Caritas in NRW – AKTUELL

Willkommenskultur

Mehrere Millionen Euro stellen die (Erz-)Bistümer in NRW für die Flüchtlingsarbeit bereit. Fieberhaft werden Unterkunfte gesucht. Die Caritas in NRW wird vor allem die humanitäre Hilfe und die psychosoziale Beratung und Betreuung ausweiten. Ziel ist es, eine Willkommenskultur zu fördern. mehr

Pressemitteilung

NRW bekennt sich zu Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Paderborns Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig steht an einem Pult und hält vor den versammelten Teilnehmern des Jahrestreffens eine Rede / cpd/Markus Lahrmann

Paderborns Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig steht an einem Pult und hält vor den versammelten Teilnehmern des Jahrestreffens eine Rede / cpd/Markus Lahrmann

25 Jahre Konferenz der Caritas-Werkstatträte/Staatssekretär Schäffer wirbt um Unterstützung/64.000 Arbeitsplätze im Land mehr

Pressemitteilung

App-Gespräche am Krankenbett

Ein Gruppenfoto der Diskutanten der Fachtagung 'Menschen mit Behinderung im Krankenhaus' vor einem Faltdisplay der Caritas in NRW  / Christoph Grätz

Ein Gruppenfoto der Diskutanten der Fachtagung 'Menschen mit Behinderung im Krankenhaus' vor einem Faltdisplay der Caritas in NRW  / Christoph Grätz

70 Caritas-Fachleute diskutieren, wie Menschen mit Behinderung noch besser im Krankenhaus begleitet werden können. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL

Kostendämpfung oder höhere Fachlichkeit beim SGB VIII?

Dr. Thomas Meysen steht vor einem Faltdisplay der Caritas in NRW und gestikuliert mit seinen Händen / Christoph Grätz

Dr. Thomas Meysen steht vor einem Faltdisplay der Caritas in NRW und gestikuliert mit seinen Händen / Christoph Grätz

„Bleibt alles anders?“ Rund 80 Vertreterinnen der Jugendhilfe diskutierten auf einer Caritas-Fachtagung über die Weiterentwicklung und Steuerung der Erziehungshilfen nach dem SGB VIII. Ausgangspunkt war ein Rechtsgutachten zum Finanzierungssystem der Jugendhilfe, das vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht erstellt wurde. mehr

Pressemitteilung

Caritas: Erfolgreicher Stromspar-Check

Logo der Aktion "Stromspar-Check" des Projektes "NRW bekämpft Energiearmut"

Logo der Aktion "Stromspar-Check" des Projektes "NRW bekämpft Energiearmut"

NRW-Caritas zieht positives Zwischenfazit beim Projekt „NRW bekämpft Energiearmut“. mehr

Newsticker – Dezember 2014

Neues GEPA: Schließungen nicht ausgeschlossen

NRW – Das neue Gesetz zur Neuausrichtung der Pflege in NRW (GEPA) kann nach Ansicht der Caritas landesweit zum Abbau von Pflegeplätzen führen. „In Düsseldorf wird die Realität des demografischen Wandels an manchen Stellen völlig verkannt“, erklärte Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann.

Das Gesetz wolle die ambulanten Pflegedienste stärken, verschlechtere aber zum Teil massiv nur die Rahmenbedingungen für stationäre Seniorenheime. Das Gesetz ignoriere völlig, dass viele Bewohner eines Seniorenheimes zuvor sämtliche Stufen der ambulanten Pflege durchlaufen hätten. „Die besonders zeit­intensive Pflege für schwerstkranke und schwerst-demente Menschen können in der Regel nur stationäre Seniorenheime erbringen“, sagte Kessmann. Die Zahl dieser enorm aufwedigen Fälle werde weiter steigen: „Das ist auch ein Gesicht des demografischen Wandels, das das Gesetz aber komplett ausblendet.“

In Zukunft entscheiden wieder die Kommunen und Kreise über die Förderung von Baumaßnahmen an Seniorenheimen. „In Zeiten klammer Kassen sehen wir die Gefahr, dass sich die Kommunen notgedrungen am Stadtsäckel und nicht am tatsächlichen Bedarf orientieren“, befürchtet Kessmann. Dadurch könne ein Inves-titionsstau entstehen, der zulasten der Bewohner und ihrer Angehörigen gehe. Denn eines sei klar: „Ohne eine entsprechende Anerkennung von Umbaumaßnahmen sind moderne Häuser auf Dauer nur schwer finanzierbar.“ Die Schließung ganzer Heime werde sich dann nicht immer verhindern lassen. Schließlich habe es die Landespolitik versäumt, Anreize zur Weiterentwicklung der ambulanten Pflegedienste zu setzen. „Den Heimen wird Geld genommen, aber die ambulanten Dienste sehen nichts davon“, ärgert sich auch die zuständige Referentin Anne Eckert. Stattdessen habe man die Fördersätze für den Ausbau der ambulanten Pflege auf dem Stand von 2003 belassen. „Das reicht heute hinten und vorne nicht mehr“, erklärte Eckert.

cpm

Schulsozialarbeiter atmen auf

Essen – Die Caritas im Bistum Essen hat die Zusage der Landesregierung begrüßt, sich für die kommenden drei Jahre mit rund 144 Millionen Euro an der Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit zu beteiligen. Damit sind die 33 Stellen von Schulsozialarbeitern im Bistum Essen zunächst gesichert. „Die Bedeutung der Schulsozialarbeit kann man nicht hoch genug einschätzen. Unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, junge Menschen dadurch zu verlieren, dass sie schon in der Schule nicht ausreichend gefördert werden“, so Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes. Der Bund hatte die Hilfeleistung 2011 aufgelegt und sich seit Jahresbeginn aus der Finanzierung von 1500 Schulsozialarbeitern in NRW zurückgezogen.

mik

Absage an assistierten Suizid

Köln – Der Diözesan-Caritasverband Köln hat davor gewarnt, durch die Legitimation organisierter Sterbehilfe Druck auf alle unheilbar Kranken auszuüben. „Was ist, wenn ein Mensch nur sterben will, weil er seinen Angehörigen nicht zumuten will, ihn weiterhin zu pflegen und seine Krankheit mit ertragen zu müssen? Kann man bei solchen Abwägungen überhaupt von freien Entscheidungen ausgehen?“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Dr. med. Frank Hensel. „Alte und kranke Menschen geraten immer mehr unter Rechtfertigungsdruck, ihr Leben gegen den Vorwurf zu verteidigen, sie würden nur unnötig Geld kosten und für andere Menschen eine Belastung sein.“ Hensel wies darauf hin, dass die Debatte um Sterbehilfe auch eine berufsethische Frage darstelle. „Sollen Ärztinnen und Ärzte künftig neben dem würdigen Leben auch das gezielte und vermeintlich zeitgerechte Sterben ihrer Patienten sichern helfen? Das ist ein fürchterlicher Anspruch an diese Berufsgruppe und wird über kurz oder lang das Arzt-Patienten-Verhältnis deutlich verändern.“

KiBiz: Zu wenig Sprachförderung

Paderborn – Der Diözesan-Caritasverband Paderborn begrüßt die Abschaffung des Sprachtestes „Delfin 4“ in NRW. Dieser sei wenig wirksam gewesen, sagte Kita-Referatsleiterin Inge Schlottmann in Paderborn. Doch bei der Neuausrichtung der Sprachförderung durch das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gebe es auch kritische Aspekte. Erhielten Kitas zu Delfin-4-Zeiten für förderungsfähige Kinder einen finanziellen Zuschuss, den sie in Personal, Materialien oder Fortbildungen investieren konnten, erhalten nun nur noch ausgewählte Einrichtungen zusätzliche Mittel – abhängig von der Zahl der Kinder aus Migranten-Familien und Familien mit Unterstützungsbedarf. „Alle anderen Kitas erhalten keinerlei Zuschuss, sind aber trotzdem sowohl zur alltagsintegrierten Sprachbildung als auch zur Sprachförderung aller Kinder gesetzlich verpflichtet. Aber dafür gibt es keine personellen Ressourcen“, sieht Schlottmann dringenden Nachbesserungsbedarf.

Lichtblicke: Lichternetz-App

NRW – Mit einer Lichternetz-App will die Aktion Lichtblicke helfen, aber auch Freude entfachen: Denn die Hörer der NRW-Lokalradios können mit einem Licht nicht nur ihre Solidarität zum  Ausdruck bringen. Das Lokalradio mit den meisten Unterstützern und dem hellsten Lichternetz gewinnt ein exklusives Konzert mit einem musikalischen TopAct; der Sieger wird dann beim großen Lichtblicke-Spendentag am 23. 12. bekannt gegeben. Also: App laden, mitmachen, weitersagen und weiterleiten. Jedes angezündete Licht, jedes eingestellte Event und jeder Like zählt.

www.lichtblicke.de

Stern von Bethlehem

Banner mit der Weihnachtsmarke aus 2014 mit dem Motiv des Sterns von Bethlehem2013 haben Einrichtungen von Kirche und Caritas 9,3 Millionen Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken mit einem rechnerischen Zuschlagswert von rund 3,03 Millionen Euro verkauft. Aus diesem Erlös wird zum Beispiel die Jugendarbeit gefördert, werden alte, kranke und behinderte Menschen unterstützt und Opfern von Kriegen und Naturkatastrophen geholfen. Viele Menschen engagieren sich für das Sozialwerk Wohlfahrtsmarken, häufig ehrenamtlich.

Freiburg – Der älteste bekannte Beleg für die Herleitung des Wortes „Weihnacht“ lautet „ze wihen nahten“ und ist eine adjektivische Wendung in der Predigtsammlung „Speculum ecclesiae“, entstanden um 1170.

Es heißt hier: „diu gnâde diu anegengete sih an dirre naht: von diu heizet si diu wîhe naht“ – „Die Gnade (Gottes) kam zu uns in dieser Nacht: Deshalb heißt diese nunmehr Weihnacht.“ „Ze wihen naht geborn wart ... der heilige krist“, erklärt fast zeitgleich auch der hochmittelalterliche bayerische Dichter Spervogel. „Ze wihen nahten“, in der Heiligen Nacht, wenn „das Licht in die Finsternis leuchtet“ (Joh 1,5), wird „Weihnacht“ (Singular!) gefeiert, das Fest der Geburt Christi.

Das Evangelium nach Johannes nimmt das Bild vom Licht auf, wenn es hier heißt:„... das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Und Johannes präzisiert: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.“ Zum äußeren Zeichen dieses göttlichen Lichtes wird ein Stern, der Stern von Bethlehem.

Der Stern, der den Weg zur Krippe weist, ist nach alter christlicher Tradition Christus selber. Der Märtyrerbischof Ignatius von Antiochien formuliert: „Christus im Geheimnis der Menschwerdung ist selbst der Stern ... Mit dem eignen Licht weist er also auf sich selber hin“ (Ambr. in Luc. II, 45).

Diese Deutung wird in der Kunst aufgenommen, die den Stern der Magier gelegentlich mit Christusmonogramm, Kreuz oder der Christusgestalt verbindet.

Der Stern von Bethlehem – Christus selbst, der als Licht in die Finsternis unserer Welt kommt.

Text: Prof. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti

Caritas in NRW – AKTUELL 6/2014

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Banner zur Aktion der Katholischen Betreuungsvereine 'Wir sind dann mal weg?!'

Caritas in NRW – AKTUELL

Unterfinanziert

Die Betreuungsvereine schlagen Alarm: Bundesweit schreiben fast 80 Prozent rote Zahlen. Wenn die pauschalen Fallzuweisungen nicht steigen, müssen Caritas und Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer die mittlerweile hochgradig defizitären Bereiche aufgeben. Mehrkosten von 1,5 Mrd. Euro jährlich kämen auf die Kommunen zu. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Der Realität ins Auge blicken

Die aktuell hohe Zahl von Flüchtlingen in Deutschland darf nach Ansicht des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn nicht als zeitlich befristete „Ausnahme“ betrachtet werden. Deutschland muss mit dauerhaft hohen Flüchtlingszahlen umgehen. mehr

Newsticker – November 2014

Eine Million Sterne

Öffentliche Solidaritätsaktion für Menschen in Not – weltweit

Freiburg/NRW - Zum achten Mal ruft Caritas international, das Hilfswek des Deutschen Caritasverbandes, zur Teilnahme an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ auf.

Sie findet am Samstag, dem 15. November 2014, an vielen zentralen Orten und Plätzen in Deutschland statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto der Jahreskampagne „Weit weg ist näher, als du denkst“. Diese Kampagne – in einem Jahr mit vielen internationalen Katastrophen, Kriegen und Nöten – fordert mehr Gerechtigkeit in unserer Welt und lädt dazu ein, unsere „globalen Nachbarn“ kennenzulernen. Denn unser Verhalten im Alltag, was wir kaufen, wie wir leben und mit anderen in Kontakt treten, hat Auswirkungen darauf, wie es Menschen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten geht.

Hinweis: Eine Übersicht mit den Veranstaltungsorten in NRW sowie weitere Informationen zu der Aktion finden Sie hier.

Geschönte Arbeitslosenstatistik

NRW - Monat für Monat berücksichtigt die Bundesagentur für Arbeit (BA) einen Teil der über 58-jährigen faktisch Arbeitslosen nicht in der offiziellen Arbeitslosenstat​istik. Ältere Hartz-IV-Empfänger haben ein überdurchschnittlich hohes Risiko einer langfristigen Hilfsbedürftigkeit. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte über 50 Jahre werden seltener arbeitsmarktpolitisch gefördert. Das sind die alarmierenden Ergebnisse des „Arbeitslosenreports NRW“, den die Wohlfahrtsverbände NRW vorgelegt haben.

Im August 2014 registrierte die BA für NRW 772668 Arbeitslose. Diese Zahl bildet das Ausmaß der Arbeitslosigkeit jedoch nicht wirklich ab, denn etwa 180000 faktisch Arbeitslose gingen nicht in die Statistik ein. Darunter sind rund 50000 über 58-Jährige, die länger als zwölf Monate kein Jobangebot erhalten haben oder Arbeitslosengeld bzw. Hartz-IV-Leistungen unter erleichterten Bedingungen beziehen. Diese erfasst die BA in der Unterbeschäftigungsstatistik und nimmt sie gleichzeitig aus der monatlich verkündeten Arbeitslosenzahl heraus.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Hartz-IV-Bezieher, die älter als 50 Jahre sind: Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 3000 Personen, also um 1,2 Prozent, gestiegen – trotz der guten Konjunktur. Ältere Hartz-IV-Empfänger erhalten zudem kaum arbeitsmarktpolitische Förderung. Das belegen die Aktivierungsquoten der Bundesagentur für Arbeit, die aufzeigen, wie viele der potentziell förderbaren Personen tatsächlich an entsprechenden Maßnahmen teilnahmen: NRW-weit lag im April 2014 die Aktivierungsquote von Hartz-IV-Empfängern über 50 Jahre bei 5,9 Prozent, das entspricht jeder 17. grundsätzlich förderfähigen Person dieser Altersgruppe. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Aktivierungsquote der über 50-Jährigen um 0,5 Prozentpunkte gesunken. „Die in unzähligen Sonntagsreden hochgeschätzte berufliche Kompetenz und Erfahrung gerade bei älteren erwerbsfähigen Arbeitslosen wird durch die Ergebnisse des aktuellen Arbeitslosenreports ad absurdum geführt“, kritisierte der Essener Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes.

Alle Daten unter www.arbeitslosenreport-nrw.de

Neue Unterkünfte für Flüchtlinge

Köln - Das Erzbistum Köln wird Unterkünfte für Flüchtlinge bereitstellen. Derzeit werde mit den Regierungspräsidien geprüft, welche kirchlichen Immobilien Asylsuchenden zur Verfügung gestellt werden könnten, teilte die Erzdiözese mit. Die nordrhein-westfälische Landes-regierung habe um Unterstützung gebeten, da sie mit Nachdruck weitere Unterbringungsmöglichkeiten suche, hieß es. Experten des Erzbistums würden nun überprüfen, ob kirchliche Gebäude für Flüchtlinge geeignet seien und dafür hergerichtet werden könnten.

„Ich wünsche mir, dass das Erzbistum Köln dazu beiträgt, dass die vertriebenen und leidenden Menschen in Deutschland eine Bleibe finden, in der sie wieder zur Ruhe kommen können“, sagte Erzbischof Rainer Maria Woelki, der die Aktion initiiert hatte. Der Einsatz für Flüchtlinge sei ein Gebot der Stunde. Es sollten aber nicht nur Gebäude, sondern auch menschliche Hilfe zur Verfügung gestellt werden, etwa durch Pfarrgemeinden und Caritas.

Bürokratie behindert Ehrenamt

Paderborn - Der Diözesan-Caritasverband Paderborn hat Vorschriften und Gesetze als Erschwernis für ehrenamtliche Arbeit kritisiert. Manchmal überschlage sich zwar das Lob von Politikern für engagierte Bürger; tatsächlich behindere oftmals Bürokratie den Einsatz, sagte Matthias Krieg vom Caritasverband Paderborn. So müssten etwa ehrenamtliche Fahrdienste für Ältere sämtliche Auflagen des Personenbeförderungsgesetzes beachten und arbeitsmedizinische Untersuchungen durchlaufen. Ab Dezember seien Vereine, die beispielsweise Kuchen bei einem Basar verkauften, nach dem Gesetz „Lebensmittelunternehmer“. Diese müssen für eine korrekte Kennzeichnung von Allergenen und für ausgebildetes Servicepersonal sorgen. Krieg appellierte an die Politik, ehrenamtliches Arbeiten zu erleichtern und nicht zu behindern.

Absage an aktive Sterbehilfe

Essen - Die Caritas im Ruhrbistum hat sich gegen jegliche Tendenzen organisierter und gewerblicher Sterbehilfe ausgesprochen. „Was wir brauchen, ist eine gute und flächendeckende medizinische, schmerztherapeutische und seelsorgliche Begleitung – also eine Stärkung ambulanter und stationärer Hospizarbeit“, sagte der Essener Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes. Angesichts der demografischen Entwicklung sei der Ausbau dieser Angebote mittel- bis langfristig notwendig. „Unsere Erfahrungen belegen, dass gerade Menschen mit Tumorerkrankungen und begrenzter Lebenserwartung aktive Sterbehilfe erheblich seltener wünschen“, so Meiwes. Die Große Koalition in Berlin plant eine Gesetzesinitiative zum Thema Sterbehilfe.

Fachtagungen

26.
November
2014
45127 Essen

Menschen mit Behinderung im Krankenhaus

Die katholischen Krankenhäuser stellen sich zunehmend auf die medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit einer Behinderung ein. mehr


24.
November
2014
45127 Essen

Bleibt alles anders?

Recht der Finanzierung von Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe mehr


13.
November
2014
40213 Düsseldorf

„Zwischencheck im Stromspar-Check“

Die Grundversorgung mit Haushaltsenergie gehört ebenso wie eine bezahlbare Wohnung zum Existenzminimum eines Menschen. Erst eine ordentliche Existenzsicherung schafft die Grundlage für weitere Teilhabe am Leben der Gesellschaft. mehr


Caritas in NRW – AKTUELL 5/2014

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alte Frau im Rollstuhl mit einer Pflegerin / Pedro Citoler

Caritas in NRW – AKTUELL

4/2014

Die Caritas in NRW fordert eine kostendeckende Finanzierung der Altenpflegeausbildung. Die Betriebskosten an den Altenpflegefachseminaren liegen bei etwa 360 Euro pro Monat und Ausbildungsplatz, das Land NRW erstattet jedoch nur 280 Euro. Damit ist die notwendige Ausbildungsqualität nicht mehr zu gewährleisten. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

„Schieflage“ bei KiBiz-Reform

Kinder spielen mit einer Frau im Sand / KNA / Oppitz

Kinder spielen mit einer Frau im Sand / KNA / Oppitz

Zentrale Forderungen der Träger von Tageseinrichtungen für Kinder sind im Entwurf zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) nicht berücksichtigt. Bei der Anhörung im Landtag sah der münstersche Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann Schwierigkeiten vor allem bei der Finanzierung und der einseitigen Betonung der Bildung. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

„Mir hat das viel gebracht“

lachende junge Frau / KNA / Oppitz

lachende junge Frau / KNA / Oppitz

Mit einer Festveranstaltung am 20. Mai in Oberhausen und einem Empfang im Landtag (am 9. 9.) feiern Trägerverbände, Einsatzstellen, Jugendliche und zahlreiche Unterstützer den 50. Geburtstag des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Hinzu kommen landesweit zahlreiche dezentrale Veranstaltungen im Laufe des gesamten Jahres. mehr

Newsticker – Mai 2014

Aufruf zur Europawahl

Köln – Die Caritas ruft zur Stimmabgabe bei der Europawahl auf. Insbesondere arme und benachteiligte Menschen möchte der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln zur Teilnahme an der Europawahl motivieren.

Eigens dazu wurden eine Workshop-Reihe und ein Film entwickelt, um Anregungen zu geben, Europa aktiv mitzugestalten. „Die Caritas steht zur Idee eines vereinten Europas und möchte, dass möglichst viele EU-Bürgerinnen und -Bürger Europa und die europäische Idee mitgestalten – auch die Benachteiligten unter uns“, sagte Andrea Raab vom Diözesan-Caritasverband Köln. Sie appellierte, am 25. Mai vom Wahlrecht zum Europäischen Parlament Gebrauch zu machen.

Für die Bildungsarbeit hat die Caritas im Erzbistum Köln eigens einen Film mit dem Titel „Europa – und was hab ICH davon?“ produziert. Darin werben Männer und Frauen für Europa, die von der Caritas in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt werden oder in Diensten wie der Haustechnik und dem Babyladen mitarbeiten. Zudem wurden mehrere Workshops für Mitarbeiter und Klienten veranstaltet, in denen die demokratischen Wahl- und Mitgestaltungsmöglichkeiten erläutert wurden. So soll die gesellschaftliche Teilhabe für benachteiligte Menschen auch im politischen Bereich gestärkt werden.

Türen öffnen

NRW – „Türen öffnen“, so lautet das Motto der diesjährigen Sommer-Sammlung der Caritas, die vom 17. Mai bis 7. Juni in den Pfarrgemeinden in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird.

Türen öffnen – denn keiner, der Hilfe braucht, soll draußen bleiben müssen. Caritas und Diakonie öffnen Türen, damit Menschen sich begegnen, damit Ratsuchende Rat finden, damit Pflegebedürftige würdig gepflegt werden, damit Menschen, die anders sind, sich zugehörig fühlen. Für ihre „Türöffner“-Dienste brauchen die kirchlichen Hilfswerke Spenden. Denn vieles, was nötig und wichtig ist, kommt nicht vom Sozialstaat.

Geldsammeln bei uns zu Hause, warum? Wir zahlen Steuern, leben in einem Sozialstaat. Ja. Doch die „öffentliche Hand“ muss heute mehr denn je sparen. Und es gibt Menschen, die durch das soziale Netz fallen. Die keine oder nicht ausreichende finanzielle Hilfe oder menschliche Zuwendung erfahren. Für diese Menschen sind die Sammlerinnen und Sammler Stellvertreter. Sie verleihen Armut und Not ein Gesicht. Nicht den großen Katastrophen in der Welt, sondern den kleinen in unserer Nachbarschaft.

Vertrauliche Geburt benötigt Vertrauen

Neues Gesetz hilft werdenden Müttern in Schwierigkeiten

Köln – Die Caritas im Erzbistum Köln hat das neue Gesetz zur vertraulichen Geburt begrüßt. Sie erhofft sich von den begleitenden Maßnahmen, wie dem Notruf für Schwangere und der breit angelegten Öffentlichkeitskampagne, dass sich werdende Mütter in Krisensituationen diesem System anvertrauen und so Leben gerettet werden kann.

In Deutschland werden jährlich etwa 100 Neugeborene in Babyklappen gelegt oder anonym abgegeben. Dazu kommen jedes Jahr mehr als 20 Fälle, in denen ein Baby unmittelbar nach der Geburt ausgesetzt oder gar getötet wird. Die Dunkelziffer ist vermutlich höher. „Ich erhoffe mir von diesem Gesetz, dass die Möglichkeit der vertraulichen Geburt Schwangeren einen Ausweg aus der akuten Krise weist“, sagte Dr. Frank Joh. Hensel, Kölner Diözesan-Caritasdirektor. Gleichzeitig habe jedes Kind den Drang und das Recht, die eigene Identität und Herkunft zu ergründen. „Das Gesetz ist ein aufrechter Versuch, um unbegleitete Geburten zu vermeiden und gleichzeitig dem Kind eine Chance auf Informationen über seine Mutter zu geben – wenn auch erst nach 16 Jahren“, unterstrich Hensel. Mit dieser Regelung ergebe sich für Kind und Mutter die Möglichkeit, eine einmal geschlossene Tür wieder zu öffnen. Vater-Kind-Aspekte blieben im neuen Gesetz aber leider noch völlig unberührt. Wichtig sei auch, dass die sozialen und medizinischen Dienste und Einrichtungen durch das Gesetz nun Rechtssicherheit hätten. So können Krankenhäuser, Schwangerschafts- und Adoptionsberatungsstellen zum Wohl von Mutter und Kind besser zusammenarbeiten.

Seit dem 1. Mai können sich Schwangere rund um die Uhr an die Nummer 0800/4040020 wenden. Dort erhalten sie eine kostenlose und qualifizierte Erstberatung und werden auch an Beratungsstellen vor Ort weitergeleitet.

Junge Flüchtlinge mitnehmen

NRW – Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW fordert „uneingeschränkte Rechte“ auch für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien. Nach der UN-Kinderrechtskonvention soll beim Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen das Kindeswohl an erster Stelle stehen. Nach Artikel 31 der Konvention sind die Vertragsstaaten der UN wie Deutschland aufgefordert, das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben sowie auf Spiel, Erholung und Freizeitbeschäftigung zu fördern. Die kommende Kommunal- und Europawahl in NRW (25. Mai) sei eine gute Gelegenheit, auf die Situation junger Flüchtlinge generell hinzuweisen: In den meisten Gemeinden von NRW leben Kinder und Jugendliche, die hierhergeflüchtet sind. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien und vielen anderen Krisenregionen. Sie erleiden Diskriminierung und Benachteiligung, wenn ihre (Kinder-)Rechte beschnitten werden. Besonderen staatlichen Schutz benötigen unbegleitete und minderjährige Flüchtlinge.

Die Aktionsgemeinschaft bittet erneut alle Ausländerbehörden in NRW, sich auch in diesem Jahr besonders für junge Flüchtlinge einzusetzen und ihre Teilnahme an Ferienfreizeiten auch in andere Bundesländer und ins Ausland zu ermöglichen. Ausländerbehörden können auf Antrag im Einzelfall eine für die Dauer der Reise befristete Aufenthaltserlaubnis erteilen, damit zum Ende der Auslandsfahrt die Wiedereinreise nach Deutschland möglich ist. Viele Jugendverbände, Vereine und Initiativen setzen sich jedes Jahr wieder dafür ein, dass junge Flüchtlinge die Chance erhalten, auf Ferienfreizeiten mitzufahren.

Interesse am Stromsparcheck

Gruppenfoto mit Andrea Raab und den Mitgliedern des AK Energie der CDU-Landtagsfraktion NRW beim Caritas-BesuchCDU

Düsseldorf – Reges Interesse am Projekt „NRW bekämpft Energiearmut“ mit dem Stromsparcheck der Caritas zeigten die Mitglieder des AK Energie der CDU-Landtagsfraktion, die sich Anfang Mai ausführlich über Positionen und Handlungsansätze der Caritas informierten (auf dem Foto v. l. n. r.): Andrea Raab, Projektleiterin (Diözesan-Caritasverband Köln), Rainer Deppe MdL (Sprecher des Landtagsausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Thomas Kufen MdL (Sprecher des AK Energie der CDU-Fraktion), Dieter Bischoff (stellv. Bundesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung), Hubertus Fehring MdL.

Lichtblicke sagt Danke!

Gruppenfoto beim Empfang für die Aktion Lichtblicke in der Staatskanzlei DüsseldorfMarkus Lahrmann

Düsseldorf – Georgs-Pfadfinder vom Stamm Meinolf aus Paderborn waren unter den Gästen, die Ende April in die Düsseldorfer Staatskanzlei geladen waren. LICHTBLICKE sagt „Danke“, hieß es auch in diesem Fall, und Lichtblicke-Schirmherr Udo Kraft (l.) und seine Gattin, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), würdigten die geladenen Gäste, deren Engagement stellvertretend für die vielen kleinen und großen Aktionen zugunsten der Spendenaktion Lichtblicke stand. Der Pfadfinder-Stamm Meinolf aus Paderborn hatte einen Weihnachtsbaumverkauf veranstaltet und die Hälfte des Erlöses an Lichtblicke gespendet. Das machte 500 Euro für Kinder und Familien in Not.

„Konto für jedermann“ begrüßt

Paderborn – Der Diözesan-Caritasverband Paderborn hat die Entscheidung des EU-Parlaments begrüßt, die jedem EU-Bürger das Recht auf ein Basis-Girokonto einräumt.

„Eine äußerst positive europäische Errungenschaft“, sagte Rainer Bartonitschek, Referent für Schuldnerberatung. Gleichzeitig warnte er bei der Umsetzung auf nationaler Ebene vor der Geburt eines neuen „Gebührenmonsters“. „Die Gebührenschlacht, die wir nach Einführung des Pfändungsschutzkontos erlebt haben, darf sich nicht wiederholen. Hier musste erst der Bundesgerichtshof entsprechende Entgeltklauseln der Kreditinstitute für ungültig erklären.“

Bartonitschek schlägt deshalb vor, dass alle Kreditinstitute ausnahmslos verpflichtet werden, ein Basis-Girokonto offensiv anzubieten, und dass die Gebühren dafür mindes​tens dem kostengünstigsten Kontoangebot des jeweiligen Instituts entsprechen. „Die Gebührengestaltung der Banken sollte von Beginn an klar geregelt und begrenzt werden.“

Caritas in NRW – AKTUELL 4/2014

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Alte Dame mit Pflegerin / KNA/Oppitz

Caritas in NRW – AKTUELL

Neues Pflegerecht in NRW

Die Landesregierung NRW arbeitet an einem neuen Pflegerecht. Bislang haben die Fachleute intern diskutiert. Doch weil nach den jetzigen Entwürfen künftig massive Versorgungsprobleme drohen, muss die Diskussion nun politisch geführt werden. Die Caritas strebt entscheidende Detail­änderungen an, alle Trägerverbände warnen vor dem Gesetz. mehr

Kommentar

Unkalkulierbare Risiken

Porträt: Burkard Schröders

Porträt: Burkard Schröders

Es besteht kein Zweifel, dass die Zahl der Menschen mit hohem Betreuungs- und Pflegebedarf in den nächsten Jahren zunehmen wird. Doch das von Rot-Grün geplante neue Altenpflegegesetz gefährdet die Existenz vieler Altenheime. Die Caritas strebt entscheidende Detailänderungen an. mehr

Kommentar

Politik paradox

Porträt: Frank Polixa

Porträt: Frank Polixa

Der Caritasverband Region Mönchengladbach ist Träger von vier stationären Altenhilfeeinrichtungen mit 395 Plätzen und einer Kurzzeitpflege mit 34 Plätzen. In den letzten Jahren hat der Verband mit zweistelligen Millionenbeträgen seine Häuser saniert – im Vertrauen auf die vorhandenen gesetzlichen Rahmenbedingungen. mehr


Kommentar

Kopfschütteln

Porträt: Jean-Pierre Schneider

Porträt: Jean-Pierre Schneider

Wie gut, dass die Landespolitik nicht nur über Pflege redet, sondern auch handeln möchte. Die aktuelle Koalition in Nordrhein-Westfalen ist allerdings nicht die erste, die das tut. So mancher hoffte, dass nach jahrelangen fachlichen Diskussionen und Auseinandersetzungen endlich eine gute neue gesetzliche Regelung auf dem Weg sein könnte. mehr

Kommentar

Unklar und unfair

Porträt: Tobias Berghoff

Porträt: Tobias Berghoff

Die Abkehr von der Pauschalisierung vergrößert deutlich unser Risiko. Die bei Instandhaltungsmaßnahmen möglicherweise erforderliche Abstimmung mit den örtlichen Behörden/Institutionen birgt das Risiko regional unterschiedlicher Behandlung derselben Sachverhalte und schränkt uns ein. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL 3/2014 (Sonderausgabe)

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Kind im Kindergarten / KNA/ Harald Oppitz

Caritas in NRW – AKTUELL

Neues KiBiz:

Bei der aktuellen Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in NRW muss sich das Land in der Kinderbetreuung noch mehr anstrengen. Die im Entwurf des neuen KiBiz zusätzlich geplanten Mittel könnten nur ein Anfang sein, für „eine spürbare qualitative Weiterentwicklung reichen sie aber nicht aus“, so Caritas-Direktor Heinz-Josef Kessmann. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Kliniken schlagen Alarm

Die Hälfte der deutschen Krankenhäuser schreibt rote Zahlen, und fast alle haben Personalprobleme bei Ärzten und Pflegern. Mit einer Kampagne „Wann immer das Leben uns braucht“ machen die Kliniken bundesweit auf die Missstände aufmerksam. In NRW beteiligen sich die katholischen Kliniken an der Kampagne, die von der KGNW koordiniert wird. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Diskussion über Dritten Weg

Ein Gruppenfoto mit zwei Vertretern des Unternehmerverbands Soziale Dienste und Bildung sowie Direktor Andreas Meiwes u. Abteilungsleiter Martin Simon auf dem 1. Kirchlichen Dienstgebertag in Duisburg / Georg Lukas

Ein Gruppenfoto mit zwei Vertretern des Unternehmerverbands Soziale Dienste und Bildung sowie Direktor Andreas Meiwes u. Abteilungsleiter Martin Simon auf dem 1. Kirchlichen Dienstgebertag in Duisburg / Georg Lukas

Über 150 Gäste diskutierten auf dem 1. Kirchlichen Dienstgebertag in Duisburg. Organisatoren waren der Caritasverband für das Bistum Essen und der Unternehmerverband Soziale Dienste und Bildung. Die Zusammenarbeit gebe die Chance, über den jeweils eigenen Tellerrand zu schauen, betonte Essens Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes. mehr

Newsticker – März 2014

Kinder-Jugendrechtepreis

Köln – Youngcaritas im Erzbistum Köln hat einen Preis für Kinder- und Jugendrechte ausgeschrieben. Kinder und Jugendliche sind aufgerufen, sich mit ihren Rechten auseinanderzusetzen und die Ergebnisse einzureichen.

Dabei ist Kreativität gefragt: Fotos, Videos, Lieder, Zeitungsberichte, aber auch Aktionen wie Flashmobs können der Jury präsentiert werden. Den Gewinnern winkt ein Preisgeld in Höhe von 1000, 750 und 500 Euro.

Mit dem Wettbewerb möchte youngcaritas im Erzbistum Köln die Kinder- und Jugendrechte bekannter machen. Diese sind festgeschrieben in der UN-Kinderrechtskonvention;  zu den grundlegenden Kinderrechten gehören der Schutz vor Diskriminierung, der Vorrang des Kindeswohls bei allen Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen öffentlicher oder privater Einrichtungen, das Recht jedes Kindes auf Leben, Überleben und Entwicklung, das Recht auf Bildung und das Recht der Kinder, in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, gehört zu werden.

Hinweis: Einsendeschluss ist der 5. Mai 2014, Infos unter www.cariblogger.de.

Caritas hat noch BFD-Plätze

Münster – Die Caritas wird weiter Plätze im Bundesfreiwilligendienst (BFD) anbieten. Sowohl Verlängerungen von Verträgen als auch Neubesetzungen sind ab Juli 2014 weiterhin möglich. Das zur Verfügung stehende Kontingent im katholischen Verbund von insgesamt rund 4300 Plätzen bundesweit sei im vergangenen Jahr vorsichtig genutzt worden und sei nicht „überbucht“ worden. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hatte kürzlich festgestellt, dass im Dezember 2013 49000 BFD-Plätze besetzt waren, und einen Einstellungsstopp verkündet. Vorgesehen und im Haushalt kalkuliert waren im Jahresdurchschnitt nämlich nur 35000 Plätze. Von dem Einstellungsstopp sind allerdings nicht alle Trägergruppen betroffen, die Caritas eben nicht.

106 Fälle für Ombudschaft

Münster – 106 Beschwerden sind schon im ersten Jahr der Aufbauphase bei der Ombudschaft Jugendhilfe NRW in Wuppertal eingegangen. Das teilte der Caritasverband Münster mit. Die Ombudschaft will Mittler sein zwischen Kindern, Jugendlichen oder Eltern und Jugendämtern oder freien Trägern der Erziehungshilfe. Ziel ist es, in Konfliktfragen und Zweifelsfällen einvernehmliche Lösungen zu finden. Bislang sei das immer gelungen, habe es noch keine Klage vor Gericht gegeben. An der Spitze mit fast einem Drittel standen Beschwerden zur Antragstellung auf erzieherische Hilfen, gefolgt von Sorgerechtsfällen und Problemen, die Kinder und Jugendliche mit Jugendämtern oder freien Trägern hatten. Häufig gebe es auch Konflikte, wenn mit dem 18. Geburtstag die Heimunterbringung enden soll, obwohl ein eigenständiges Leben noch nicht möglich ist. An die in Wuppertal angesiedelte Ombudschaft Jugendhilfe können sich Kinder oder Eltern wenden, wenn sie sich nicht ausreichend beraten, beteiligt, betreut fühlen oder Bescheide nicht akzeptieren wollen.

SGB-II-Testbogen aktualisiert

Aachen – Zum 1. Januar 2014 wurden die Regelleistungen im SGB II angehoben. Der Eckregelsatz beträgt jetzt für eine alleinstehende Person 391 Euro und für zusammen-lebende Ehepartner bzw. Lebenspartner jeweils 353 Euro. Trotz der aktuellen Anhebung der Regelsätze fordert die Caritas höhere Leistungen: Für einen Alleinstehenden müsste die Leistung um 63 Euro monatlich höher liegen. Stetig steigende Energiekosten finden bisher keine ausreichende Berücksichtigung. Energiearmut und Energieschulden bei SGB-II-Beziehern sind deshalb vorprogrammiert. Auch sind die aktuellen Regelleistungen so knapp berechnet, dass unvorhersehbare Ausgaben, wie z. B. die Reparatur einer Waschmaschine, nicht aufgebracht werden können. Der Caritasverband für das Bistum Aachen stellt einen Testbogen mit den aktuellen Regelleistungen zur Verfügung. Er soll allen Interessierten dazu dienen, sich einen ersten Überblick über Leistungen und Ansprüche auf Grundsicherung für Arbeitsuchende zu verschaffen.

Infos unter www.caritas-ac.de

Chronische Unterfinanzierung

Betreuungsvereine schlagen Alarm: seit neun Jahren auf „Diät“

Paderborn – Die 28 katholischen anerkannten Betreuungsvereine im Erzbistum Paderborn schlagen Alarm: „Mehr als 75 Prozent unserer Vereine arbeiten nicht mehr kostendeckend und sind in der Existenz gefährdet“, sagt Christoph Eikenbusch vom Diözesan-Caritasverband Paderborn.

Dabei seien Rechtliche Betreuer maßgeblich an der Gestaltung des Sozialstaats beteiligt. „Sie unterstützen Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbstständig zu besorgen.“ Ursache der Misere ist, dass die Vergütung der Rechtlichen Betreuer zuletzt 2005 festgesetzt und seitdem nicht mehr angepasst wurde. „Schon damals war die Vergütungspauschale knapp bemessen“, sagt Eikenbusch. „Seitdem sind aber die Kosten für Personal oder Energie um fast 20 Prozent gestiegen.“ Er appellierte an die Bundespolitiker: „Sorgen Sie für eine angemessene Lohnerhöhung auch der Menschen, die tagtäglich Gesetze umsetzen und benachteiligte Menschen beim Einfordern ihrer Rechte begleiten.“

Die Betreuungsvereine von Caritas, SkF und SKM gewinnen, beraten und begleiten einerseits ehrenamtliche Betreuer, übernehmen aber auch allein im Erzbistum Paderborn selbst rund 4000 Rechtliche Betreuungen von Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit, einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr selbstständig besorgen können. Durchschnittlich kümmert sich ein Vereinsbetreuer um 45 bis 50 Menschen monatlich. Seit Jahren bemühen sich die Betreuungsvereine, mit der Politik über eine auskömmliche Refinanzierung ins Gespräch zu kommen. „Doch diese Bemühungen sind bisher ins Leere gelaufen“, kritisierte Eikenbusch.

cpd

Caritas in NRW – AKTUELL 2/2014

Der komplette Newsletter zum Download als PDF-Dokument.

Ein Mädchen sitzt beim Mittagessen in einer trotzigen Pose vor ihrem halb gefüllten Teller / LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW

Caritas in NRW – AKTUELL

1/2014

Mit konkreten Vorschlägen hat die Caritas auf aktuelle Studien zur steigenden Armutsgefährdung von Kindern und jungen Menschen in Deutschland reagiert. Zur nachhaltigen Verbesserung der Situation gehörten unter anderem eine Überarbeitung des Bildungs- und Teilhabepakets sowie eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Energiearmut vermeiden

NRW-Umweltminister Johannes Remmel steht mit Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann auf einem Podium und spricht in ein Mikrofon / Markus Lahrmann

NRW-Umweltminister Johannes Remmel steht mit Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann auf einem Podium und spricht in ein Mikrofon / Markus Lahrmann

Die Caritas in NRW fordert weitere Anstrengungen bei der Bekämpfung von „Energiearmut“. „Die Energiewende wird nur gelingen, wenn es gelingt, sie sozial gerecht zu gestalten“, sagte der Sprecher der Diözesan-Caritasdirektoren Heinz-Josef Kessmann, in Düsseldorf. Steigende Strom- und Energiekosten belasten vor allem Menschen in Armut. mehr

Caritas in NRW – AKTUELL

Raus aus der Handy-Sucht

Susanne Schulte, zuständig für Projekt 2.0 Exit, sitzt an ihrem Arbeitsplatz und blickt auf ihr Smartphone / Christoph Grätz

Susanne Schulte, zuständig für Projekt 2.0 Exit, sitzt an ihrem Arbeitsplatz und blickt auf ihr Smartphone / Christoph Grätz

Mit dem Projekt „2.0 Exit“ will die Caritas in Essen jungen Menschen helfen, ihre Smartphone- und Internetabhängigkeit zu bekämpfen. Eine bundesweite Studie zur Internetsucht rechnet mit 250000 Abhängigen und 1,4 Millionen sogenannten problematischen Nutzern allein in der besonders betroffenen Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen. mehr

Eine Pflegekraft misst bei einer Bewohnerin eines Altenheims den Blutdruck / LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW

Caritas in NRW – AKTUELL

"Wahnsinn" lässt sich stoppen

Der „Dokumentationswahnsinn“ in der Pflege lässt sich stoppen. „Haftungsrechtlich besteht keine Notwendigkeit, Pflegedokumentationen immer ausführlicher zu gestalten“, erklärte Peter Frings, Justiziar des Diözesan-Caritasverbandes Münster. Er ist Mitglied einer juristischen Expertengruppe. mehr

Newsticker – Februar 2014

Kritik am Rentenpaket der Großen Koalition

Köln – Die Caritas im Erzbistum Köln hat Kritik am Finanzierungskonzept für die geplante Rentenreform der Großen Koalition geübt.

Verbesserungen für die Älteren belasteten die junge Generation erheblich, warnte Diözesan-Caritasdirektor Frank J. Hensel. „Hier werden Lasten einfach und wesentlich auf die künftigen Beitragszahler geschoben", sagte er. Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte verbesserte Mütterrenten und die abschlagsfreie Rente ab 63 vorgeschlagen. Zur Finanzierung würden die Rentenbeiträge der nachfolgenden Generationen herangezogen, warnte die Caritas. Es gebe aber auch die Möglichkeit, diese Solidarleistung wenigstens in nennenswerten Teilen aus Steuermitteln zu finanzieren, sagte Diözesan-Caritasdirektor Hensel.

Er forderte im Sinne der Generationengerechtigkeit mehr Unterstützung für junge Familien, etwa bei den Frühen Hilfen und der offenen Ganztagsgrundschule. In NRW habe jede vierte Schwangere nicht einmal genug Geld für die Baby-Erstausstattung. „Die Große Koalition muss bei ihren Rentenplänen auch die heranwachsenden Familien ins Auge fassen und darf deren Belastungen nicht zum Problem einer nächsten Generation machen", forderte Hensel. Das Rentenpaket soll nach Schätzungen bis 2030 rund 160 Milliarden Euro kosten.

Hoffnungsschimmer

Caritas begrüßt verbesserte Wohnungsbauförderung

Köln – Die Konditionen für die Wohnungsbauförderung in NRW sollen sich in diesem Jahr weiter verbessern. Die Caritas begrüßte die Ankündigung des NRW-Bauministeriums.

Dieses beabsichtigt, die Förderbeträge anzuheben, Zinsen auf bis zu null Prozent zu senken und Mieten weniger stark zu erhöhen. Für die Caritas im Erzbistum Köln ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Frank J. Hensel, Diözesan-Caritasdirektor und Vorsitzender des Arbeitskreises „Wohnungssicherung und soziale Brennpunkte" der Öffentlichen und Freien Wohlfahrtspflege, befürwortet die aktuellen Entwicklungen: „Wir sehen einige unserer Forderungen aufgegriffen und freuen uns, dass dadurch wieder mehr bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen unterstützt wird. Das ist ein Hoffnungsschimmer für alle, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance haben." Wichtig sei nun, dass vor allem mehr kleine Wohnungen für Single-Haushalte entständen und gefördert würden. „Daran mangelt es weiterhin überall", erklärte Hensel.

Caritas: Neun Euro sind zu wenig

Münster – Um neun Euro steigt der Regelsatz für alleinstehende ALG-II-Empfänger am Jahresbeginn. Erforderlich wären aber nach Berechnung der Caritas 63 Euro mehr, um das Existenzminimum zu gewährleisten. „Die neue Bundesregierung muss den Regelsatz endlich neu berechnen", fordert deshalb Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann. Problematisch sei vor allem, das die gestiegenen Stromkosten nicht ausreichend berücksichtigt würden. Außerdem bleibe kein Geld übrig, dass für anfallende Reparaturen und die Neubeschaffung von Haushaltsgeräten angespart werden müsse.

Bei der vom Bundesverfassungsgericht geforderten Neuberechnung des Regelsatzes habe die alte Regierung „getrickst", kritisiert Kessmann. Als Grundlage seien die 15 Prozent der Haushalte mit den niedrigsten Einkommen zugrunde gelegt und damit die Basis willkürlich verringert worden. Die Caritas hat entsprechend der Wertung des Gerichts die Einkommensgruppe der unteren 20 Prozent genommen.

Beim Stromverbrauch ist der tatsächliche Verbrauch von Empfängern der Grundsicherung ermittelt worden. Der liegt, weil das Geld für neue, energiesparende Geräte fehlt, häufig relativ hoch. Der im Regelbedarf eingerechnete Anteil „reicht dafür nicht aus", sagt Kessmann. Außerdem seien die Steigerungen des Strompreises in den letzten Jahren nicht ausreichend berücksichtigt.

LAG: Neuer Vorsitzender

Der ehemalige LAG-Vorsitzende Hermann Zaum (Paritätische NRW) und sein Nachfolger Ludger Jutkeit (DRK Landesverband Westfalen-Lippe) vor einem LAG-Roll-Up

Wuppertal/Münster – Ludger Jutkeit (r.), Vorstand des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, ist neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG) Nordrhein-Westfalen. Turnusgemäß übernahm er das Amt von Hermann Zaum, Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW. Die Mitgliederversammlung der LAG hatte Jutkeit für die Jahre 2014 und 2015 zu ihrem Vorsitzenden gewählt.

Neues Rettungsgesetz gefordert

Köln – Die Malteser in NRW haben die Ausnahmeregelungen zum europäischen Vergaberecht begrüßt und die NRW-Landesregierung aufgefordert, „endlich das novellierte Rettungsgesetz“ auf den Weg zu bringen. Es gehe um neue Richtlinien zur Auftrags- und Konzessionsvergabe „und damit um nicht mehr oder weniger als um die Zukunft der Hilfsorganisationen im Rettungsdienst“, so Malteser-Landesgeschäftsführer Oliver Mirring. Rettungsdienst sei eine Leistung der Daseinsvorsorge und dürfe nicht mit allgemeinen Bereichen des Beschaffungswesens gleichgesetzt werden, hieß es. „Die Entwicklung der letzten zehn Jahre im Rettungsdienst in Zeiten klammer Kassen, dass der billigste Anbieter gewinnt, kann jetzt gestoppt werden“, ist Mirring überzeugt. Dies gelte für öffentliche Aufträge und Konzessionen gleichermaßen. Der Rettungsdienst in Deutschland sei Teil eines Gesamtsystems aus Zivil-, Katastrophenschutz und alltäglicher Gefahrenabwehr.

Caritas in NRW – AKTUELL 1/2014

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Caritas in NRW – AKTUELL informiert sechsmal im Jahr mit aktuellen Nachrichten und Kommentaren zu sozialen und politischen Themen in NRW.

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