Kurzberichte

Caritas politisch aktiv

Engagement und Argumente

Dialog

Auf ’ne Currywurst mit der Caritas

Plakat der Aktion 'Auf 'ne Currywurst mit der Caritas'

Mit dem Projekt "Auf ’ne Currywurt mit der Caritas - Wir sind scharf auf Ihre Meinung" bringt die Ruhr-Caritas Bürger und Kandidaten der Landtagswahl in den Dialog. Bei fünf Begegnungen an der mobilen Caritas-Currywurstbude haben Bürger die Möglichkeit, ihren Volksvertretern zu sagen, was sie bewegt und welche Ideen sie haben, etwas zu ändern. Denn Bürgerinnen und Bürger sind die Experten in eigener Sache - für ihr Leben, ihre Familie und ihren Stadtteil. Die Caritas bietet dabei - ganz ruhrpottmäßig - den zwanglosen Rahmen und bringt bei diesen Begegnungen auch ihre Themen ein, ob Langzeitarbeitslosigkeit, Bildung, die Situation von Frauen, Wohnungslosigkeit oder die Integration von Flüchtlingen. Die Currywurstbude macht Halt in Duisburg, Bochum, Lüdenscheid, Mülheim und Gelsenkirchen.

www.caritas-currywurst.de



"Wahlscheine" zur Landtagswahl

Das sollte im Koalitionsvertrag stehen …

Ein angeschrägter 'Wahlschein' des DiCV Paderborn zur Landtagswahl 2017Besondere "Wahlscheine" hat der Diözesan-Caritasverband Paderborn herausgegeben. Unter dem Titel "Wir wollen, dass es Ihnen gut geht" rufen sie dazu auf, die freiheitliche Demokratie zu stärken und gegen Fremdenhass einzutreten. Weitere "Wahlempfehlungen" sind die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie die Bereitstellung angemessener sozialer Leistungen. Die Caritas geht auch auf "Knackpunkte" im Sozial- und Gesundheitssektor ein, so auf die Probleme bei der Kita- und Krankenhausfinanzierung oder die Herausforderungen bei der Integration. Ausführliche Infos zu diesen Problemlagen bieten "Spezial-Ausgaben" des Flyers zu den Arbeitsfeldern: Altenhilfe, Migration/Flüchtlinge, Krankenhäuser, Kitas, Offene Ganztagsschule, Arbeitslosigkeit, Ehrenamt und Wohnen. Unter dem Stichwort "Das sollte im Koalitionsvertrag stehen" gibt es gleich den passenden Formulierungsvorschlag zur Problemlösung.

www.caritas-paderborn.de



Argumentationstraining

Hinterher ist man klüger!

Nehmen uns die Ausländer die Arbeitsplätze weg? Werden verschleierte Frauen zu Hause unterdrückt? War unter den Nazis doch nicht alles so schlimm? Nimmt Deutschland noch die ganze Welt auf? Nahezu jeder hat zu diesen Themen eine Meinung. Schnell tauchen in sogenannten Stammtischparolen die immer wieder gleichen Vorurteile und Ressentiments auf. Oft ist es schwierig, derartigen Äußerungen etwas entgegenzusetzen. Und jeder kennt das Gefühl der Sprachlosigkeit und Überforderung in solchen Momenten. Die "guten" und richtigen Argumente gegen solche Parolen fallen einem meist erst im Nachhinein ein. Der Caritas­verband Remscheid hat dies zum Anlass genommen, Veranstaltungen zum Thema "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen!" anzubieten. Ort des ersten Trainings war naturgemäß eine Gaststätte, doch das Training soll bei jedem Gespräch helfen, das Vorurteile zementiert. Übung macht den Meister!

Kerstin Becklas/DG

info@caritasremscheid.de



Aktion gegen Stammtischparolen

Hass ist keine Meinung

Die Vorder- und Rückseite eines roten Bierdeckels mit weißem Rand. Auf der Vorderseite steht der Slogan 'Hass ist keine Meinung', auf der Rückseite wird der Slogan erweitert und ein QR-Code gezeigtHass ist keine Meinung." Mit diesem kurzen, aber klaren Statement sind die Caritas Geldern-Kevelaer und Kooperationspartner Vorurteilen und Unwahrheiten gegenüber Flüchtlingen entgegengetreten. Aufgerufen sind alle Bürger, sich für mehr Toleranz und eine offene, aber sachliche Diskussion einzusetzen. In vielen Kneipen im Gelderland wurden dazu 10 000 rote Bierdeckel mit der Botschaft "Hass ist keine Meinung" verteilt. Damit haben die Initiatoren der Kampagne plumpen Stammtischparolen genau dort etwas entgegengesetzt, wo sie mitunter entstehen. Neben den Bierdeckeln gab es auch Aufkleber, Buttons und Kugelschreiber gegen Hasskommentare. Auf der Rückseite der Bierdeckel befindet sich ein QR-Code, der zu einer Internetseite der Caritas führt, auf der häufig zu hörende Vorurteile einem Faktencheck unterzogen werden. Stammtischparolen sollten sich auf diese Weise unmittelbar entkräften lassen.

www.caritas-geldern.de/nohate



Caritas Remscheid

Bunte Steine gegen braunen Mist!

Bunt angemalte und umhäkelte Steine, die in einem roten Kunstoffkorb liegen. Darin befindet auch ein pinkes Schild mit drei Stofffetzen mit der Aufschrift 'Haus Herder Str. 3'Auch aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Hier die „Ausbeute“ des Altenheims Haus Herder.Caritas Remscheid

Der Stein des Anstoßes, der letztlich zu einer kreativen, farbenfrohen Aktion für ein friedliches Miteinander und gegen fremdenfeindliche Gewalt führte, wiegt beinah zehn Kilo. Er wurde im Mai 2016 von Unbekannten in die Fensterscheibe der Beratungsstelle Lotsenpunkt der Caritas Remscheid geworfen. Damit war der Lotsenpunkt bereits zum dritten Mal zum Ziel von Vandalismus geworden. Auch andere Einrichtungen und Institutionen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, waren von Steinwürfen betroffen. Sogar die Autos von hier Engagierten wurden beschädigt.

Während der Staatsschutz - noch immer - aufgrund fremdenfeindlich motivierter Taten ermittelt, beschloss der Caritasverband, zu zeigen, dass man sich von Steinewerfern nicht einschüchtern lässt. Die Steine, die die Scherben verursachten, sollten vermutlich Wut, Ablehnung und Hass zum Ausdruck bringen. Diese Aussagen konnten nicht einfach so stehen bleiben! Anlässlich einer Solidaritätsveranstaltung für die Geschädigten sollte gezeigt werden, dass mit Steinen auch ein starkes Zeichen gegen Gewalt und Fremdenhass gesetzt werden kann. So rief die Caritas die Remscheider auf, unterschiedlichste Steine zu gestalten, zu bemalen, zu umhäkeln, zu färben … Auf diese Weise sollte der Stein des Anstoßes gewissermaßen in die Botschaft transformiert werden, dass in Remscheid eine Gemeinschaft von Menschen gebaut werden soll, die bei aller Vielfalt und Unterschiedlichkeit das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Gemeinsamkeit haben. Dem Aufruf folgten vor allem Remscheiderinnen, jüngere, ältere, zugewanderte, schon immer hier lebende, Künstlerinnen, Mütter, Bewohnerinnen eines Seniorenheims … Über 200 Stein-Kunstwerke kamen zusammen, die in einer Installation im Remscheider Rathaus gewissermaßen den Grundstein einer weiteren Kampagne für Vielfalt bildeten.

Kerstin Becklas/DG

info@caritasremscheid.de
www.vielfalt-remscheid.de



Caritas Euskirchen

Ein Herz für Toleranz und Vielfalt

Eine große Menschenansammlung bildet in einer Euskirchener Fußgängerzone eine MenschenketteTom Steinicke

Ende 2016 bildete sich in Euskirchen ein breites lokales Bündnis, unterstützt von Parteien, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und der evangelischen Kirche. Unter dem Motto "Wir zeigen Herz" wollte man anlässlich einer Landeswahlversammlung der AfD ein Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit setzen. "Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, konstruktiv und friedlich für eine bunte und offene Gesellschaft einzutreten", sagt Carsten Düppengießer, Pressesprecher der Caritas Euskirchen. Am 14. Januar fand eine weitere Landeswahlkonferenz der AfD in Euskirchen statt. "Wir zeigen Herz" hielt erneut mit einem bunten, friedlichen Programm dagegen. Öffentlichkeit und AfD-Delegierten sollte so deutlich gemacht werden, wie das Zusammen­leben in der Region funktioniert - nicht ohne Probleme, dennoch vielfältig, weltoffen und von Zusammenhalt geprägt.