Caritas in NRW

Katholikentag in Münster

Caritas in Bewegung

Ein Gruppenfoto mit Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitenden des Förderschulinternats Schloss Horneburg. Die Mitarbeitenden tragen Musikinstrumente, die Kinder bilden mit Buchstaben das Wort 'Frieden'Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende des Förderschulinternats Schloss Horneburg performen zum Thema Frieden.Lisa Uekötter

Empfangen werden die Gäste, die mit der Bahn anreisen, gleich im Bahnhof am Stand der Bahnhofsmission mit ersten Informationen und einem Stadtplan. Der Weg in die Innenstadt führt direkt auf den Platz an der Stubengasse ins Caritas-Quartier. Hier präsentiert sich die Caritas mit Aktionen und Informationen in Zelten und auf dem Platz.

Einen Kaffee gibt es aus der Ape (= DreiradKleinsttransporter), gleich nebenan gibt es Eis aus der Eislounge, selbst hergestellt im integrativen Eiscafé des Benediktushofs in Maria Veen. In der Outdoor-Fotobox können kreative Selfies geschossen werden. Caritas international ist mit dem Oldtimer-Bulli und Ansprechpartnern vertreten. Und wer sich schon mal alt fühlen will, kann das mit dem Alterssimulationsanzug ausprobieren. Umgekehrt lässt sich unter dem Titel "Caritas 360°" mit einer virtuellen Brille ein Rundumblick in Einrichtungen der Caritas werfen.

Drei Frauen sitzen zusammen auf einem Krankenbett, eine Frau hält einer anderen ein Mikrofon entgegenHarald Westbeld

Caritas-Bühne

Dabei klingen Musik oder Diskussionen von der Caritas-Bühne herüber, die ebenfalls an der Stubengasse platziert ist. Trotz gedrängtem Programm konnte nur die Hälfte der interessierten Gruppen berücksichtigt werden. Die Zuschauer erwartet eine bunte Mischung aus Musik, Schauspiel, Kabarett und Tanz, aber auch die Diskussion sozialer Themen mit prominenten Gästen. Am Donnerstag geht es um soziale Gerechtigkeit, am Freitag um die Frage, ob wir Integration "können", und am Samstag werden die Idee der Inklusion und ihre Umsetzung beleuchtet. Ein Highlight unter vielen wird das Konzert der Bundesjugendhilfe am Donnerstagnachmittag sein, für das sich Jugendliche aus ganz Deutschland schon einige Tage vorher in Münster treffen zum Proben. Zum Thema Pflege wird Dr. Eckart von Hirschhausen am späten Freitagnachmittag das Thema "Kann Pflegen heute noch glücklich machen?" moderieren.

"Waschküche" und Gottesdienst

Zwei Erzieherinnen, die sich für eine Aufführung des Märchens „Sterntaler“ verkleidet habenErzieherinnen der katholischen Pfarrei St. Gudula in Rhede führen das Märchen „Sterntaler“ auf.Lisa Uekötter

Auch wenn der zentrale Platz an der Stubengasse Zentrum des Caritas-Geschehens ist, gibt es, über die Stadt verteilt, noch viel mehr Caritas: Eine Möglichkeit zum Ausruhen in der Vielfalt der Angebote bietet zum Beispiel das CaritasKneipen-Café, die "Waschküche", wenige Meter vom Bahnhof entfernt. Abends werden im integrativen Bistro der ­Alexianer noch Musik und Talk geboten. Zudem sind hier zwei Ausstellungen aufgebaut.

Traditionell ist der Caritas-Segnungsgottesdienst im Dom St. Paulus am Freitag um 12.15 Uhr unter dem Titel "Jeder Mensch braucht ein Zuhause - Frieden bewohnbar machen". Zuvor wird um 10.30 Uhr in der Halle Münsterland ein barrierefreier Gottesdienst in leichter Sprache gefeiert.

Caritas-Meile

Weitere Verbände und Einrichtungen der Caritas präsentieren sich auf der "Caritas-Meile" als Bestandteil der Kirchenmeile auf dem Schlossplatz. Zudem beteiligt sich die Caritas an Podien und bietet Werkstätten zu sozialen Themen an. Caritas international ist auf der Eine-Welt-Bühne am Aegidiimarkt vertreten.

Eine Übersicht über die Caritas-Aktivitäten bietet ein eigenes Programmheft als Ausschnitt aus dem Gesamtprogramm des Katholikentages, ergänzt um weitere Informationen. Es ist unter anderem am Stand der Bahnhofsmission im Hauptbahnhof erhältlich. Wer sich vorab informieren und schon mal sein eigenes Programm zusammenstellen möchte, kann sich die App "CaritasKT18" aufs Smartphone oder Tablet laden oder das Programm als PDF-Datei auf www.caritas-katholikentag2018.de ansehen.

Während des Katholikentages wird ein Team des Diözesan-Caritasverbandes Münster aktuell auf Facebook (www.facebook.com/caritasbistummuenster), Twitter, ­Instagram und www.caritas-katholikentag2018.de berichten.

Screenshot der Website zum Katholikentag und ein Smartphone mit der geöffneten App 'CaritasKT18'Mit der Suchfunktion kann man online Caritas-Veranstaltungen im Programm herausfiltern.

 



Glaubwürdig und humorvoll

Porträt: Gisela SteinhauerPrivat

"Immer wenn es sehr fromm wurde, habe ich mit den Caritas-Leuten am meisten gelacht. Ich finde, die haben einen herrlichen Humor und sind so total geerdet. Dabei wissen sie ziemlich gut Bescheid über das, was schiefläuft, und sind sehr damit beschäftigt, das zu ändern. (…) Ohne die Caritas, ohne das, was jeder von uns macht, können wir den Laden hier dichtmachen. Das ist der Kitt, der uns alle zusammenhält. Man muss links und rechts gucken und sich um den anderen kümmern. Wenn wir das aus den Augen verlieren, dann gnade uns Gott! Die Organisation muss sich immer wieder klarmachen: In wessen Namen arbeiten wir, auf wen berufen wir uns hier? Merkt man uns an, dass wir uns auf den berufen? Sind wir glaubwürdig? Es gibt meiner Ansicht nach viele Menschen in der Caritas, die glaubwürdig sind. Ich hatte großes Glück und habe bisher nur die Netten kennengelernt."

Gisela Steinhauer
Radiomoderatorin (WDR 2, WDR 5, Deutschlandfunk Kultur), beim Katholikentag Moderatorin auf der Caritas-Bühne



Ab auf die Caritas-Bühne

Hochkarätige Talks und großartige Auftritte

Die inklusive Tanzgruppe Funky bei einem Auftritt in einer Turnhalle vor PublikumDie inklusive Tanzgruppe Funky Movements eröffnet die Caritas-Bühne.Lisa Uekötter/Caritas Münster

Inklusiv und mitten im Zentrum der Stadt präsentiert sich die Caritas auf dem 101. Katholikentag in Münster. Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit und ohne Behinderung und aus vielfältigen Lebenssituationen gestalten ein dreitägiges Bühnen-Programm. Vom 10. bis 12. Mai 2018 zeigen die Gruppen aus den Einrichtungen der Caritas und darüber hinaus spannende und abwechslungsreiche Darbietungen in Tanz, Theater, Musik und vieles mehr.

Thema Frieden

Den Aufschlag macht das landes- und bundesweite Vorzeigeprojekt Funky Movements. Auf der Stubengasse eröffnen die Tänzer am Donnerstag um 12 Uhr die Caritas-Bühne. Viele der folgenden Auftritte greifen das Leitthema des Katholikentages "Suche Frieden" auf. So singen Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter des Förderschulinternates Schloss Horneburg bekannte und selbst verfasste Liedtexte und zeigen pantomimische Elemente zum Thema Frieden. Insgesamt bespielen 500 Akteure 24 Stunden lang die Bühne. In den hochkarätig besetzten Talks mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Kirche und Sport werden täglich aktuelle sozialpolitische Fragen diskutiert.

Besucher im St.-Paulus-Dom in Münster während eines GottesdienstesDer Caritas-Segnungsgottesdienst findet im Dom am Freitag um 12.15 Uhr statt.Harald Westbeld

Zugesagt haben unter anderem die Präsidentin der Humboldt-Viadrina School, Gesine Schwan, der Vorsitzende der Special Olympics in NRW, Gerhard Stiens, die Netz-Aktivistin Kübra Gümüsay, der Soziologe Heinz Bude und Comedian Eckart von Hirschhausen. Im Gespräch mit Fachkräften fragt er, ob Pflege heute noch glücklich machen kann. Die bekannten Münsteraner Kabarettisten Funke & Rüther lockern das Programm mit Ausschnitten aus ihrem aktuellen Programm "Scharf gemacht" auf. Am Donnerstagabend sind alle Besucher herzlich zum gemeinsamen Rudelsingen eingeladen. Die Band Cadillac übernimmt einen Tag später die musikalische Abendgestaltung. Das Programm auf der Caritas-Bühne wird moderiert von Gisela Steinhauer und Tom Hegermann.

Fürs Smartphone: App "CaritasKT18" (Android und Apple)
Web: www.caritas-katholikentag2018.de
Facebook: www.facebook.com/caritasbistummuenster



Wo ist Bedarf? - Wir sind da!

Porträt: Tom HegermannPrivat

"Das Schöne an Caritas ist, dass da Glauben praktisch gelebt wird. Dass also nicht nur die Theorie da ist und nicht nur die Predigt da ist, sondern dass mit Menschen für Menschen praktisch gearbeitet wird. Caritas hält ja nicht ein altes, verkrustetes Angebot vor und versucht, es unter die Leute zu bringen, sondern schaut wirklich: Wo ist Bedarf? - Wir sind da! Ich kenne viele Menschen, die sagen: "Guck mal, da ist ein Problem, da müsste man doch mal was machen." Da gibt es zwei mögliche Reaktionen, nämlich die einen, die nach drei Monaten sagen: Wusste ich doch, dass da kein Mensch was macht - siehst du mal wieder. Und die anderen haben längst angefangen, was zu machen. Das ist Caritas…"

Tom Hegermann
Rundfunk-Journalist, viele Jahre WDR-2-Moderator, beim Katholikentag Moderator auf der Caritas-Bühne