTUELL 2/2015

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

zwei Männer beim Möbel packen / Pedro Citoler

Caritas in NRW – AKTUELL

Arbeitslosigkeit

Über 300000 Erwerbstätige müssen mit Hartz-IV-Leistungen "aufstocken", weil das Einkommen nicht reicht. Jede fünfte Arbeitsaufnahme erfolgt in der Leiharbeit. Die Ergebnisse des aktuellen Arbeitslosenreports der Wohlfahrtsverbände in NRW belegen, dass immer mehr atypische Arbeitsverhältnisse entstehen. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Echt arm dran

Porträt: Christoph Eikenbusch

Porträt: Christoph Eikenbusch

Seit dem Hartz-IV-Start boomen Suppenküchen, Tafelläden, Sozialkaufhäuser, Kleiderkammern. Die Hartz-IV-Doktrin "Fördern und Fordern" lässt die Betroffenen nicht mehr los, sie beherrscht völlig ihren Alltag. Immer noch sind sechs Millionen Menschen auf Hartz IV angewiesen. mehr

Interview

"Auch die Behörden müssen umdenken"

Porträt-Foto von Heike Lammertz-Böhm / DiCV Köln

Porträt-Foto von Heike Lammertz-Böhm / DiCV Köln

„Die Hilfe für Notleidende und Schutzsuchende gehört zum Herzstück christlicher Glaubenspraxis“, heißt es im Positionspapier der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas. Immer mehr Menschen engagieren sich für Flüchtlinge. Fragen an Heike Lammertz-Böhm, Flüchtlingsbeauftragte beim Diözesan-Caritasverband Köln. mehr

Newsticker – Februar 2015

Hensel neuer Sprecher der nak

Porträt: Dr. Frank Johannes HenselDr. Frank Johannes Hensel

Köln – Weitere Anstrengungen zur Armutsbekämpfung hat der neue Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak), der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Frank Joh. Hensel, gefordert. "Armut ist kein persönliches Pech, keine Laune der Natur und darf nicht einfach individualisiert werden", sagte Hensel anlässlich seines Amtsantritts. Die Armut so vieler Einzelner gehe alle an. "Es kann in Deutschland etwas dagegen getan werden: durch eine veränderte Bildungspolitik, eine bedarfsgerechte Regelsatzberechnung und eine Arbeitsmarktpolitik, die aktiv gegen die zunehmende Verfes​tigung von Langzeitarbeitslosigkeit antritt." Es gehe um die gezielte Weiterentwicklung des Sozialstaats zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Hensel war von der nak-Delegiertenkonferenz einstimmig für zwei Jahre gewählt worden.

In der Nationalen Armutskonferenz arbeiten Menschen mit und ohne Armuts​erfahrung zusammen. Hensel lobte die Mitarbeit von Menschen mit Armutserfahrung, durch deren Einbezug und deren Überzeugungskraft ein Veränderungsimpuls für politische Verantwortungsträger ausgehe. "Gute und kluge politische Lösungen erwachsen aus dem Dialog mit den Menschen, die Ahnung von der Sache haben", betonte er.

youngcaritas sammelt Handys

Sarah Scholl kniet auf einem Fußboden und hält ein Plakat in der Hand, um sie herum liegen viele Handy und Kartons. Das Foto wurde aus der Vogelperspektive aufgenommen.old mobile for youngcaritas: Über 600 Handys hat Sarah Scholl mit ihrem Team eingesammelt.Caritas/Christoph Grätz

Essen – Die "youngcaritas" im Ruhrbistum hat in den vergangenen Wochen rund 600 alte Handys gesammelt. Diese sollen nun fach- und umweltgerecht verwertet werden, wie die Caritas für das Bistum Essen mitteilte. Der Erlös kommt Projekten von Caritas international in Westafrika zugute. In jedem Handy stecken bis zu 60 Stoffe, darunter wertvolle Metalle wie Kupfer, Gold, Aluminium und das in Coltan enthaltene Tantal sowie hochgiftiges Cadmium.

In der "youngcaritas" engagieren sich Jugendliche für soziale Projekte.





Gesundheitspreis

Münster – Die St. Franziskus-Stiftung Münster ist beim Landeswettbewerb um den Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden. Prämiert wurde ihr Projekt "Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus", das Hospitäler und Behinderteneinrichtungen gemeinsam pilothaft im Kreis Warendorf gestartet haben. Vertreter der beteiligten Einrichtungen nahmen die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung in Düsseldorf aus der Hand von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) entgegen.

Zufluchtsland Deutschland

Köln – Die evangelischen und katholischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen und ihre Verbände Caritas und Diakonie haben ein gemeinsames Positionspapier zur Flüchtlingsfrage veröffentlicht. Unter dem Titel "Ja, wir sind ein Zufluchtsland – Plädoyer für eine Neuorientierung" sprechen sich die Kirchen für eine neue Haltung zu Flüchtlingen aus. In dem Papier plädieren die (Erz-)Bischöfe und Präsides dafür, dass sich die Bürger in NRW und alle Verantwortlichen in der Gesellschaft dazu bekennen, dass Deutschland ein Zufluchtsland ist. Zudem rufen sie dazu auf, gemeinsam zu agieren, um die nötigen Rahmenbedingungen für eine gelungene Integration von Flüchtlingen zu schaffen. Das komplette Papier finden Sie hier.

Leistungswirrwarr in der Pflege

Caritas zum neuen Pflegestärkungsgesetz – positiv: mehr Leistungen

Essen – Bessere Leistungen, mehr Geld: Der Caritasverband für das Bistum Essen begrüßt die Verbesserungen für Patienten in der ambulanten Pflege, die die Bundesregierung mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz zum Januar eingeführt hat. Auch dieses Folgegesetz werde "die Pflegeversicherung als wichtige sozialpolitische Errungenschaft zwanzig Jahre nach ihrem Aufbau stärken", so Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes.

"Der Grundgedanke, Leistungen der Pflegeversicherung zu verbessern und noch stärker auf die Bedürfnisse und Bedarfe der Menschen auszurichten, ist richtig", so Meiwes weiter. Außerdem werde mit der neuen Finanzierungsgrundlage die Pflegeversicherung gestärkt.

Allerdings seien die Angebots- und Abrechnungsmodalitäten zu kompliziert geworden. "Leistungen nach SGB V oder XI, Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Verhinderungspflege, prozentuale Umwandlung in andere Leistungen: Da blickt keiner mehr durch", kritisierte Meiwes. Vor allem die Mitarbeitenden in den ambulanten Diensten stünden vor dem Dilemma, das neue Leistungswirrwarr alten und kranken Menschen und deren Angehörigen erklären zu müssen. Meiwes: "Die Beratung wird so kompliziert, dass selbst Experten der ambulanten Pflege allmählich keinen Überblick mehr haben."

Die Caritas will sich dafür einsetzen, dass mit dem 2. Pflegestärkungsgesetz die Angebots-, Ab- und Anrechnungsmodalitäten wieder vereinfacht werden. Das Gesetz soll nach Regierungsangaben noch in dieser Wahlperiode kommen.

cde/mik

Hallenfußballturnier mit Flüchtlingen

Gruppenfoto des FC Landtag und einer Mannschaft von Flüchtlingen bei einem Hallenfußballturnier an Silvester 2014 in PaderbornKarl-Martin Flüter

Paderborn – Beim traditionsreichen Hallenfußballturnier zu Silvester in Paderborn gab es erstmals ein Prominentenspiel mit einer politischen Botschaft. Der FC Landtag, die Fußballmannschaft des NRW-Landesparlaments, spielte gegen eine Auswahl von Flüchtlingen, die vom Paderborner "Jahrhundert-Trainer" Pavel Dotchev (r.) gecoacht wurde. Initiiert hatte den Kick der Paderborner Landtagsabgeordnete Volker Jung (CDU), der 1. Vorsitzender des FC Landtag NRW ist. Das Ergebnis von 4 : 1 für die Politiker war Nebensache, spürbar waren hingegen viel Sympathie und Unterstützung der Zuschauer für die Flüchtlingsmannschaft. "Eine tolle Aktion", freute sich der Paderborner Caritas-Geschäftsführer Patrick Wilk, dessen Verband die Flüchtlinge aus Eritrea und Ghana in einem Deutschkurs betreut. So konnte das Thema der frühzeitigen Integration unverkrampft und sportlich einem großen Publikum vermittelt werden.

Caritas in NRW – AKTUELL 1/2015

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Newsletter Caritas in NRW - AKTUELL

Caritas in NRW – AKTUELL informiert sechsmal im Jahr mit aktuellen Nachrichten und Kommentaren zu sozialen und politischen Themen in NRW.

Newsletter abonnieren