| Oktober 2010 |
Kinderrechte-Preis „Justine“Zum zweiten Mal hat der Diözesan-Caritasverband Köln seinen Kinderrechte-Preis „Justine“ verliehen. Ausgezeichnet wurden drei Kinder- und Jugendgruppen für ihren Beitrag zu den Kinderrechten. Die Gewinner aus dem Kinderheim St. Josef in Essen hatten mit einer transportablen Litfaßsäule für „Respekt statt Gewalt“ geworben. „Kinder müssen ihre eigenen Rechte kennen, dann können sie sich so richtig dafür starkmachen“, betonte Diözesan-Caritasdirektor Frank Johannes Hensel. |
Oktober 2010 |
Fusion in BochumBochum – Die bisher eigenständigen Ortscaritasverbände Bochum und Wattenscheid haben fusioniert. Der neue Verband trägt den Namen Caritasverband für Bochum und Wattenscheid e.V. mit Sitz in Bochum. |
Oktober 2010 |
Gericht hält Pflegenoten für rechtswidrigMünster – Das Sozialgericht Münster hat bundesweit erstmalig in einem Klageverfahren die Veröffentlichung eines sogenannten Transparenzberichts im Internet untersagt. Der Klägerin, ein Caritas-Altenheim aus dem Kreis Borken, hatte gegen den Prüfbericht und den Transparenzbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) wegen offensichtlich unrichtiger Feststellungen geklagt. In der schriftlichen Urteilsbegründung heißt es, die Beurteilungskriterien seien nicht geeignet, die von den Pflegeheimen erbrachten Leistungen und deren Qualität sachgerecht zu beurteilen. Eine wissenschaftliche Studie vom Juli 2010 habe ergeben, dass nur zwei der 64 Einzelnoten den vom Gesetzgeber geforderten Maßstab der Ergebnisqualität beträfen.Ganz überwiegend werde – so das Gericht – nur die Qualität der Dokumentation geprüft. Das Gericht hält außerdem die Bewertungssystematik für misslungen. Insbesondere rügt es, dass bei zahlreichen im Transparenzbericht abgefragten Kriterien nur die Noten „sehr gut“ oder „mangelhaft“ vorgesehen seien. Die Darstellung der Pflegenoten im Transparenzbericht sei für den Leser nicht nachvollziehbar. Sie stelle eine Irreführung der Verbraucher dar. Eine auch nur vorübergehende Veröffentlichung sei aus diesem Grunde nicht verantwortbar. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Streitsache ist die Sprungrevision zum Bundessozialgericht zugelassen worden. Urteil vom 20.08.2010, Az.: S 6 P 111/10. |
Oktober 2010 |
Kritik am Konzept BürgerarbeitAachen – Die Caritas im Bistum Aachen befürchtet Kürzungen bei bestehenden arbeitsmarktpolitischen Förderprogrammen zugunsten des neuen Konzepts der „Bürgerarbeit“. In einem Brief bittet die Diözesanarbeitsgemeinschaft „Integration durch Arbeit“ (DiAG IDA) Bundestags- und Landtagsabgeordnete, „sich entschieden dagegen einzusetzen, dass das Programm ‚Bürgerarbeit‘ letztlich als ‚Nullsummen-Spiel‘ zu Lasten bestehender Förderprogramme umgesetzt wird“. Die DiAG IDA befürchtet, dass das Konzept „Bürgerarbeit“ scheitern und keine Vermittlungserfolge bringen werde. Bürgerarbeit könne nur nach dem Prinzip der Freiwilligkeit erfolgen, da für den Dienst am Menschen eine eigenständige Motivation erforderlich sei. Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen bräuchten zudem sozialpädagogische Begleitung. Die Caritas befürchtet außerdem eine Ausweitung des ohnehin wachsenden Niedriglohnsektors, weil Bürgerarbeit keine existenzsichernde Bezahlung biete. |
Oktober 2010 |
Leitfaden ArmutsorientierungPaderborn – Als Beitrag zum Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung hat der Diözesan-Caritasverband Paderborn einen Leitfaden „ARMUT – ein Thema für uns?!“ entwickelt. Der Leitfaden will zur Armutsorientierung sensibilisieren und Mitarbeitern und Leitungsverantwortlichen auf den unterschiedlichen Ebenen der Pastoral und Caritas Impulse geben. Sie erhalten Checklisten für die Arbeit mit und für Arme. Ein Fragenkatalog dient sowohl der persönlichen Auseinandersetzung als auch der Diskussion im Berufsalltag, in den Gremien, in der Gemeinde. Je nach Strukturebene gilt es Antworten auf die gestellten Fragen zu suchen. |











