„Jobmotor“ Pflege: Qualität muss stimmen
Caritas unterstützt Aktionsplan Altenpflege 2010
Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn unterstützt den von Landessozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigten Aktionsplan Altenpflege 2010. Der Aktionsplan sieht vor, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und bis zu 1 000 zusätzliche Bildungsgutscheine für die Umschulung zur Fachkraft in der Altenpflege auszugeben.
Die Umschulungen für Arbeitslose werden aus der „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels" des Bundes finanziert. „Angesichts des drohenden Personalmangels in den Einrichtungen und Diensten unterstützen wir diese Initiative nach Kräften", so Bernhold Möllenhoff vom Diözesan-Caritasverband. Die Caritas verstehe sich als idealer Partner, der über lange Erfahrung in der Pflegeausbildung und ein dichtes Netz von Ausbildungsstätten verfüge. Die in dem Aktionsplan vorgesehene Zuwendung für Arbeitgeber, die einen zusätzlichen Ausbildungsplatz schaffen, sei zwar ehrenwert, stehe aber in keiner Relation zu den tatsächlichen Ausbildungskosten. „Wir reden von einem landesseitigen Zuschuss von 7.500 Euro. Dem gegenüber stehen rund 43.000 Euro, die die Arbeitgeber für einen Ausbildungsplatz aufbringen müssen", betont Möllenhoff. Angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen in NRW auf rund 650 000 Personen im Jahr 2020 werde der Bedarf an qualifizierten Altenpflegefachkräften deutlich zunehmen. Möllenhoff: „Pflege wird zum Jobmotor, aber nicht um jeden Preis." Die Qualität der Versorgung müsse auch bei Programmen wie dem Aktionsplan Altenpflege an erster Stelle stehen. In keinem anderen Dienstleistungsbereich hänge die Versorgungsqualität so sehr an qualifizierten Mitarbeitern wie in der Pflege.









