September 2008
Langzeitarbeitslose als Ergänzung in der Pflege sinnvoll

Essen/Münster – Die Caritas hält die Betreuung Demenzkranker durch Arbeitslose unter bestimmten Bedingungen für sinnvoll. Entscheidend sei, dass die Langzeitarbeitslosen „sich freiwillig dafür entscheiden können“, erklärte Münsters Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann. Auf keinen Fall dürfe es Sanktionen beim Arbeitslosengeld geben, wenn sich jemand diese Tätigkeit nicht zutraue. Der Essener Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes warnte vor einem Abbau von Pflegefachkräften. Für die Pflege demenzkranker Menschen brauche man ausreichend qualifiziertes Personal. Langzeitarbeitslose könnten aber bei angemessenem Einsatz die hoch belasteten Pflegekräfte entlasten, wenn ihre Tätigkeit klar abgegrenzt und zusätzlich sei. 

cpm/cde 

September 2008

Bedarf steigt weiter

Paderborn – 11.600 Mütter, Väter und junge Menschen erhielten 2007 Hilfe in den Erziehungsberatungsstellen der Caritas im Erzbistum Paderborn. Nimmt man alle an der Beratung beteiligten Personen hinzu, wurden an den 32 Standorten rund 27?000 Personen mit dieser präventiven und kostenlosen Hilfe erreicht. „Der Bedarf an Beratung bewegt sich ungebrochen auf hohem Niveau und steigt weiter“, betont Raimond Pröger, Leiter des Referates Erziehungshilfe im Diözesan-Caritasverband. „Weil in der Regel keine personelle Ausweitung mehr finanziert wird, werden sich die heute schon erkennbaren Engpässe in naher Zukunft als ein schwerwiegendes Problem herausstellen.“ 


September 2008

Diakonie RWL gegründet

Die drei Diakonischen Werke der rheinischen, westfälischen und lippischen Landeskirche haben sich zum Verein „Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe“ (RWL) zusammengeschlossen. Damit ist einer der größten deutschen Sozialverbände entstanden, wie die Diakonie bekannt gab. Der Verein werde als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege rund ein Viertel aller evangelischen Sozialeinrichtungen in Deutschland mit rund 30 Prozent aller Diakonie-Mitarbeiter vertreten. Für die 274 Beschäftigten der Diakonie RWL werde es bis Ende 2009 keine betriebsbedingten Kündigungen geben, hieß es. Mittelfristig solle es aber „zu einer sozialverträglichen Anpassung der Stellenzahl kommen“.  


September 2008
Senioren suchen Beratung

Münster – Immer häufiger wenden sich ältere Menschen an die Caritas und suchen Unterstützung im Alltag. Fast 1.000 Beratungsgespräche mehr führten die Mitarbeiter in der Offenen Altenhilfe im Bistum Münster im vergangenen Jahr gegenüber 2006. Auch die Zahl der Ratsuchenden stieg weiter von 3?505 auf 3?875 an. Viele Fragen betreffen dabei Bereiche, für die nach der Reform der Pflegeversicherung in allen Bundesländern Pflegestützpunkte neu aufgebaut werden sollen. „Wir decken in der Caritas mit der Altenberatung seit Jahrzehnten einen Großteil der Anforderungen bereits ab“, erklärt Hildegard Kuhlmann, Referatsleiterin Altenhilfe und Sozialstationen im Diözesan-Caritasverband Münster.  

September 2008
Verzahnung mit den Gemeinden

Duisburg – Den ganzheitlichen Ansatz der neugeschaffenen Caritascentren in Duisburg hat Caritas-Präsident Dr. Peter Neher gelobt. „Duisburg hat ein Handlungsforum geschaffen, der Grundansatz ist sehr spannend“, sagte er bei einem Gottesdienst mit 150 Mitarbeitern in Hüttenheim. Besonders angetan war Neher von der engen Verzahnung mit den neuen (Groß-)Pfarrgemeinden. Der neue Essener Weihbischof Ludger Schepers bestätigte die viel engere Zusammenarbeit durch und mit den Caritascentren. Auch Kirchen, die sonst geschlossen werden müssten, können durch die Nutzung der Caritas erhalten bleiben und einen neuen Zweck erfüllen. 

September 2008

LAG begrüßt Entwurf für Heimgesetz

Dortmund – Aus Sicht der Wohlfahrtsverbände weist der von Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) vorgelegte Entwurf für das Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) für Altenheime in die richtige Richtung. „Der Schutz der Würde, der Interessen und der Bedürfnisse sowie die Möglichkeit zur Teilhabe sind unabhängig von den individuellen Beeinträchtigungen pflegebedürftiger und behinderter Menschen Grundanliegen, die garantiert werden müssen“, sagte der LAG-Vorsitzende Wolfgang Altenbernd. Der Gesetzentwurf greife hier erfreulich konsequent die in den Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege vielfach gelebte Praxis auf und mache diese zum verbindlichen Standard. Positiv bewertet die LAG FW ebenfalls die mit dem Gesetz beabsichtigte Entbürokratisierung. Es gebe aber auch Nachbesserungsbedarf. 


September 2008
Caritas baut Energiespar-Service auf

Arbeitslosengeld-II-Empfängern und verschuldeten Menschen will die Caritas in NRW künftig mit einem Energiesparservice helfen. Nach dem Vorbild der Caritas Frankfurt sollen Arbeitslose ALG-II-Haushalte beim Energiesparen beraten und unterstützen. Stromverschwendende Glühbirnen werden gleich gegen Energiesparbirnen getauscht, abschaltbare Steckdosenleisten eingestöpselt. Gespart werden soll auch am Wasserverbrauch. Dafür werden unter anderem sparsame Perlatoren an die Hähne geschraubt. Etwa 50 Euro müssen investiert werden, um die Energiekosten um 140 Euro pro Jahr senken zu können. Nebenbei erspart jeder Haushalt der Umwelt knapp 400 Kilo Kohlendioxid. Ein entsprechender Energiesparservice läuft bereits bei der Caritas Düsseldorf, anderswo – wie in den Bistümern Aachen, Essen und Münster – wird mit den zuständigen Argen verhandelt. Arbeitslose sollen so sinnvolle Beschäftigung finden und der Umwelt nutzt es auch noch. 

September 2008
Caritas wendet Stromsperren ab

Paderborn – Als ausgesprochen wirksam und nachhaltig hat sich die Vereinbarung über den Umgang mit Stromschulden zwischen der E.ON Westfalen Weser AG und dem Caritasverband für das Erzbistum Paderborn erwiesen. Ziel dieser Partnerschaft ist es, Kunden von E.ON, die Stromschulden haben und von Stromsperre bedroht oder bereits gesperrt sind, aus der Schuldenfalle zu helfen. Seit einem Jahr gibt es für die Schuldnerberater einen „kurzen Weg“ zu direkten Ansprechpartnern des Energieversorgers und umgekehrt. Nach dem Abwenden der Stromsperre suchen Schuldnerberatung, E.ON Westfalen Weser und der Klient gemeinsam nach Wegen, um das Problem „Stromschulden“ in den Griff zu bekommen. Im Kern wird dabei gemeinsam eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen, die die wirtschaftliche Situation des Kunden berücksichtigt. „Wenn die Ratenzahlungen über zwei Jahre entsprechend vorgenommen werden, wird eine Restschuldbefreiung in aller Regel gewährt“, so Michael Wippermann, Unternehmenssprecher von E.ON Westfalen Weser. 

September 2008
Caritas-Europaforum „Gesundheit“

„Gesundheit – höchstes Gut?“ lautet der Titel des Europaforums, das die Caritas in NRW in Brüssel veranstaltet. Das Thema Gesundheit stellt die Europäische Union vor große Herausforderungen: der demographische Wandel, der Beitritt neuer Staaten, die zunehmende Migration von Patienten, Finanzierung und Qualität einer Gesundheitsversorgung für alle Bürger brauchen eine intensive europäische Zusammenarbeit. Das Europaforum der Caritas will einen Beitrag leisten zu diesem europäischen Dialog.

3.–4. November 2008, Brüssel, Landesvertretung NRW.
Infos und Anmeldung unter Tel.: 02 21/20 10-3 35,
E-Mail: sabine.schumacher@caritasnet.de

September 2008
Neuer Rekord: LICHTBLICKE erreicht 2,8 Mio

Oberhausen – Die Hilfsaktion LICHTBLICKE hat zum zehnten Mal nacheinander das Spendenergebnis des Vorjahres übertroffen. Kurz vor Ende der Saison 2007/2008 erreichte LICHTBLICKE ein Spendenergebnis von über  2,8 Millionen Euro, rund eine halbe Million Euro mehr als im Vorjahr. Darüber freute sich Schirmherrin Angelika Rüttgers: „Ein stolzes und tolles Ergebnis!“ LICHTBLICKE ist die gemeinsame Spendenaktion von Radio NRW, den 45 Lokalradios und Caritas und Diakonie.