Caritas in NRW

Migrationsdienst

Beratung des Caritas-Fachdienstes ist gefragt

Eine Mitarbeiterin der Caritas-Migrationsberatung in Krefeld führt mit einer Frau ein Beratungsgespräch. Die Mitarbeiterin sitzt dabei an ihrem Schreibtisch, die Klientin sitzt davor auf einem Stuhl.Augusta Moreira-Genz, Leiterin des Caritas-Fachdienstes für Integration und Migration, im Gespräch mit einer MigrantinSonja Borghoff

In der Krefelder Caritas-Geschäftsstelle im Hansa-Haus sind auf den Fluren des Caritas-Fachdienstes für Integration und Migration meistens alle Stühle besetzt, in der Spielecke tummeln sich Kinder, an den Stehtischen besprechen Familien aus verschiedensten Ländern ihre Situation, halten Papiere in der Hand - die Menschen warten mehr oder weniger geduldig auf einen Gesprächstermin bei einer der Beraterinnen des Caritas-Fachdienstes. Manchmal werden Wartenummern verteilt, um nicht den Überblick zu verlieren. Ehrenamtler schenken Kaffee und Tee an die Wartenden aus, um die Zeit zu verkürzen. Seit Monaten sieht so der Alltag in der ersten Etage des Hansa-Hauses aus.

Ein Gruppenfoto mit Migranten, die vom Caritas-Migrationsdienst in Krefeld betreut werden, auf einer WieseEine bunt gemischte Gruppe von Migranten bei einer vom Fachdienst organisierten gemeinsamen Sommeraktion.Sonja Borghoff

Allein 2015 wurden 1475 Menschen im Krefelder Caritas-Fachdienst beraten - und meistens läuft diese Beratung über Monate, wenn nicht Jahre. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um Leiterin Augusta Moreira-Genz sprechen rund zwölf verschiedene Sprachen. Neben der Beratung von Zuwanderern und Migranten finden beim Caritasverband als Sprachkursträger täglich Integrationssprachkurse statt. Darüber hinaus werden Hausaufgabenbetreuungen angeboten, die ehrenamtlich geleitet werden. Längst kommen auch Zuwanderer aus den umliegenden Regionen zur Beratung nach Krefeld.

Angesichts der Flüchtlingswelle schuf der Fachdienst für Integration und Migration mit eigenen Mitteln und Unterstützung vom Bistum Aachen weitere Stellen - vor allem im Hinblick auf den Einsatz von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsbetreuung.

"In Zusammenarbeit mit dem Bistum, der Integrationsbeauftragten der Stadt Krefeld, dem Kommunalen Integrationszentrum Krefeld, dem Jobcenter und weiteren Kooperationspartnern hoffen wir, möglichst vielen Flüchtlingen und Migranten bei der Integration weiterhelfen zu können", sagt Eva Renard, Caritas-Sachbereichsleiterin für den Bereich Integration und Migration. "Integration ist ein langer Weg, der viel Zeit braucht", weiß sie. Dafür sprechen auch die vielen verschiedenen Angebote des Fachdienstes für Integration und Migration. "Bis ein wirkliches Heimatgefühl entsteht, vergehen nicht selten Jahre bis Jahrzehnte. Wir werden dafür alle einen langen Atem brauchen und sollten davon ausgehen, dass uns das Thema ‚Integra­tion‘ auf Dauer begleiten wird", meint ­Augusta Moreira-Genz.

Sonja Borghoff

www.caritas-krefeld.de



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