Wie digitale Lösungen die soziale Infrastruktur stärken und Fachkräfte entlasten können, stand im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Vertretern der Caritas und dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn. In der Geschäftsstelle des Caritasverbandes Rheine ging es um notwendige Investitionen in Betreuung, Pflege und Versorgung - und um die Frage, wie Digitalisierung dabei gezielt unterstützt werden kann. Am Austausch nahmen Dieter Fühner und Ludger Schröer, Vorstände des Caritasverbandes Rheine, sowie Dominique Hopfenzitz, Vorstand des Caritasverbandes für die Diözese Münster, teil.
Diskutiert wurden unter anderem das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen des Bundes und dessen mögliche Bedeutung für die Infrastruktur der Freien Wohlfahrtspflege. Die Caritas machte deutlich, dass moderne digitale Systeme zunehmend Voraussetzung für eine verlässliche Versorgung sind. "Digitale Dokumentation, sichere IT-Strukturen und der Schutz vor Cyberangriffen sind längst kein Zusatz mehr, sondern Teil der Daseinsvorsorge", betonte Dominique Hopfenzitz. Gleichzeitig entlaste Digitalisierung Mitarbeitende und helfe, knappe Fachkräfte effizienter einzusetzen. Bislang seien solche Investitionen jedoch in den sozialrechtlichen Finanzierungssystemen kaum abgebildet.
Nach Angaben der Caritas ist der Investitionsbedarf erheblich: Ein Großteil der sozialen Einrichtungen arbeitetin baulich und technisch veralteten Gebäuden, digitale Infrastrukturen müssten vielerorts erst grundlegend aufgebaut werden. Gerade im Pflege- und Gesundheitsbereich zeige sich, wie dringend moderne IT-Lösungen benötigt würden, um Qualität zu sichern und Bürokratie zu reduzieren.
(CPM)

