Werkstatträte feiern kleines Jubiläum
 
Zum 20. Mal tagten in Dülmen Werkstatträte der Caritaswerkstätten in Nordrhein-Westfalen. Rund 140 Werkstatträte, die rund 16000 Beschäftigte in den Caritas-Einrichtungen vertreten, waren dazu in das St. Barbara-Haus gekommen. Werkstatträte werden, ähnlich wie Betriebsräte, von Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten gewählt.
 
Zahlreiche Gäste hatten sich zu diesem Jubiläum eingefunden, die sowohl mit Grußworten und Reden die bisherige Werkstattratarbeit würdigten, als auch kritische Blicke in die Zukunft richteten. Elisabeth Lohaus, Werkstattratmitglied, merkte an, dass der Sprung von Mitwirkung zu Mitbestimmung noch gelingen müsse.
Angelika Gemkow, Landesbehindertenbeauftragte NRW, dankte in ihrer Rede den Werkstatträten für ihre konstruktive und vielfältige Arbeit in den Werkstätten. Sie betonte, dass Werkstatträte „Garanten für die Mitwirkungsrechte der Werkstattbeschäftigten“ seien.
 
Versammlung der Werkstatträte, 20. Jubiläum, Volker Odenbach am Rednerpult

Volker Odenbach, Vorsitzender der Konferenz der Werkstatträte, rictet sein Wort an die Versammelten.

Jürgen Kröger und Götz Müller dankten Werner Heer stellvertretend für alle Werkstattratmitglieder für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz als Koordinator der Werkstatträte mit einem Präsentkorb.
 
Im Anschluss an einen Wortgottesdienst, den Prälat Dr. Karl-Heinz Vogt zusammen mit Diakon Stefan Pölling zelebrierte, ging Stephan Foschepoth, Pastoralreferent, in seinem Festvortrag auf die Fragestellung „Wie sieht eigentlich unsere Gesellschaft aus, eine Gesellschaft zu der wir gehören und in der wir leben ?“ ein. In dieser Milieustudie sind viele Ansätze zu finden, die auf die Werkstattratarbeit übertragbar sind.
 
Zum Abschluss wünschten Werner Heer, Koordinator der Werkstatträte, und Volker Odenbach, Vorsitzender der Konferenz der Werkstätten, allen Werkstatträten Erfolg, Mut und die nötige Ausdauer für die weitere Werkstattratarbeit.
 
Nach den Neuwahlen der Werkstatträte wird im nächsten Jahr eine neue gemeinsame Landesarbeitsgemeinschaft aus den einzelnen Wohlfahrtsverbänden in Nordrhein-Westfalen gebildet, die dann auch auf Bundesebene die Interessen aller Werkstattbeschäftigten aus Nordrhein-Westfalen vertritt.