Caritas in NRW

Digitalisierung

Tablets sind das Werkzeug der Wahl

Ein Mann sitzt an einem Holztisch und blickt auf ein Smartphone. Vor ihm auf dem Tisch liegen bzw. stehen ein Laptop, ein Notizbuch und eine Tasse Kaffee.Die Ausstattung mit angemessener Hardware ist notwendige, aber oft nicht hinreichende Bedingung, um die Digitalisierung zu fördern. Was sonst noch gebraucht wird, wollte der Diözesan-Caritasverband Münster mit einem Wettbewerb erfragen.Pixabay

Werden alle Ideen umgesetzt, wird die Tabletdichte in der sozialen Arbeit der Caritas in der Diözese Münster deutlich steigen. Es ist das Werkzeug der Wahl vom Kindergarten bis in die geriatrische Abteilung des Krankenhauses. Der Diözesan-Caritasverband Münster hatte im Herbst 2017 zum Ideenwettbewerb "Die digitale Agenda der Caritas" aufgerufen. Trotz der kurzen Bewerbungsfrist füllte sich der elektronische Briefkasten mit 16 Vorschlägen.

Häufig geht es dabei um Vernetzung und Teilhabe auch für benachteiligte Menschen. So zum Beispiel mit der Idee, Menschen mit Behinderung, die gerne kochen, auf einem Tablet Rezepte zur Verfügung zu stellen, die das bisherige Einerlei aufbrechen. Die üblichen Kochbücher sind dafür nicht unbedingt geeignet, Apps können helfen.

Die Vielfalt der Ideen zeigt, dass der digitale Fortschritt vor der sozialen Arbeit keinen Halt macht und auf verschiedenste Weise sinnvoll genutzt werden kann. Dabei müssen es keine revolutionären Innovationen sein, eine sinnvolle Kombination vorhandener Hard- und Software mit neuen Zielen reicht. Zum Beispiel wenn ein örtlicher Caritasverband einen Zugangsweg zu seinen Hilfen schaffen will völlig unabhängig vom gewählten Medium. Umgekehrt sollen dann für die Beratung auch alle digitalen Übermittlungswege genutzt werden - eben was passt.

Teilweise sind auch Projekte eingereicht worden, die Begonnenes fortentwickeln, zum Beispiel wenn eine schon in der Praxis bewährte E-Learning-Plattform in der Pflegeausbildung künftig auch Praxisanleitern vor Ort zur Verfügung stehen soll und dafür angepasst werden muss.

Eine schwierige Aufgabe für die Jury, um daraus die drei besten Ideen zu filtern, für die Preise von bis zu 15 000 Euro ausgelobt waren. Am 11. April werden die Preisträger bekannt gegeben.

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