Einsatz für Behinderte
Arbeitsvermittlung durch den Integrationsfachdienst beim Caritasverband Aachen
Als behinderter Mensch eine Arbeit zu finden ist alles andere als leicht. Das weiß Ulf Konrad nur allzu gut. Doch dank der schnellen Vermittlung durch den Integrationsfachdienst (IFD) in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg - der seit kurzem im Haus des Caritasverbandes in Heinsberg untergebracht ist - ist für ihn die Suche zu Ende.
Er hat mit Hilfe von IFD-Fachberaterin Astrid Werny eine Anstellung als Lagerfachkraft und Auslieferfahrer bei der Firma Schürgers, Fliesen- und Natursteinfachhandel, in Tüddern gefunden. "Ich bin dankbar, dass es den Integrationsfachdienst gibt", sagt er. Dankbar ist man auch bei Schürgers. "Wir haben lange nach einem geeigneten Mitarbeiter gesucht. Ulf Konrad erfüllt alle Qualifikationen, die wir gefordert haben. Er ist engagiert bei der Sache und macht seine Arbeit trotz seiner Behinderung sehr gut." Die guten Erfahrungen mit dem Integrationsfachdienst haben Schürgers dazu bewogen, im neuen Jahr zwei weitere Stellen mit behinderten Mitarbeitern zu besetzen.
"Unser Auftrag lautet, schwerbehinderte, behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen in Arbeit zu bringen oder deren bestehende Arbeitsverhältnisse zu sichern", erklärt Sozialarbeiterin Astrid Werny. Tätig wird der IFD im Auftrag des Integrationsamtes. Der Integrationsfachdienst arbeitet in Kooperation mit dem
Integrationsamt Köln, der Bundesagentur für Arbeit und den Rehabilitationsträgern. Im Kreis Heinsberg sei der Integrationsfachdienst ein etablierter Bestandteil der Versorgungsstruktur für alle die, deren Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben erschwert. Aufgrund der ländlichen Infrastruktur sehen sich die Integrations-Fachberaterinnen oft mit Vermittlungshemmnissen konfrontiert, da viele Betroffene nicht mobil sind und keinen Führerschein haben.
Astrid Werny war froh, als sich mit der Firma Schürgers ein geeigneter Arbeitgeber fand. Ulf Konrad hat sich mittlerweile eingelebt. Dennoch hält die Fachberaterin weiterhin Kontakt zu ihm und der Firma, "solange es nötig ist", wie sie sagt. "Unabhängig von der Behinderung kann sich jeder beim Integrationsfachdienst melden", unterstreicht Werny. Selbstverständlich sind alle Dienstleistungen für die Betroffenen und Arbeitgeber kostenlos. Außerdem unterliegt der Integrationsfachdienst der Schweigepflicht. . Eva Weingärtner
Kontakt: Integrationsfachdienst, Gangolfusstraße 32, Heinsberg, Tel.: 02452/19230

Axel Minning (l.), IFD-Fachberaterin Astrid Werny und Geschäftsführer Marcel Schürgers (r.) sind froh, dass Ulf Konrad (2.v.r.) in der Firma Schürgers eine Anstellung gefunden hat.
Foto: Weingärtner







